DOOM-Soundtrack wird offiziell zum Kulturerbe
Die Library of Congress nimmt die Musik des Shooter-Klassikers von 1993 in ihre nationale Sammlung für historische Tonaufnahmen auf.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Der originale DOOM-Soundtrack hat einen besonderen Meilenstein erreicht. Die Library of Congress nimmt die Musik des Shooters von 1993 in die National Recording Registry auf. Damit wird der Soundtrack offiziell als kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutende Tonaufnahme bewahrt. Für ein Videospiel ist das eine seltene Ehre.
Die National Recording Registry wird jedes Jahr erweitert. 2026 kommen 25 neue Aufnahmen hinzu (via loc.gov). Insgesamt umfasst die Sammlung nun 700 Titel. Neben DOOM wurden dieses Jahr unter anderem Taylor Swifts „1989“, Beyoncés „Single Ladies“, Weezers „Blue Album“, die Originalaufnahme des Musicals Chicago und die historische Radioübertragung des Boxkampfs Muhammad Ali gegen Joe Frazier aufgenommen.
Warum ausgerechnet DOOM?
DOOM erschien 1993 für MS-DOS und gilt bis heute als eines der wichtigsten Spiele der Shooter-Geschichte. Doch nicht nur Technik, Leveldesign und Tempo machten das Spiel berühmt. Ein großer Teil der Wirkung kam aus der Musik. Komponist Bobby Prince lieferte einen Soundtrack, der Heavy-Metal-Energie, MIDI-Technik und düstere Atmosphäre miteinander verband.
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Die Library of Congress hebt hervor, dass DOOM mit seinem Sound eine neue Energie auf PC-Systeme brachte und den First-Person-Shooter entscheidend mitprägte. Der Soundtrack half dabei, dem Spiel seine aggressive, schnelle und kompromisslose Identität zu geben. Genau diese Mischung machte DOOM für eine ganze Generation unvergesslich.
Metal, MIDI und technische Grenzen
Besonders spannend ist, wie viel Bobby Prince aus der damaligen Technik herausholte. PC-Soundkarten der frühen 90er waren stark limitiert. Trotzdem gelang es ihm, Riffs und Rhythmen zu schreiben, die sich deutlich größer anfühlten, als die Hardware eigentlich erlaubte. PCGamer.com verweist darauf, dass Prince sich von Bands wie Metallica, Pantera und Alice in Chains inspirieren ließ.
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Die Musik war mehr als nur Hintergrund. Sie trieb die Action an, verstärkte das Tempo und machte die Dämonenjagd zu einem Klanggewitter. Viele Spieler verbinden DOOM bis heute sofort mit diesen MIDI-Riffs. Genau deshalb wirkt die Aufnahme in die Registry wie eine offizielle Anerkennung dessen, was Gaming-Musik längst ist: ein Teil moderner Popkultur.
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Videospielmusik wird ernster genommen
DOOM ist übrigens nicht der erste Videospiel-Soundtrack in der National Recording Registry. Früher wurden bereits das Super Mario Bros. Theme von Koji Kondo und Minecraft: Volume Alpha von C418 aufgenommen. Mit DOOM kommt nun ein weiterer völlig anderer Klang dazu: nicht verspielt oder meditativ, sondern laut, aggressiv und direkt.
Dass ausgerechnet DOOM nun „bewahrt“ wird, fühlt sich passend an. Der Shooter hat die Branche verändert und sein Soundtrack war ein wichtiger Teil davon. Ohne diese Musik hätte der Ego-Shooter von 1993 nicht dieselbe Wucht. Die Riffs, die Drums, die düstere Stimmung: Alles trug dazu bei, dass sich das Spiel gefährlich, schnell und rebellisch anfühlte.
Für uns ist die Aufnahme in die Library of Congress deshalb mehr als eine nette Randnotiz. Es ist ein Zeichen dafür, dass Spielekultur endgültig im kulturellen Mainstream angekommen ist.
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