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Artikel von Markus Bauer +
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  • Das Wichtigste in Kürze
  • Erfolgsfaktor: Einzigartiges Design der PS2.
  • PlayStation 2-Design basierte auf einer Atari-Konsole
  • Die erfolgreichste Videospiel-Heimkonsole aller Zeiten: 160 Millionen verkaufte Einheiten

Mehr als 25 Jahre nach ihrem Start hält die PlayStation 2 (PS2) noch immer einen Rekord, an dem selbst Nintendo bisher nicht vorbeigekommen ist. Sonys zweite PlayStation verkaufte sich weltweit mehr als 160 Millionen Mal und ist damit weiterhin die erfolgreichste Videospielkonsole aller Zeiten.

Doch die PS2 war nicht nur erfolgreich. Hinter der schwarzen Konsole stecken einige ungewöhnliche Details, die selbst viele Spieler nicht kennen. Das Design sollte den Weltraum darstellen, der Startbildschirm speicherte gewissermaßen deine Spielgeschichte und mit offiziellem Zubehör ließ sich die Konsole sogar in einen Linux-Computer verwandeln.

Wir haben acht Fakten zur PlayStation 2 zusammengestellt, die zeigen, warum Sony mit dieser Konsole weit mehr als nur einen erfolgreichen Nachfolger der ersten PlayStation geschaffen hat.

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#1 Die PS2 bleibt die meistverkaufte Konsole aller Zeiten

Die PlayStation 2 erschien am 4. März 2000 in Japan. Nordamerika folgte am 26. Oktober, Europa am 24. November 2000. Mehr als ein Vierteljahrhundert später steht die Konsole laut offizieller PlayStation-Historie bei über 160 Millionen verkauften Geräten.

Damit hält die PS2 ihren Rekord weiterhin. Selbst die enorm erfolgreiche Nintendo Switch lag Ende Juni 2026 noch bei 156,59 Millionen verkauften Konsolen.

Der Erfolg kam nicht nur durch einzelne Blockbuster zustande. Die PS2 vereinte eine riesige Spielebibliothek mit DVD-Wiedergabe, Abwärtskompatibilität zu vielen Spielen der ersten PlayStation und später auch Online-Funktionen. Für viele Haushalte war sie deshalb nicht nur Spielekonsole, sondern das zentrale Unterhaltungsgerät unter dem Fernseher.

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#2 Schwarz und Blau hatten beim PS2-Design eine Bedeutung

Das Design der PlayStation 2 wirkt selbst heute noch erstaunlich zeitlos. Während Dreamcast, Nintendo 64 und selbst die erste PlayStation wesentlich verspielter aussahen, entschied sich Sony für einen fast schon industriellen schwarzen Kasten.

Das war kein Zufall. Auf seiner offiziellen Design-Seite erklärt Sony, dass das tiefschwarze Gehäuse die Weite des Weltraums symbolisieren sollte. Das Blau des vertikalen Standfußes beziehungsweise der Akzente stand dagegen für die Erde. Die Konsole sollte damit ein Gefühl von nahezu unbegrenzten Möglichkeiten vermitteln.

Auch die Möglichkeit, die PS2 horizontal oder vertikal aufzustellen, gehörte zum Konzept. Heute ist das bei Konsolen nichts Besonderes mehr. Im Jahr 2000 war die aufrecht stehende PS2 dagegen ein ziemlich markanter Anblick im Wohnzimmer.

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#3 Sogar das PlayStation-Logo konnte gedreht werden

Ein kleines Detail zeigte, wie konsequent Sony beide Aufstellmöglichkeiten bedacht hatte. Das farbige PlayStation-Logo auf der Disc-Schublade lässt sich drehen.

Stellst du die PS2 vertikal auf, kannst du das Logo um 90 Grad drehen. Dadurch steht es wieder richtig herum. Legst du die Konsole später wieder flach hin, lässt es sich zurückdrehen. Sony erinnerte Jahre später selbst noch einmal an diese Funktion.

„Geheim“ war die Funktion natürlich nie wirklich. Sie wurde nur von erstaunlich vielen PS2-Besitzern jahrelang übersehen.

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#4 Die PS2 sieht einem nie veröffentlichten Atari-Computer erstaunlich ähnlich

Eine der spannendsten Geschichten rund um das PS2-Design betrifft Atari. Die Konsole besitzt eine auffällige Ähnlichkeit mit der Atari Falcon 030 Microbox, einem geplanten Gehäuse für Ataris Falcon-Computer aus den frühen 1990er-Jahren.

Im Internet wird daraus häufig die Geschichte, Sony habe das komplette PS2-Design einfach von Atari übernommen. Ganz so eindeutig ist die Sache allerdings nicht. Das Atari-Computermuseum dokumentiert die auffällige Verbindung und verweist auch auf Sonys Patentunterlagen. Eine offizielle Bestätigung von Sony, dass das PS2-Gehäuse direkt vom Atari-Prototyp übernommen wurde, gibt es jedoch nicht.

Die Ähnlichkeit ist trotzdem schwer zu übersehen. Beide Geräte besitzen die charakteristische gerippte Oberfläche, eine rechteckige Form und waren dafür gedacht, sowohl horizontal als auch vertikal verwendet zu werden.

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#5 Die weißen Türme beim PS2-Start waren nicht zufällig

Wer eine PS2 hatte, kennt diesen Moment wahrscheinlich noch: Konsole einschalten, der tiefe Startsound ertönt und auf dem Bildschirm erscheinen weiße Blöcke und Türme in einer dunklen Landschaft.

Die waren nicht einfach nur Dekoration. Laut der offiziellen PlayStation-Historie repräsentierten diese Strukturen die gespielten Spiele und die damit verbrachte Spielzeit. Dadurch konnte der Startbildschirm im Laufe der Nutzung anders aussehen.

Die oft verbreitete Erklärung, jeder einzelne Turm entspreche exakt einem Spielstand auf der Memory Card, greift deshalb zu kurz. Die Darstellung sollte vielmehr deine Nutzung der Konsole visualisieren. Damit hatte die PlayStation 2 bereits im Jahr 2000 einen Startbildschirm, der sich abhängig davon veränderte, was du mit der Konsole gemacht hattest.

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#6 Acht MB Speicher mussten für deine Spielstände reichen

Heute diskutieren wir darüber, ob eine SSD mit einem oder zwei Terabyte für eine Konsole ausreicht. Bei der PlayStation 2 sah die Welt noch völlig anders aus. Die klassische PS2 besaß keinen eingebauten Massenspeicher für deine Spielstände. Dafür benötigtest du eine separate 8-MB-Memory-Card. Sony verkaufte die offiziellen Speicherkarten separat, und wer viele Spiele gleichzeitig spielte, landete früher oder später bei mehreren Karten.

Das klingt aus heutiger Sicht absurd wenig. Für Spielstände reichten acht Megabyte trotzdem erstaunlich lange, weil Savegames meist nur wenige Kilobyte oder einige hundert Kilobyte belegten. Besonders große Spielstände konnten den verfügbaren Platz allerdings schnell schrumpfen lassen.

Eine Festplatte gab es später ebenfalls. Sony bot für bestimmte Modelle eine optionale 40-GB-HDD an. Zum Standardumfang der Konsole gehörte sie allerdings nicht und klassische PS2-Spielstände wurden weiterhin hauptsächlich über die Memory Card verwaltet.

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#7 Die Spielebibliothek war gigantisch und die PS2 half der DVD zum Durchbruch

Wie viele PS2-Spiele tatsächlich erschienen sind, hängt von der Zählweise ab. Sony selbst sprach Ende 2010 von 10.828 veröffentlichten PS2-Software-Titeln weltweit und mehr als 1,52 Milliarden verkauften Spielen. Regionale Versionen und Veröffentlichungen sorgen allerdings dafür, dass andere Datenbanken auf deutlich niedrigere Zahlen kommen.

Guinness World Records führt beispielsweise Pro Evolution Soccer 2014 als 3.870. und letztes veröffentlichtes PS2-Spiel. Konamis Fußballspiel erschien 2013, also mehr als 13 Jahre nach dem japanischen Start der Konsole.

Die Qualität der Bibliothek ist ohnehin wichtiger als die genaue Zahl. Grand Theft Auto: San Andreas, Metal Gear Solid 3, Final Fantasy X, Gran Turismo 4, Shadow of the Colossus, God of War, Silent Hill 2, Kingdom Hearts und unzählige weitere Spiele machten die PS2 zu einer der abwechslungsreichsten Konsolen überhaupt.

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Ein mindestens ebenso wichtiger Erfolgsfaktor war allerdings das DVD-Laufwerk. Als die PS2 im Jahr 2000 erschien, war DVD-Video noch lange nicht in jedem Haushalt angekommen. Plötzlich bekamst du mit einer neuen Spielekonsole gleichzeitig einen DVD-Player.

Sony selbst erklärte später, dass die enorme Verbreitung der PS2 dabei half, DVD als Standardformat für Heimvideo zu etablieren. Für viele Käufer war das ein echtes Argument für die Konsole. Statt zusätzlich einen DVD-Player zu kaufen, konnte die PS2 beide Aufgaben übernehmen.

#8 Sony verwandelte die PlayStation 2 offiziell in einen Linux-PC

Die wahrscheinlich ungewöhnlichste offizielle Erweiterung der PS2 erschien 2002. Sony brachte mit Linux for PlayStation 2 ein komplettes Paket auf den Markt, mit dem sich die Spielekonsole tatsächlich als Linux-Rechner verwenden ließ.

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Das offizielle Linux-Kit von Sony enthielt eine 40-GB-Festplatte, Netzwerkadapter, USB-Tastatur, USB-Maus, Monitoradapter und zwei Software-Discs. Angesprochen wurden ausdrücklich Linux-Nutzer, Programmierer und Hobbyentwickler.

Damit konnte man eigene Software schreiben und wesentlich tiefer mit der Architektur der PS2 experimentieren, als es bei einer normalen Spielkonsole vorgesehen war. Besonders kurios aus heutiger Sicht: Sony lieferte Hardware und Entwicklungsumgebung selbst aus, statt solche Experimente wie bei modernen geschlossenen Konsolensystemen möglichst stark einzuschränken.

Ein Massenprodukt wurde das Linux-Kit nie. Als Stück Videospielgeschichte zeigt es aber sehr gut, welche Idee Sony ursprünglich mit der PS2 verband. Sie sollte nicht einfach nur eine bessere PlayStation sein, sondern eine komplette Entertainment- und Computerplattform für das Wohnzimmer.

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Warum die PlayStation 2 bis heute besonders ist

Mehr als 160 Millionen verkaufte Konsolen erklären nur einen Teil des Erfolgs. Die PS2 kam zum richtigen Zeitpunkt, bot eine außergewöhnlich große Spieleauswahl, spielte DVDs ab, unterstützte Spiele der ersten PlayStation und blieb mehr als ein Jahrzehnt relevant.

Viele ihrer Ideen wirken heute selbstverständlich. Konsolen stehen vertikal, digitale Unterhaltung läuft über dasselbe Gerät und Online-Funktionen gehören zum Standard. Im Jahr 2000 war dieses Gesamtpaket allerdings etwas Besonderes.

Und obwohl Nintendo mit der Switch inzwischen erstaunlich nahe an den Verkaufsrekord herangekommen ist, bleibt die PlayStation 2 derzeit die meistverkaufte Videospielkonsole aller Zeiten.

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Danach geht die Reise direkt mit der nächsten Sony-Generation weiter: Hier findest du unsere Fakten zur PlayStation 3.

Dieser Artikel erschien ursprünglich 2020 und wurde im September 2026 umfassend überarbeitet, aktualisiert und inhaltlich neu geprüft.

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