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The Legend of Zelda: Skyward Sword HD (Switch) – Game Review

Endlich darf wieder im Wohnzimmer mit dem Masterschwert gefuchtelt werden.

Review von
The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -© Nintendo

Das Wichtigste in Kürze

  • Der nächste große The Legend of Zelda Titel auf der Nintendo Switch
  • Die Verbesserungen seit der Nintendo Wii Version
  • Was alles Skyward Sword immer noch besser als Breath of the Wild macht

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD ist ein Action-Adventure Titel welcher von Tantalus Media entwickelt und von Nintendo am 16.07.2021 veröffentlicht wurde. Es ist die neu überarbeitete Version, dessen Original aus dem Jahr 2011 von der Nintendo Wii stammt. Wir haben in dieser umfangreichen Review herausgefunden was die Nintendo Switch Version des Klassikers nun besser macht.

The Legend of Bado

Um das Triforce vor dem Ursprung des Bösen, dem Todbringer, zu schützen, hebt die Göttin Hylia ein Stück Erde in den Himmel und versteckt es dort. Jahrhunderte später ist diese schwebende Insel in den Wolken, genannt Wolkenhort, immer noch besiedelt. Der Wolkenhort gilt damit auch als der Ursprung der Bewohner: den Hylianern. Keiner von ihnen hat seither mehr die Erde betreten. Das Himmelmeer welches die Insel umgibt, wird mittels großen Vögeln mit denen die Hylianer fliegen können erforscht. Link ist in diesem Titel ein Ritterschüler, Zelda die Tochter des Schulleiters. Die Tragödie beginnt als Zelda von einem dunklen Sturm auf die Erde gezogen wird. Daraufhin erscheint Link ein mysteriöser Geist names Phai welcher ihn zu dem Schwert der Göttin führt. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf, in welchem besonders die Geschichte von Bado verfolgt werden sollte.

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The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – Link besucht die geheimnisvolle Erde -©Nintendo

Phantom Hourglass

Fans von den anderen letzten großen The Legend of Zelda Titeln wie The Legend of Zelda: Twilight Princess und The Legend of Zelda: Breath of the Wild werden sich gleich mit dem erwachsenen Link in The Legend of Zelda: Skyward Sword HD wohl fühlen. Ein typisches The Legend of Zelda Abenteuer mit Dungeons, neuen Items, sowie massig Sidequests. Es gibt viel zu entdecken. Die Items sind wieder sehr kreativ geworden und können effektiv genutzt werden. Im ganzen Titel stechen besonders die wenigen aber optisch und spielerisch sehr gelungenen Missionen der “göttlichen Prüfungen” hervor und scheinen mit dem Schleichen direkt aus dem Gameplay von The Legend of Zelda: Phantom Hourglass zu stammen. Das Sammeln von Musiknoten scheint von Super Mario inspiriert zu sein.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – Der Wald von Phirone unter Wasser -©Nintendo

Die Maps

Trotz vieler Verbesserungen bleibt in The Legend of Zelda: Skyward Sword HD ein großes Manko bestehen: es gibt nur drei Maps unter dem Wolkenhort, von denen man alle im Laufe des Spieles immer wieder durchlaufen wird. Zwar sind die Begebenheiten vor Ort jedes Mal abwechselnd. Beispielsweise wenn der Wald von Phirone unter Wasser steht, dennoch hätten wir uns mehr Gegenden, die es über den gesamten Spielverlauf hinaus zu erforschen gibt, gewünscht. Die wenigen Maps haben dennoch sehr viel zu bieten. Allein die Wüste Ranelle mit ihren Zeitsteinen, in welcher in Zonen durch die Zeit zurückgereist werden kann, sodass wieder alles grünt was heute Wüste ist. Diese Abschnitte sind von allen The Legend of Zelda Titeln einzigartig, knifflig und optisch wunderschön geworden.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – ein Boss-Highlight des Titels: der geheimnisvolle Ghirahim -©Nintendo

Da Ilohm

Die Bosse in The Legend of Zelda: Skyward Sword HD sind eine Klasse für sich. Bis auf einen Boss, wiederholt sich hier gar keiner. Im Gegensatz zu der Boss-Katastrophe in The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Da Ilohm gilt bis heute als einer der besten Endgegner aus allen The Legend of Zelda Teilen. Was für ein unheimlicher, aber schöner Bosskampf. Um den Bossen immer wieder begegnen zu können, müssen aber nicht alte Spielstände extra aufgehoben werden: am Ende des Spieles könnt ihr in Ranelles Heldenschule sämtliche göttliche Prüfungen und Bosskämpfe aus dem Abenteuer immer wiederholen.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – Das Schwert muss mit dem richtigen Schwung geführt werden -©Nintendo

Motion Control

Die Steuerung wäre in The Legend of Zelda: Skyward Sword HD wie gewohnt, mit der Ausnahme der speziellen Motion Control. Diese wurde wegen der Nintendo Wii entwickelt und zählte leider für viele als das größte Manko des Titels, da viele die Steuerung als unpräzise empfanden. Dennoch ist der Titel das Abenteuer wert und gerade wegen der Steuerung haben sich ganz neue design- und spieltechnische Elemente ergeben. Gegner müssen mit gewissen Hieben attackiert werden. Dabei muss natürlich auf die Schwenkrichtung des Controllers geachtet werden. Aus diesem Grund wurde hier auf die Motion Control ganz besonders ein Augenmerk gelegt. So ist die Motion Control für die Nintendo Switch sehr gut umgesetzt worden. Nun muss nicht wie auf der Nintendo Wii mehr auf die Sensorleiste gezielt werden, sondern der Joy Con kann in jederzeit kalibriert und somit in der Position gehalten werden, in der man ihn grad halten möchte. Die Spinattacke wird ausgeführt indem man beide Joy Cons in eine Richtung bewegt.

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Button Control

Während in The Legend of Zelda: Skyward Sword HD die Motion Control trotz der neuen Technik wie im Original beibehalten werden konnte, so wurde zusätzlich auch eine reine Button Control Steuerung umgesetzt, sodass auch mit dem Pro Controller oder unterwegs im Handheld-Mode das Abenteuer erlebt werden kann. Diese Button Control funktioniert überraschend gut. Man muss sich zwar an ein paar Kombinationen für die Wirbelattacke und den Fangstoß lernen, aber abgesehen davon ist die Führung des Schwertes mit dem Analog-Stick selbsterklärend.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – Link spielt mit dem Feuer -©Nintendo

Weitere Verbesserungen

Eine weitere willkommene Änderung in The Legend of Zelda: Skyward Sword HD ist, dass die Kamera nun, dank dem zweiten Analog-Stick, in alle Richtungen geschwenkt werden kann. Auch der Spielfortschritt wird nun regelmäßig selber mittels Autosave gespeichert, sodass beim scheitern kein Frust mehr aufkommt und sofort weitergespielt werden kann. Tutorials und Zwischensequenzen können nun auch endlich übersprungen werden. Richtig dankbar sind wir dafür, dass Phais Infos nicht jedes Mal gelesen werden müssen. Bisher wurde man viel zu oft und vor allem ohne weltbewegende Neuigkeiten von Phai regelmäßig informiert. Fast wie ein Wecker der am Wochenende immer wieder losgeht.

Noch schlimmer als Phais banale Nachrichten, war auf der Nintendo Wii Version, das Sammeln von Zutaten. Nach jedem Fund wird einem das entdeckte Material mit Text erklärt, was auch beim ersten Male Auffinden Sinn ergibt, da wir ja erfahren müssen was wir da entdeckt haben. Aber nach dem 458ten Glibber, der 246ten Monsterklaue oder dem 598ten Monsterhorn und den 1302 folgenden sich wiederholenden Erklärungen dazu, konnte man nur noch pathologisch vor sich hin lachen. Diese Zeiten sind nun vorbei und es wird jedes gefundene Material nur ein Mal erklärt. So wie es sein soll.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – In diesem Gemälde kann man sich frei bewegen -©Nintendo

Die Bucht von Marseille

Grafisch ist The Legend of Zelda: Skyward Sword HD zwar proportional realistisch wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild, aber farbenfroher als The Legend of Zelda: The Wind Waker. Sämtliche Farbverläufe verlaufen flüssig ineinander. Das ist beabsichtigt, denn der Titel ist optisch von den impressionistischen Werken des Künstlers Paul Cezanne inspiriert worden, was sich vor allem deutlich beim Himmel und den Bergen widerspiegelt.  Auch der Wolkenhort war in dem Konzeptzeichnungen noch deutlich von französischen Städten inspiriert gewesen bis daraus etwas eigenes entstanden ist. Überhaupt ist das Design der Figuren und Monster einzigartig geworden. Besonders bleiben einem da die Erscheinungsbilder der Drachen und Endgegner im Gedächtnis.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD -©Nintendo

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD – Hier wurden die Bokoblins überarrascht, indem man beide Joy Cons gleichzeitig geschwenkt hat – ©Nintendo

Phai’s Thema

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD bietet einen unglaublich gelungenen Soundtrack. Überhaupt damals das erste The Legend und Zelda Abenteuer welches einen orchestralen Soundtrack komponiert bekommen hat. Schon im Trailer ist aufmerksamen Fans das Main Theme des Titels aufgefallen, welches rückwärts gespielt Zelda’s Lullaby von The Legend of Zelda: A Link to the Past vom Super Nintendo ergibt. Die Melodie klingt umgekehrt gespielt noch epischer und ist besonders einprägsam. Eines der besten The Legend of Zelda Themes überhaupt. Ein weiteres berührendes Highlight ist Phais Thema (Fi’s Theme), welches man ziemlich am Anfang des Titels auf die Ohren gelegt bekommt und dessen Flöten ab da an einem für immer in Erinnerung bleiben werden. Einer der schönsten Momente des Abenteuers.

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Fazit

Wir haben mit The Legend of Zelda: Skyward Sword HD ein reines The Legend of Zelda Spiel, mit einer komplett freien Story, welche den Anfang von allen The Legend of Zelda Teilen darstellt und somit nicht an die Vergangenheit gebunden ist, bekommen. Auch spielerisch konnte Nintendo aufgrund der Motion Control Steuerung in der Spielewelt und vor allem bei den Gegnern komplett neue Wege gehen und dessen Kreativität freien Lauf lassen. Das alles hat schon damals dem Titel gut getan.

Man darf froh sein, dass dieser epische Titel nun seinen wohlverdienten Port bekommen hat und die Motion Control auf einem komplett anderen System umgesetzt werden konnte. Dank den unterschiedlichen Dungeons und den verschiedenen Bossen fühlt sich The Legend of Zelda: Skyward Sword HD mehr wie ein The Legend of Zelda Abenteuer an, als sein Nachfolger The Legend of Zelda: Breath of the Wild, welches zu vieles von der allseits beliebten The Legend of Zelda Formel komplett weggelassen hat. Wir hoffen, dass diese alte, bewährte Formel in der Fortsetzung wieder Verwendung finden wird. Bis dahin dürfen The Legend of Zelda: Skyward Sword besser als je zuvor erleben.

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ReviewWertung

9SCORE

Was für ein episches, kunterbuntes Bilderbuch eines The Legend of Zelda Titels samt einzigartiger Steuerung!

Detail-Wertung

Grafik

9

Sound

10

Gameplay

10

Story

8

Motivation

8

Steuerung

9

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