Markus BauerMarkus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!
Chief Operating Officer Shuji Utsumi dementierte die seit den 2000er-Jahren laufenden Gerüchte, dass SEGA nach einem Käufer suche und wies alle Spekulationen zurück, dass Microsoft sie übernehmen würde. Ursprünglich gab es diese Gerüchte bereits nach dem Scheitern der letzten SEGA-Konsole, der Dreamcast.
Wir alle kennen die Geschichte. SEGA scheiterte nach dem Mega Drive-Hype mit seinen Konsolen. Mit dem Aufkommen der PlayStation 2 (PS2), die sich mehrheitlich auch deswegen verkaufte, weil sie zeitgleich ein DVD-Spieler war, war Schluss mit der Dreamcast. SEGA zog die Reißleine und konzentriert sich seitdem auf die Veröffentlichung von Videospielen auf anderen Plattformen, auch auf Nintendo- und Sony-Geräten. Mit Microsoft wurde SEGA erstmals warm, als man Windows CE als zweites Betriebssystem auf der Dreamcast hatte. Allerdings auch ein großer Fehler. So hatten Raubkopierer leichtes Spiel. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Werbung
Für immer in Erinnerung: Die Dreamcast hier mit Controller, Konsole und VMU (Speichereinheit). – © SEGA
SEGA-CCO sagt: „Sonic lebt wieder auf“
In einem aktuellen CNBC.com-Interview wurde das Desinteresse der Japaner an einer Übernahme durch Microsoft betont. Utsumi plant nach den erfolgreichen Sonic the Hedgehog-Filmen, die an den Kinokassen überzeugten, verstärkt Filme auf verschiedenen Plattformen zu veröffentlichen. Diese Ankündigung folgte kurz nach Microsofts 68,7 Milliarden US-Dollar teurer Übernahme von Activision Blizzard. Utsumis Pläne deuten darauf hin, dass Sega breitere Publikumsschichten ansprechen möchte, indem es seine Filme auf unterschiedlichen Plattformen verfügbar macht.
„Viele Unternehmen sind interessiert. Wir fühlen uns geehrt. Wir haben attraktive IPs und Potenziale. Unternehmen im Eigentum des Eigentümers. Ein starker Besitzer. Ich glaube nicht, dass eine solche Transaktion stattfinden wird“, so Shuji Utsumi von SEGA.
Während des Rechtsstreits um den Activision-Aufkauf im Juni 2023 tauchten interne Dokumente der FTC auf, die darauf hindeuteten, dass Microsoft womöglich bereits 2020 Kaufabsichten für SEGA und Bungie hatten. In diesen Dokumenten fand sich eine E-Mail von Xbox-Chef Phil Spencer an Microsoft-CEO Satya Nadella und CFO Amy Hood. Es kam allerdings anders! Sony übernahm im Juli 2022 Bungie für 3,6 Milliarden US-Dollar, jedoch blieb Sega unabhängig und setzte weiterhin seine Spieleentwicklung fort.
Werbung
Sonic the Hedgehog 2 spielte mehr als 400 Millionen US-Dollar an den Kinokassen sein. – © Paramout Pictures, SEGA
Im Gegenteil: Die einstigen Videospiele-Hardwarehersteller suchen selbst nach Übernahmen, wie Utsumi im Interview mitteilte:
„Als Unternehmen von Sega Sammy übernehmen wir einige der Unternehmen. Wir haben gerade angekündigt, Rovio zu kaufen. Wir suchen weiterhin nach Wachstumschancen.“
SEGA arbeitet derzeit an Like A Dragon: Infinite Wealth, Persona 3 Reload und dem bevorstehenden Sonic the Hedgehog 3-Film. Außerdem ist das Projekt „Super Game“ in Arbeit, dass zig Millionen an Entwicklungsgeldern verschlingt.
Stimmt etwas nicht oder fehlt dir was? Melde dich, wir kümmern uns darum. Nutze unser Feedback-Formular!