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Serien-Kritik zu Game of Thrones Staffel 8 – Episode 3: Action-Feuerwerk!

Eine große Schlacht wurde für Staffel 8 angeteasert. Die Schlacht im Norden. Vor den Toren Winterfells. Lebende gegen Tote. Feuer gegen Eis.

Und was haben wir bekommen? Eigentlich genau das, was man erwartet hat. Lest in unserer dritten Serien-Kritik zu Game of Thrones Staffel 8 alles, was uns aufgefallen ist. Was uns gestört hat und wie es weiter geht.

Wer noch nicht die Kritiken zu Episode 1 und Episode 2 gelesen hat, dem sei gesagt: Achtung! In diesem Artikel wimmelt es nur so voll Spoilern. Immerhin wird die bereits dritte – und bisher längste – Episode der achten Staffel auseinandergenommen.

“The Long Night”

Bereits der Titel sagt eigentlich schon viel über die dritte Episode aus. Immerhin ist es die ganze Zeit Nacht, was den Spezial-Effekten jedoch keinen Abstrich macht. Im Gegenteil, wir sehen das Feuer und das Eis, wie es am Bildschirm miteinander spielt und schließlich aufeinanderkracht. Noch bevor die Schlacht wirklich losgeht werden noch die letzten Vorbereitungen getroffen, für die große Schlacht von Winterfell. Wir sehen Samwell Tarly auf dem Weg zur Frontlinie. Seine Hände zittern, er ist sichtlich nervös. Die Truppen der Unbefleckten marschieren und Menschen, die nicht kämpfen, gehen in die Krypta.

Die erste Reihe ist prominent gefüllt. Immerhin stehen Brienne, Jaime, Podtrick, Tormund auf der linken Flanke, während Jorah und Geist (der Wolf von Aegon Targaryen/Jon Schnee) neben den Dothraki die Front bilden. Alles wartet in der Dunkelheit auf die Schlacht. Plötzlich reitet eine einzelne Gestalt durch die Nacht. Es ist Melisandre. Wer hat noch daran gedacht: “Oh, wann kommt die Hexe wieder?” – Also ich nicht. Und diese sagt zu Jorah, ob sie die Sprache der Dothraki spricht. Er teilt auf Befehl von Melisandre den Reitern aus dem Osten mit, dass sie ihre Schwerter heben sollen. Sie greift nach einem Schwert eines Kriegers und spricht ein Gebet, welches alle Schwerter der Dothraki entflammen lässt. Ein sensationelles “Bildereignis”. Fast schon wie bei einem Fackelzug.

Geist, der Riesen-Wolf von Jon Schnee, bekommt wieder etwas Bildzeit – (C) HBO

Melisandre reitet auf die Festung zu und gerade Ser Davos gibt den Befehl die Tore zu öffnen. Er wäre bereit sie – für ihr bisheriges Handeln, inklusive der Aufopferung der Baratheon-Tochter, die er mochte – zu hängen. Doch Melisandre gibt ihm zu verstehen, dass sie die Nacht nicht überleben werde. Es gibt keinen Grund sie zu hängen.

Die Dothraki in erster Reihe

Statt auf den Angriff der Toten zu warten reiten die Dothraki mit Jorah und Geist los. Niemand in und vor der Festung kann erkennen, was genau passiert. Man sieht nur von der Weite eine Bildeinstellung wie immer mehr Lichter ausgehen. Einige Reiter kommen ohne Pferd zurück und schließlich auch Jorah. Geist hat es anscheinend nicht geschafft. Aber wie so oft beim Riesenwolf von Jon weiß man nicht, ob man ihn wiedersehen wird. Daenerys und Jon verfolgen das Geschehen in sicherer Entfernung mit ihren Drachen. Doch Daenerys verwirft den Plan und fliegt gen Winterfell, um einen Feuersturm loszutreten.

Daenerys und Jon/Aegon beobachten das Geschehen aus sicherer Entfernung- (C) HBO

Die Armee der Wiedergänger prallt auf die Unbefleckten ein. Die Toten türmen sich übereinander und alles sieht nach einem schnellen Sieg für jene aus. Doch die Unbefleckten und die Männer des Nordens kämpfen. Daenerys und Jon dünnen die Reihen der Toten aus, bis Jon die weißen Wanderer erblickt und auf jene zufliegt. Doch ein Schneesturm kommt ihn in die Quere und das Eis baut sich seine Mauer in der Luft.

Die Schlacht nimmt ihren Lauf. Man sieht einige Nebencharaktere sterben, wie Edd, der im vorherigen Moment noch Samwell Tarly gerettet hat. Es bleibt nichts mehr anderes übrig als ein “geordneter” Rückzug in die Festung. Während die Kämpfer des Nordens und der Wildlinge zurücklaufen, schützen sie die Unbefleckten dabei. Grauer Wurm opfert mehr oder weniger seine ganze Armee. Er zögert leicht, als er den Holz-Wall, der mit Drachenglas ausgeschmückt ist, schließt. Er gibt den Befehl den Wall in Flammen zu setzen, doch im Schneesturm sieht keiner der beiden Drachenreiter, Jon und Daenerys, das Zeichen. Und so wird die “Feuermacherin” Melisandre mit Geleitschutz zu den Gräben gebracht. Gerade noch rechtzeitig kann sie diesen entzünden. Die Untoten bleiben daraufhin regungslos stehen.

Ein wenig Dialog, aber nicht viel

Wie schon eingangs erwähnt wird in Game of Thrones Staffel 8 – Episode 3 sehr wenig gesprochen, dafür mehr die Schwerter geschwungen. In der Krypta beweist Varys einiges an Humor, als er meint “sie seien wenigstens schon in einer Krypta”. Tyrion möchte am liebsten nach draußen, um die Kämpfer zu unterstützen. Immerhin hat er auch schon in anderen Schlachten das “nötige Detail” erkannt. Doch es gibt nichts war er tun könnte, gibt ihm Sansa zu verstehen.

Im Götterhain entschuldigt sich Theon bei Bran. Doch der dreiäugige Rabe hat ihm schon längst vergeben. Und genauso wie Jaime sagt er zum Eisenmann: “All deine Taten haben dich hierher gebracht.” Er fügt jedoch den Zusatz hinzu: “Nach Hause.” Anschließend dreht Bran die Augen um und man sieht Raben über das Schlachtfeld fliegen, dazwischen Drachen die Feuer gegen die Toten spucken. Er hat einen Plan: Finde den Nachtkönig. Und das tut er auch. Der Anführer der Toten-Armee ist gerade dabei “neue Befehle” zu erteilen, nämlich Brücken von Toten über den Feuer-Wall zu erstellen. Die toten Körper bilden eine Barriere und so stürmt die Armee weiter zu gen Winterfell, zu den Mauern.

Arya die Super-Kämpferin im Kampf – (C) HBO

Dabei sieht man die Kampfkünste von Arya Stark, welche auch dem Blut-Hund wieder Mut macht. Das Tor von Winterfell wird von einem Riesen durchbrochen, jedoch nicht so “sanft” wie in Episode 9 der sechsten Staffel, Schlacht der Bastarde, sondern sehr rasch. Dabei wird Lyanna Mormont, das sympatischte Mädchen mit Macht im Norden, weggeschleudert. Sie schafft es sich aufzurichten und möchte den Riesen-Toten angreifen. Dieser packt und zerdrückt sie, doch Lyanna schafft es noch, ihm einen Drachenglas-Dolch ins noch bestehende Auge zu rammen. Er wird getötet. Ein “würdiger” Abgang für die junge Chefin der Bäreninsel.

Der Weg von Arya

Die Assassinen Arya schleicht sich durch die Bibliothek von Winterfell, die voll ist mit Untoten. Als sie eine kurze Verschnaufpause einlegen möchte, kommen Tote von allen Richtungen. Beric (der mit dem Feuer-Schwert) und der Blut-Hund kommen zur Hilfe. Die drei treffen in einem leeren Raum auf Melisandre und Beric stirbt, nachdem er zigfach durchlöchert wurde. Sie meint, dass der Herr des Lichts Beric genau für diesen einen Grund, nämlich Arya sicheres Geleit zu geben, immer wieder (19 Mal) zurückgebracht hat. Arya erinnert sich an die Prophezeiung von Melisandre, dass sie sich wiedersehen würden. Die rote Priesterin sagte voraus, dass Arya viele Augen schließen würde. “Braune Augen, grüne Augen und blaue Augen.”

Was sagen wir zum Gott des Todes? – Nicht heute!

Daenerys und Jon haben auf dem Rücken ihrer Drachen den Nachtkönig auf Viserion aufgespürt. Es folgt ein Kampf am Himmel von Winterfell. Dabei fällt der Anführer der Toten zu Boden und bekommt eine “Feuerdusche”. Doch diese übersteht er und bevor er mit seinem Speer Daenerys oder ihren Drachen tritt, fliegt diese fort.

Feuer? Pff…. Interessiert mich nicht. – (C) HBO

Doch Jon ist ebenfalls auf den Boden gestürzt und hat seinen Drachen aus den Augen verloren. Er zieht sein Schwert und läuft dem Nachtkönig hinterher. Doch dieser hat bemerkt, dass jemand hinter ihm ist. Er hebt seine Hände und alle Toten werden wieder zu Leben erweckt, auch alle Gefallenen der Verteidiger Winterfells und der Welt der Lebenden.

Jetzt stehen die schon wieder auf … – (C) HBO

In dieser Situation meint man natürlich: Okay, jetzt ist alles aus. Immerhin kann man diesen Kampf nicht gewinnen. Wenn man die Armee der Toten besiegt, wird sie einfach wieder aufgeweckt. Und so weiter.

Als wäre das nicht genug Dramatik, dass der rechtmäßige König von Westeroes am Boden alleine gegen eine Armee kämpfen muss, wird auch noch Daenerys Drachen mit Wiedergängern in die Zange genommen und auch sie landet im Schnee. Doch sie bleibt nicht lange alleine, ihr treuer Begleiter Ser Jorah kommt zur Hilfe, nachdem er das Drachen-Geschrei vor dem Hof vernommen hat.

In der Krypta bemerkt auch Goldy, dass die toten Starks wiederauferstanden sind. Die Ahnen der Starks beginnen die Frauen und Kinder zu töten. Sansa und Tyrion verstecken sich hinter einem Grab, dabei küsst der Lannister die Hand der Stark-Lady und beide ziehen ihre Dolche.

Ein Musikvideo zum Abschied

Mit epischer Musik ummalt sieht man Jon der den Innenhof seiner Festung erreicht. Dort sieht er – wie bei den Avengers – Helden wie Brienne, Grauer Wurm, Tormund und Co. beim Kampf.

Jon Schnee alleine im Kampf – (C) HBO

Derweilen beginnt der Kampf im Götterhain. Theon und seine Männer dürfen jetzt keine Pfeile verschwenden, jeder Schuß muss sitzen. So die Theorie. Doch während Bran noch immer “wargt” werden die Eisenmänner überrollt. Bis nur mehr Theon vor Bran steht. Alle Männer sind tot und Bran meint zum letzten Eisenmann: “Theon, du bist ein guter Mensch.” Daraufhin stürmt er gegen den Nachtkönig, welcher mit seinen weißen Wanderern vor Bran steht. Der eisige Bösewicht rammt jedoch Theons Speer in ihn selbst rein und dieser stirbt. Man sieht eine Perspektive des Nachtkönigs von unten, wobei seine Augen in wirklich schlechtem CGI gemacht wurden. Aber das war auch schon der einzige Bildfehler, der mir beim dritten Mal aufgefallen ist.

Der Nachtkönig steht vor Bran

Zumindest hat der Plan doch teilweise funktioniert. Der Nachtkönig steht vor Bran, doch sonst sind fast alle tot. Es vergehen Sekunden, das Bild wird in Zeitlupe gezeigt. In der nächsten Einstellung sieht man einen weißen Wanderer, der einen Windstoß von hinten bekommt. Aus dem nichts. Als hätte sie einen 20m-Sprung gemacht, kommt Arya hervor und möchte den Nachtkönig einen Dolch verpassen. Doch dieser dreht sich um und fängt sie ab. Dann lässt Arya den Dolch fallen und fängt ihm mit der anderen Hand auf und rammt ihn zwischen der Rüstung hindurch. Er zersplittert, genauso die weißen Wanderer und alle Toten fallen zu Boden.

Aus dem Nachtkönig wird Crash-Eis. Arya Stark erfüllt ihre Bestimmung – (C) HBO

Vor den Mauern von Winterfell weint Daenerys um Ser Jorah, der im Kampf gefallen ist. Drogon, ihr Drache, landet über den beiden. Einstweilen beobachtet Ser Davos, wie Melisandre die Festung verlässt. Dabei lässt sie nach einigen Metern ihre Halskette fallen. Sie altert in Sekunden, bricht im Schnee zusammen und zerfällt zu Staub. Wie alt war die Frau also wirklich?

Fazit

Wenn Bran alles voraussieht, warum hat er dann fast alle geopfert? 8000 Reiter, 7000 Speere, 500 Wildlinge, 2000 Nordmänner und ein Riesen-Wolf sind tot. Nur um den Nachtkönig zu besiegen. Und was ist jetzt mit Cersai? Immerhin hat die Besetzerin des eisernen Thrones 20.000 neue Soldaten bekommen und eine größere Festung. Das Preview-Video zu Episode 4 lässt zumindest erahnen, dass doch mehr überlebt haben, als man in Episode 3 vermutet. Doch wo haben sich die alle versteckt? Man sieht immer nur die selben “Avenger” kämpfen. Sorry, aber den Begriff muss man nehmen, weil einige anscheinend unsterblich sind und der Rest draufgeht wie eine Schneeflocke bei Feuer.

Was der Episode keiner nehmen kann: Sie hat den Titel “beste Schlacht in einer Fernsehserie” sicherlich verdient. Sie war toll, sie war actionreich und man kann sich viele Szenen immer wieder ansehen. Doch eine “größere Schlacht als in Herr der Ringe”, wie versprochen? Ich weiß nicht, die war doch etwas größer.

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