Marvel’s Blade: Neuer Chef bei Arkane Studios wirft Fragen zur Xbox-Zukunft auf
MachineGames-Mitgründer Jerk Gustafsson wurde offenbar zum Präsidenten von Arkane Studios ernannt. Das passiert mitten in Microsofts großem Xbox-Umbau.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Bei Arkane Studios gibt es offenbar eine wichtige Veränderung an der Spitze. Laut französischen Unternehmensdaten von Pappers wurde Jerk Gustafsson, Mitgründer von MachineGames, zum neuen Präsidenten von Arkane Studios ernannt. Der Wechsel soll am 30. Juni 2026 erfolgt sein. Gleichzeitig trat der bisherige Präsident Leonard Bendel zurück.
Diese Personalentscheidung fällt mitten in eine heikle Phase für Xbox. Microsoft strukturiert seine Gaming-Sparte derzeit um, mehrere Projekte stehen unter Beobachtung und zuletzt gab es immer wieder Berichte über Kürzungen, eingestellte Spiele und mögliche Studio-Veränderungen. Besonders spannend ist der Zeitpunkt wegen Marvel’s Blade. Das Spiel wird bei Arkane Lyon entwickelt und wurde 2023 bei den Game Awards mit einem Cinematic-Trailer angekündigt. Seitdem gab es aber kaum neue offizielle Informationen. Genau deshalb sorgt jeder Hinweis auf Veränderungen beim Entwicklerstudio sofort für Spekulationen.
MachineGames und Arkane rücken näher zusammen
Jerk Gustafsson ist kein Unbekannter innerhalb der Xbox-Studios. Er war Mitgründer von MachineGames, dem Studio hinter den modernen Wolfenstein-Spielen und Indiana Jones and the Great Circle. Dass ausgerechnet er nun bei Arkane Studios eine Führungsrolle übernimmt, wirkt deshalb nicht wie eine zufällige Personalie. Arkane und MachineGames haben bereits früher zusammengearbeitet, so abwegig ist der Personalwechsel also nicht. Arkane war an Wolfenstein: Youngblood beteiligt und unterstützte MachineGames auch bei Indiana Jones and the Great Circle. Umgekehrt soll MachineGames zusätzliche 3D- und Umgebungsarbeiten für Deathloop geliefert haben.
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Das könnte bedeuten, dass Microsoft die beiden Teams organisatorisch enger verzahnen möchte. Offiziell bestätigt ist eine Fusion oder Zusammenlegung aber nicht. Genau hier muss man vorsichtig bleiben: Die Ernennung eines neuen Präsidenten ist belegt, eine größere Umstrukturierung lässt sich daraus nur ableiten, nicht beweisen.
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Was bedeutet das für Marvel’s Blade?
Die große Frage lautet natürlich: Was passiert mit Marvel’s Blade? Das Actionspiel wurde als neues Arkane-Projekt angekündigt und spielt in einer Quarantänezone in Paris. Viel mehr ist offiziell noch nicht bekannt. Kein Gameplay, kein Release-Zeitraum, keine Plattformdetails. Angeblich soll es bereits 2027 erscheinen und in der Entwicklung recht weit fortgeschritten sein.
Arkane ist für Xbox ein spezieller Fall. Das Studio hat mit Spielen wie Dishonored, Prey und Deathloop einen starken Ruf aufgebaut. Gleichzeitig wurde Redfall für Microsoft zu einem großen Problem. Das Spiel erschien 2023 in einem schwachen Zustand und beschädigte das Vertrauen in Arkane deutlich. Noch härter wurde es 2024, als Microsoft Arkane Austin schloss. Übrig blieb Arkane Lyon, also genau das Team, das an Marvel’s Blade arbeitet.
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Das macht Blade noch wichtiger. Für Arkane ist es die Chance, den eigenen Ruf wieder zu stärken. Für Xbox ist es ein Marvel-Projekt mit großem Namen. Für Microsoft ist es aber offenbar auch ein teures Spiel in einer Zeit, in der jedes große Projekt genauer geprüft wird.
Im besten Fall hilft Gustafsson dabei, Marvel’s Blade sauber fertigzustellen. Im schlechtesten Fall zeigt der Wechsel, wie stark Microsoft inzwischen in die Struktur seiner Studios eingreift.
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