Das Videospiele-Jahr 2023: Unsere schlechtesten Erfahrungen

Wir wollen es nicht behalten, nein, wir wollen es nicht haben!

Das Jahr 2023: Ein Jahr voller Höhen und Tiefen in der Gaming-Welt. Ein Jahr, das von aufregenden Veröffentlichungen und herben Enttäuschungen geprägt war. Von mit Spannung erwarteten Fortsetzungen bis hin zu unerwarteten Misserfolgen bot dieses Jahr eine Vielzahl an Spielerlebnissen – einige, die begeisterten, andere, die für Enttäuschung sorgten. In diesem Rückblick tauchen wir ein in die Tiefpunkte des Gaming-Jahres 2023, durch die Augen und Meinungen unserer Redaktion. Unsere schlechtesten Videospiel-Erfahrungen 2023 in einem Artikel.

Das schlechteste Videospiel des Jahres: Davon raten dir die DailyGame-Redakteure ab!

Tim: Der Herr der Ringe: Gollum & The Day Before

Der Herr der Ringe: Gollum von Daedalic Entertainment markierte für mich einen absoluten Tiefpunkt in diesem Jahr, besonders für die deutschsprachige Games-Branche. Doch ein bestimmter Titel konnte diesen noch unterbieten: The Day Before.

Die ersten Trailer des Survival-Zombie-Open World-Shooters ließen Spieler und Fachpresse bis zuletzt auf Großes hoffen. Leider entpuppte sich das Spiel als lieblos, technisch unfertig und ideenlos im Extraction-Shooter-Genre. The Day Before setzte zum Jahresende neue negative Maßstäbe – eine absolute Vollkatastrophe, von der man besser die Finger lässt!

The Day Before

The Day Before: Eine Ente! – (C) FNTASTIC

Sinan: Der Herr der Ringe: Gollum

Das schlechteste Spiel des Jahres 2023 sollte eigentlich als das schlechteste Spiel in die Geschichte eingehen, wenn es da nicht Atari’s E.T.-Videospiel gegeben hätte.

Herr der Ringe: Gollum war eine Beleidigung des Quellmaterials, eine Enttäuschung für die Fans und ein Schlag ins Gesicht für das Erbe Tolkiens in jeglicher Form. Was NACON und Daedalic Entertainment hier abgeliefert haben, war das Schlimmste, was meine Konsole je ertragen musste und ich je gespielt habe – und ich habe schon einmal ein nachgemachtes “Crazy Taxi für Kinder” getestet. NACON, ihr habt mir schon oft Schrott vorgesetzt, aber Gollum werde ich euch nie verzeihen.

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Der Herr der Ringe: Gollum

Der Herr der Ringe: Gollum konnte so gar nicht überzeugen! – (C) Daedalic Entertainment

Lukas: Assassin’s Creed: Mirage

Das Spiel, das mich in diesem Jahr am meisten enttäuscht hat, ist nicht unbedingt ein “schlechtes Spiel”. Doch in diesem “Knallerjahr”, in dem Spiele wie Marvel’s Spider-Man 2 und Super Mario Bros. Wonder gleichzeitig erschienen sind, sind früher großartige Spielereihen, die nicht mehr ihre besten Ableger liefern, automatisch eine Enttäuschung. So erging es mir auch mit Assassin’s Creed: Mirage.

Obwohl ich mir seit Jahren eine Rückkehr zu den Wurzeln von Assassin’s Creed wünsche, wirkte Mirage eher wie ein Rückschritt und weniger wie Nostalgie. Der Ursprung als bloßer DLC zu AC: Valhalla ist leider spürbar, vor allem im simplen Parkour-Gameplay. Das Spiel vergeudet sein Potenzial aufgrund seiner einfachen Mechaniken, das in der wunderbar gestalteten Stadt Bagdad vorhanden gewesen wäre. Auch die Story wirkt wie eine Dreingabe und nicht wie eine eigenständige Geschichte. Nicht zu vergessen sind die steifen NPCs und veralteten Charaktermodelle, die bereits im fast zehnjährigen Assassin’s Creed: Unity zu finden waren. Dennoch ist es nicht zwangsläufig ein schlechtes Spiel. In einem Jahr wie diesem, in dem viele große alte Reihen sich neu definierten und ihre bisher besten Ableger lieferten, reicht jedoch reines Mittelmaß für meine Lieblingsvideospielreihe leider nicht aus.

Assassin's Creed Mirage

Assassin’s Creed Mirage hat Lukas nicht aus den Socken geworfen. Für ihn nicht unbedingt das “schlechteste Videospiel 2023”, aber es hätte sich mehr verdient gehabt. – (C) Ubisoft

Michael: Der Herr der Ringe: Gollum & Redfall

Das Spielejahr 2023 war zweifellos eines der aufregendsten seit langer Zeit. Eine Welle von Hits überschwemmte uns, und manchmal wusste man kaum, wie man dieser Vielzahl von Spielen gerecht werden sollte. Zum Glück gab es dann auch Titel wie Gollum oder Redfall, die dermaßen enttäuschend waren, dass man sie getrost meiden konnte und somit mehr Zeit für großartige Titel hatte. Fast könnte man glauben, dass für jeden Top-Titel kurz darauf ein richtiger Reinfall erschien – quasi kein Hoch ohne Tief.

Markus: Redfall & …

Es ist enttäuschend, wenn ein Spiel so wenig begeistert, dass selbst das Erwägen eines Testberichts eine Herausforderung darstellt. Bei Redfall scheinen die Unlust und das Fehlen jeglicher Anziehungskraft schon in den ersten Minuten des Gameplays klar zutage getreten zu sein – eine Erfahrung, die mich an ein enttäuschendes Point&Click-Adventure aus dem Jahr 2002 erinnerte und die Laune schnell verdarb.

Eigentlich will ich nicht mehr darüber reden, sondern es vergessen. Nicht einmal als das schlechteste Videospiel des Jahres 2023 in Erinnerung behalten!

… eigentlich müsste ich an dieser Stelle noch Call of Duty: Modern Warfare 3 nennen. Eigentlich rettet das Spiel die nostalgischen Multiplayer-Maps, das Gunplay und der Zombie-Modus. Activision hat dieses Jahr den Vogel abgeschossen und einen DLC, den sogar meine Grafikkarte nicht als eigenständiges Spiel “erkannt hat” (es zeigte immer “MW2” an), zum Vollpreis verkauft. Der Einzelspieler-Modus war eine Schande, für das Geld, dass man auf den Tresen legen soll!

Ego-Shooter Redfall

Im kooperativen Ego-Shooter Redfall kämpft man gegen Vampire. Chefredakteur Markus möchte diese “Spielerfahrung” eigentlich nur vergessen. – (C) Xbox Game Studios

Eva: Inescapable: No Rules, No Rescue

Inescapable war eine Visual Novel, in der viel verschwendetes Potential steckte und das mit Klischees und Vorurteilen ausgeschmückt ist.

Das Spiel von Dreamloop Games erweckt zunächst das Feeling, es könnte sich an Spielen wie Danganronpa und Escape Zero orientieren. Doch statt eines aufregenden Death Games, erwarten uns sechs Monate mit dramatischen Charakteren, die eine Situation nach der anderen auslösen, bei denen man sich einfach nur fremdschämen kann. Das sorgt auch dafür, dass der Spielspaß schnell abflacht und nach wenigen InGame Wochen schon die Langeweile eintritt.

Für mich daher das schlechteste Spiel, was 2023 erschienen ist und was ich auch in diesem Jahr gespielt habe. Lasst lieber die Finger davon.

Inescapable: No Rules, No Rescue (c) Dreamloop Games

Inescapable: No Rules, No Rescue (c) Dreamloop Games

Einzig Manuel hatte dieses Jahr kein “schlechtes Videospiel” in der Hand. Er blieb verschont. Zumindest für 2023.

Hinweis in eigener Sache: Gaming Blog-Artikel entsprechen der Meinung des Autors und müssen nicht die Meinung der DailyGame-Redaktion widerspiegeln.
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