Nach Cyberpunk 2077 macht CD Projekt bei The Witcher 4 jetzt eine Sache komplett anders
The Witcher 4 läuft schon während der Entwicklung auf PC, PS5/Pro und Xbox Series X/S. CD Projekt RED will einen alten Fehler nicht wiederholen.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Der problematische Start von Cyberpunk 2077 ist mittlerweile fast sechs Jahre her und in die Geschichte eingegangen. Bei CD Projekt RED hat er trotzdem nachhaltig verändert, wie neue Spiele entwickelt werden. Das zeigt sich jetzt besonders deutlich bei The Witcher 4.
Das neue Rollenspiel läuft nämlich bereits während der laufenden Entwicklung auf sämtlichen aktuell anvisierten Plattformen. CD Projekt RED’s Co CEO Michał Nowakowski erklärte gegenüber Game Developer, dass The Witcher 4 derzeit auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X gestartet werden könne. „Sie können es auf dem PC starten. Oder auf der PS5. Sie können es auf der Xbox Series X starten, und es wird laufen“, so Nowakowski.
Das klingt zunächst selbstverständlich. Für CD Projekt RED ist es aber eine ziemlich wichtige Änderung.
Cyberpunk 2077 wurde vor allem für den PC entwickelt
Bei Cyberpunk 2077 lief die Entwicklung laut Nowakowski wesentlich stärker vom PC aus. Das Studio wollte technisch und grafisch möglichst weit gehen und ging davon aus, dass sich das Ergebnis später vergleichsweise problemlos auf die Konsolen herunterbrechen lassen würde. Genau diese Annahme stellte sich als Fehler heraus. Besonders die Versionen für PlayStation 4 und Xbox One hatten zum Release mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen. Sony nahm Cyberpunk 2077 kurz nach dem Start im Dezember 2020 sogar vorübergehend aus dem PlayStation Store.
Nowakowski räumt ein, dass CD Projekt RED bereits bei The Witcher 3 ähnliche Herausforderungen erlebt hatte, damals aber teilweise schlicht Glück gehabt habe. Bei Cyberpunk 2077 funktionierte diese Vorgehensweise nicht mehr.
Bei The Witcher 4 will das Studio deshalb nichts mehr dem Zufall überlassen. Wenn eine Version auf einer Plattform Probleme verursacht, soll die Entwicklung nicht einfach mit dem Gedanken weitergehen, dass man sich später darum kümmern könne. Stattdessen wird angehalten und das Problem behoben.

Kein Release-Desaster für The Witcher 4. CD Projekt RED arbeitet akribisch jedes Problem im Spiel ab. – Bild: CD Project RED
The Witcher 4 soll technische Probleme früher sichtbar machen
Auch die internen Meilensteine wurden entsprechend angepasst. Nowakowski beschreibt das vereinfacht mit einer Checkliste:
Früher, wenn wir ein oder zwei verpasst hatten, dachten wir: ‚Das holen wir später nach.‘ Manchmal haben wir es geschafft, manchmal nicht, und dann, zwei oder drei Meilensteine später, fehlen plötzlich vier oder fünf Häkchen, und es ist gar nicht so einfach.
Für dich bedeutet das natürlich noch lange nicht, dass The Witcher 4 garantiert ohne technische Probleme erscheinen wird. Ein Spiel dieser Größenordnung bleibt bis zum Release eine enorme Entwicklungsaufgabe.
Die Aussage zeigt aber, dass CD Projekt RED eine der wichtigsten Lektionen aus Cyberpunk 2077 tatsächlich in den Produktionsprozess eingebaut hat. Statt zuerst eine möglichst beeindruckende PC Version zu entwickeln und Konsolen später anzupassen, sollen PC, PlayStation und Xbox von Anfang an gemeinsam berücksichtigt werden.
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Und nach dem Cyberpunk-Desaster zum Launch ist das wahrscheinlich eine der beruhigendsten Nachrichten, die man über die Entwicklung von The Witcher 4 hören kann.
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