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Artikel von Markus Bauer +
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Electronic Arts ist seit dem 04. August 2026 offiziell nicht mehr an der Börse. Nur wenige Stunden nach dem Abschluss der 55 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme sorgt nun eine andere Zahl für Unruhe: EA will seine jährlichen Kosten offenbar um bis zu 700 Millionen US-Dollar drücken.

Rund 170 Millionen US-Dollar davon entfallen auf sogenannte „organisatorische Effizienzsteigerungen“. Bloomberg-Journalist Jason Schreier übersetzt diesen trockenen Finanzbegriff ziemlich deutlich: Er rechnet mit umfangreichen Entlassungen.

Die Zahlen stammen aus einem Bericht von Bloomberg vom 23. März 2026. Damals versuchte das Käuferkonsortium, mögliche Kreditgeber von der Finanzierung der Übernahme zu überzeugen.

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Nachdem der Deal nun tatsächlich abgeschlossen ist, holte Schreier die Zahlen wieder hervor. In seinem Beitrag auf Bluesky schreibt er, dass EA jährlich rund 1,5 Milliarden US-Dollar vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwirtschaftet. Gleichzeitig stellte der Publisher seinen Geldgebern Einsparungen von bis zu 700 Millionen US-Dollar pro Jahr in Aussicht.

„Organisatorische Effizienzsteigerungen“ kann vieles heißen: Abteilungen zusammenlegen, externe Aufträge streichen, Standorte schließen, freie Stellen nicht mehr besetzen oder Beschäftigte entlassen. Schreier hält größere Kündigungswellen offenbar für kaum vermeidbar.

Offiziell bestätigt hat EA neue Entlassungen bislang nicht. Das Sparziel selbst soll laut Bloomberg allerdings bereits Teil der Gespräche mit den Investoren gewesen sein.

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EA übernimmt rund 18 Milliarden Dollar Schulden

Ein Konsortium aus dem saudischen Staatsfonds Public Investment Fund, Silver Lake und Affinity Partners übernahm Electronic Arts für rund 55 Milliarden US-Dollar.

Das Geld kam jedoch nicht ausschließlich von den neuen Eigentümern. Nach den ursprünglich veröffentlichten Unterlagen waren rund 36 Milliarden US-Dollar Eigenkapital vorgesehen. Weitere 20 Milliarden US-Dollar sicherten Banken über Kreditzusagen ab. Beim Abschluss des Deals sollten davon ungefähr 18 Milliarden US-Dollar abgerufen werden.

Diese Schulden trägt nun EA. Und sie verschwinden nicht von selbst.

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Der Konzern muss sie über Jahre bedienen – mit höheren Einnahmen, stärkerem Wachstum oder niedrigeren Ausgaben. Das angekündigte Sparprogramm dürfte deshalb kein freiwilliger Frühjahrsputz sein.

Auch wenn ein Spiel, wie hier Battlefield 6, erfolgreich ist, heißt es nicht, dass das Entwicklerteam vollständig bleibt. - Bild: EA

Auch wenn ein Spiel, wie hier Battlefield 6, erfolgreich ist, heißt es nicht, dass das Entwicklerteam vollständig bleibt. – Bild: EA

EA hat bereits mehrfach Stellen gestrichen

Dass Beschäftigte nun unruhig werden, überrascht nicht. Electronic Arts hat seine Belegschaft in den vergangenen Jahren bereits mehrfach verkleinert.

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2024 kündigte der Publisher den Abbau von rund 670 Arbeitsplätzen an. Ein Jahr später trafen weitere Kürzungen unter anderem Respawn Entertainment und Codemasters.

Gleichzeitig strich EA mehrere Projekte. Dazu gehörten ein Shooter aus dem Titanfall-Universum und das bei Cliffhanger Games entwickelte „Black Panther“-Spiel.

Im März 2026 folgten Entlassungen bei den vier an Battlefield 6 beteiligten Studios DICE, Criterion, Ripple Effect und Motive. Das geschah, obwohl Battlefield 6 zum erfolgreichsten Spiel des Jahres 2025 gehörte und innerhalb von drei Tagen mehr als sieben Millionen Exemplare verkauft haben soll.

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Ein erfolgreicher Launch schützt Entwickler also längst nicht mehr automatisch. Am Ende zählt für den Konzern vor allem, ob ein Spiel, ein Studio oder ein Team in die langfristigen Rendite- und Wachstumsziele passt.

Und nach einer Übernahme mit Milliardenkrediten dürfte dieser Druck noch einmal deutlich steigen.

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