Cyberpunk 2077-Studio fällt Ransomware-Angriff zum Opfer – Datenleck!
Hacker verbreiten im Internet, dass sie auf den Quellcode von Cyberpunk 2077 und The Witcher 3 zugegriffen haben.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Laut CD Projekt wurde das Unternehmen aus Polen von Angreifern gehackt, die so auf das interne Netzwerk zugreifen konnten und „bestimmte Daten“ sammeln konnte. Der Cyberpunk 2077-Entwickler sagt, dass er den Forderungen nicht nachgeben oder mit dem Angreifern verhandeln wird. Derzeit geht man davon aus, dass persönliche Daten von Spielern oder Dienstnutzern kompromittiert wurden.
Auf Twitter teilte CD Projekt mit, dass Hacker auf den Quellcode von Cyberpunk 2077, The Witcher 3, Gwent und einer „unveröffentlichten Version von The Witcher 3“ zugegriffen haben.
Die Hacker bedrohen das polnische Videospiele-Unternehmen damit, dass sie die Quellcodes veröffentlichten werden, sowie interne Rechts-, Personal- und Finanz-Dokumente. Es wurde eine Frist von 48 Stunden verhängt. Ansonsten werden die Dokumente publik gemacht.
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In der Erklärung auf Twitter sagt CD Projekt, dass man die IT-Infrastruktur gesichert und damit begonnen hat, die Daten aus intakten Backups wiederherzustellen. Es wurden die „zuständigen Behörden“ informiert sowie IT-Forensiker.
CD Projekt: Derzeit läuft es nicht rund beim Cyberpunk 2077-Entwickler
Der Angriff kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Am 10. Dezember 2020 veröffentlichte das Unternehmen aus Polen das Action-Rollenspiel Cyberpunk 2077 und hatte damit viele PS4- und Xbox One-Spieler enttäuscht. Die Konsolen-Versionen hatten optisch wenig mit dem bisher gezeigten Video-Material gemeinsam. Außerdem wurde bekannt, dass die E3-Demo, die damals Journalisten gezeigt wurde, extra von den Entwicklern angefertigt wurde, obwohl das Spiel selbst nicht soweit war.
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Cyberpunk 2077 konnte vor allem am PC überzeugen, aber auch dort gab es massive Bugs zum Release. – (C) CD Projekt Red
Die Geschichte kennen wir, was nach dem Release von Cyberpunk 2077 passierte: Sony holte das Spiel aus dem PlayStation Store und bot Spielern Rückvergütungen an, ebenso Microsoft auf seiner Xbox-Plattform. CD Projekt erntete heftige Kritik, weil man das Spiel in einem unvollendeten Zustand auf den Markt gebracht hatte.
Seit Wochen bemüht sich das Unternehmen um mit einer Reihe von Patches die Leistungsprobleme zu beheben. Nun steht noch eine Klage von Investoren an, die behaupten, vor der Veröffentlichung über die Leistung des Spiels in die Irre geführt worden zu sein. Auch der Vorwurf von Crunch-Zeiten, vor dem Release, steht im Raum. Nun auch noch die Geschichte mit den Hackern. Schlimmer kann es wohl nicht mehr kommen.
Cyberpunk 2077 ist aktuell für PC, Xbox One und PS4 verfügbar. PS5- und Xbox Series X/S-Versionen sollen 2021 auf den Markt kommen. Die Entwicklung des Multiplayers, womöglich als eigenständiges Spiel, wurde ausgesetzt, um den Einzelspieler-Modus zu fixen.
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