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Artikel von Markus Bauer +
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Bei Halo geht es aktuell Schlag auf Schlag. Gerade erst sorgt Halo: Campaign Evolved für Gesprächsstoff, weil das Remake nicht nur für Xbox Series X/S und PC, sondern erstmals auch für die PlayStation 5 erscheinen soll. Gleichzeitig brodelt es hinter den Kulissen weiter. Ein bislang unangekündigtes Halo-Multiplayer-Projekt soll nämlich eingestellt worden sein.

Diesmal handelt es sich um Project Ekur. Der Codename war bereits zuvor durch den Halo-Insider und YouTuber Rebs Gaming aufgetaucht. Nun berichtet derselbe Insider, dass das Projekt nicht mehr aktiv entwickelt werde. Offiziell bestätigt ist die Einstellung nicht. Microsoft und Halo Studios haben Project Ekur nie offiziell angekündigt. Genau deshalb muss man die Meldung vorsichtig einordnen. Trotzdem ist sie spannend, weil sie viel über die aktuelle Lage von Halo verrät.

Was war Project Ekur?

Laut Rebs Gaming sollte Project Ekur ein neues Halo-Multiplayer-Spiel werden. Ursprünglich soll das Projekt von Certain Affinity prototypisiert worden sein, bevor die Entwicklung später zu Halo Studios wechselte. Rebs Gaming hatte bereits früher berichtet, dass Ekur eines von mehreren Halo-Projekten gewesen sei, die intern in Arbeit waren.

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Besonders interessant: Project Ekur wurde offenbar nicht als kleines Nebenprojekt verstanden. Halo Studios soll laut den neuen Aussagen einen großen Teil des vergangenen Jahres daran gearbeitet haben. Irgendwann im Sommer soll dann aber zumindest ein Teil des Teams auf Halo: Campaign Evolved umgezogen worden sein.

Ob genau diese Personalverschiebung der Grund für die angebliche Einstellung war, konnte Rebs Gaming bisher nicht bestätigen. Möglich wäre also, dass Project Ekur aus strategischen Gründen gestoppt wurde. Möglich wäre aber auch, dass das Projekt nur ein Teil eines größeren Multiplayer-Plans war und nicht komplett für sich allein stand.

Halo braucht dringend eine klare Multiplayer-Zukunft

Gerade deshalb trifft die Meldung einen empfindlichen Punkt. Halo war nie nur wegen seiner Kampagne groß. Der Multiplayer war über Jahre ein zentraler Grund, warum Xbox als Plattform so stark mit der Marke verbunden wurde. LAN-Partys, Ranglisten, Forge, Arena-Matches und Big-Team-Battle gehörten seit Halo 2 zur DNA der Reihe. Nach Halo Infinite ist diese Identität aber angeschlagen. Das Spiel hatte starke Grundlagen, kämpfte aber lange mit fehlenden Inhalten, langsamen Updates, kaputten Matchmaking und hohen Erwartungen. Viele Fans warten deshalb auf ein klares Zeichen, wie Halo Studios die Multiplayer-Zukunft der Reihe aufstellen will.

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Wenn Project Ekur tatsächlich gestrichen wurde, wirkt die Lage noch unsicherer. Denn dann stellt sich die Frage: Arbeitet Halo Studios an einem anderen Multiplayer-Spiel? Wird ein klassischer Halo-Multiplayer zurückkehren? Oder setzt Microsoft stärker auf Live-Service-Strukturen, die sich an Fortnite, Destiny 2 und anderen dauerhaften Plattformen orientieren?

Halo: Campaign Evolved wird dadurch noch wichtiger

Die angebliche Einstellung von Project Ekur macht Halo: Campaign Evolved noch wichtiger. Das Remake soll Halo wieder sichtbarer machen, neue Spieler erreichen und durch den PS5-Release erstmals auch ein komplett neues Publikum ansprechen. Aber ein starkes Kampagnen-Remake löst nicht automatisch Halos Multiplayer-Frage. Wenn Microsoft die Marke langfristig stärken will, braucht es mehr als Nostalgie.

Halo braucht eine klare Online-Zukunft, die alte Fans abholt und neue Spieler nicht sofort abschreckt. Genau hier liegt die Herausforderung. Ein zu klassischer Multiplayer könnte modernem Live-Service-Druck nicht genügen. Ein zu stark auf Live-Service getrimmtes Halo könnte dagegen die Fans verlieren, die sich wieder nach Arena, Skill, Kartenkontrolle und klarer „Halo-DNA“ sehnen.

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