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Artikel von Markus Bauer +
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Kaum ein Spiel steht seit Jahren so sehr für Geduld, Erwartungen und offene Fragen wie The Elder Scrolls 6. Seit der Ankündigung im Jahr 2018 warten Fans auf echte Neuigkeiten. Jetzt sorgt ausgerechnet die jüngste Entlassungswelle bei Xbox für neue Sorgen rund um Bethesdas Mammut-Rollenspiel.

Laut einem Bericht von IGN.com haben mehrere Mitarbeiter von Bethesda Game Studios anonym über die Folgen der Xbox-Kürzungen gesprochen. Demnach könnte TES6 durch die Entlassungen weiter verzögert werden. Auch die Angst vor zusätzlichem Crunch und dem Einsatz günstigerer Vertragskräfte soll intern ein Thema sein.

Besonders bitter: Laut dem Bericht soll Bethesda ohnehin bereits knapp geplant haben. Nun sollen wichtige Entwickler aus unterschiedlichen Bereichen betroffen sein, darunter Programmierer, Künstler und Designer. Ein Mitarbeiter soll sogar seit der Zeit von The Elder Scrolls 3: Morrowind bei Bethesda gewesen sein. Genau dieses Wissen lässt sich nicht einfach ersetzen.

Xbox will schneller liefern, aber Bethesda verliert offenbar Erfahrung

Das macht die Situation so brisant. Microsoft und Xbox stehen seit Monaten unter Druck, große Marken schneller und profitabler auf den Markt zu bringen. Genau dafür braucht es aber stabile Teams. Wenn ausgerechnet bei Bethesda Personal wegfällt, während The Elder Scrolls 6 eines der wichtigsten kommenden Xbox-Spiele ist, wirkt das wie ein gefährlicher Widerspruch.

Rund 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sukzessive bei den Xbox-Entwicklerteams entlassen. Zusätzlich wurden Studios ausgegliedert oder verkauftweitere sind noch ungewiss. Für Fans klingt das nicht nach einem ruhigen Umfeld für eines der größten Rollenspiele der kommenden Jahre. Ein weiteres Problem ist Bethesdas eigene Engine, die u.a. zuletzt für Starfield benutzt wurde. Neue Mitarbeiter oder externe Kräfte müssten sich erst in interne Werkzeuge und Abläufe einarbeiten. Genau das kann bei einem riesigen Open-World-Rollenspiel Zeit kosten. Mehr Personal auf dem Papier bedeutet also nicht automatisch schnellere Entwicklung.

Hier zur Erinnerung der Ankündigungs-Teaser aus dem Jahr 2018 (!), also vor 8 Jahren. Mittlerweile mit 20 Millionen Aufrufen und mehr als 108.000 Kommentaren… Darunter nette Worte wie: „Herzlichen Glückwunsch an alle zum fast 8-jährigen Jubiläum!“

The Elder Scrolls 6: Fans verlieren langsam die Geduld

In der Diskussion auf Reddit in Bezug auf den IGN-Artikel reagieren viele Fans entsprechend genervt. Der Tenor ist klar: Nach all den Jahren klingt jede mögliche Verzögerung wie ein weiterer Schlag. Einige Nutzer scherzen bereits, dass zwischen Skyrim und The Elder Scrolls 6 bald zwei komplette Konsolengenerationen liegen könnten.

Offiziell hat Bethesda weiterhin keinen Release-Termin für The Elder Scrolls 6 genannt. Genau deshalb ist auch schwer zu sagen, ob sich das Spiel wirklich verschiebt. Die Sorge der Mitarbeiter zeigt aber, wie empfindlich ein Projekt dieser Größe auf interne Einschnitte reagieren kann. Für Xbox wäre ein schwächeres oder späteres TES6 ein massives Problem. Nach Starfield erwartet ein großer Teil der Community nicht nur ein gutes Rollenspiel, sondern eine klare Rückkehr zu alter Bethesda-Stärke. Der Druck ist enorm. Und genau deshalb fühlt sich diese Entwicklung so heikel an.

Am Ende bleibt die große Frage: Kann Bethesda unter diesen Bedingungen wirklich das Rollenspiel liefern, auf das Fans seit über einem Jahrzehnt warten? Oder wird The Elder Scrolls 6 zum nächsten Beispiel dafür, wie gefährlich Sparmaßnahmen bei kreativen Großprojekten werden können? Wir werden es sehen. Aber nicht so bald. Angeblich dauert die Entwicklung von rund 2 bis 3 Jahre.

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