Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Viele haben gehofft, dass Cyberpunk 2 einige der großen Wünsche der Community erfüllt, darunter eine Third-Person-Perspektive. Doch ein neues Statement deutet klar in eine andere Richtung. Für das Team von CD Projekt RED steht offenbar ein Ziel über allem: maximale Immersion.
Creative Director Igor Sarzyński machte deutlich, dass er den aktuellen Stil von Cyberpunk 2077 bewusst bevorzugt. Zwar sei es reizvoll, aufwendig inszenierte Cutscenes zu bauen, gerade weil die Spielwelt visuell beeindruckend sei. Doch am Ende sei ihm die „ununterbrochene Immersion“ wichtiger. Genau das war schon das Markenzeichen des ersten Spiels. Fast alles erlebst du aus der Ego-Perspektive. Du bist nicht nur Beobachter, sondern direkt im Körper deiner Figur. Dialoge, Story-Momente und jede Menge Action. Alles wirkt unmittelbarer, weil es kaum klassische Kameraschnitte oder filmische Außenansichten gibt.
Für viele Spieler ist das einer der größten Pluspunkte des Spiels. Andere wiederum fühlten sich eingeschränkt. Gerade Fans von Third-Person-RPGs wünschen sich, ihren eigenen Charakter öfter von außen zu sehen, besonders nach all der Zeit im Charaktereditor. Dafür gibt es ja Spiegel im Spiel.
Cyberpunk 2: First Person-Ansicht damit bestätigt?
Sarzyński deutete jedoch an, dass das Team genau diese kompromisslose Linie schätzt (via Bsky.app). Sein Kommentar, dass nicht jedes Spiel für alle gemacht sein müsse, ist dabei ziemlich eindeutig. Wenn man versucht, jede Erwartung zu erfüllen, verliert man laut ihm die eigene Identität. Bereits früher hatte das Studio offengelassen, ob der Nachfolger die Perspektive beibehält. Doch mehrere Hinweise, darunter Stellenausschreibungen für First-Person-Gameplay, sprechen dafür, dass dieser Ansatz fortgeführt wird.

Die vielen Neonlichter in Night City werden wir auch im Nachfolger von Cyberpunk 2077 in der Ego-Perspektive erleben dürfen. – Bild: CD Projekt Red
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Das bedeutet: Wenn du auf dramatische Third-Person-Zwischensequenzen hoffst, stehen die Chancen aktuell eher schlecht. Stattdessen scheint CD Projekt RED weiter auf das Gefühl zu setzen, wirklich in Night City zu sein, statt nur zuzusehen. Sehr wahrscheinlich wird es für die PC-Version kurz nach Release von Cyberpunk 2 Fan-Mods geben, die die Third-Person-Ansicht „freischalten“, aber darauf hoffen solltest du nicht so schnell.
Die Cyberpunk-Welt lebt stark von Atmosphäre. Neonlichter, enge Gassen, Gespräche aus nächster Nähe, die Geräusche der Stadt direkt um dich herum. All das wirkt intensiver, wenn du es aus deiner Figur heraus erlebst. Genau dieses Gefühl will das Team offenbar nicht opfern, nur um mehr filmische Inszenierung zu ermöglichen. Das heißt aber nicht, dass dein Charakter völlig unsichtbar bleibt. Schon im ersten Teil gab es Momente, in denen du dich selbst sehen konntest.
Cyberpunk 2 (intern: Projekt Orion) befindet sich derzeit bei CD Projekt RED in Entwicklung. Ein Release-Termin vor 2023 gilt jedoch als unwahrscheinlich. Das heißt es ist nicht einmal sicher ob es für die aktuelle Konsolen-Generation PS5, Xbox Series und Switch 2 überhaupt erscheinen wird. Wahrscheinlicher ist ein Release auf der PlayStation 6 und der nächsten Xbox.
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