Palworld: Indie-Entwickler ignorierte eigenes Budget – Eine Milliarde Yen für Spieleentwicklung
Die Spielebranche ist bekannt für hohe Kosten, aber normalerweise halten sich Entwickler an Budgets. Pocket Pair ging einen anderen Weg.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Große Videospiel-Titel können Hunderte von Millionen Dollar verschlingen. Das umfasst Kosten für Grafiken, Sound, Marketing und die Gehälter der Entwickler. Im Vergleich dazu kosten Indie-Spiele oft weniger, aber es gibt keine festen Regeln. Einige Indie-Spiele werden mit einem bescheidenen Budget entwickelt. So auch bei Palworld , bei dem ein Entwicklungsbudget von 1 Milliarde Yen (rund 6,22 Millionen Euro) festgelegt wurde. Doch das war Pocketpair egal.
Palworld kostete bisher „nur“ 6,22 Millionen Euro? Das ist zwar im Vergleich zu Branchenriesen wie Rockstar Games, Xbox, PlayStation, EA und Co nicht enorm, aber für ein relativ unbekanntes Indie-Studio ist es beachtlich. Bisher veröffentlichte Pocket Pair, die 2018 gegründet wurden, Craftopia. Es ist ein Sandbox-Abenteuerspiel, das Crafting, Bauen und Erkunden kombiniert. Craftopia erhielt Aufmerksamkeit für seine Vielfalt an Gameplay-Elementen. So wie Palworld erschien es im Early Access auf Steam und blieb es die letzten 4 Jahre!
Palworld wurde quasi ohne Budget entwickelt
Pocketpair-Chef Takuro Mizobe gestand via Note.com, dass er bewusst auf ein Budget verzichtete. Statt einer klaren finanziellen Grenze entschied er, so lange weiterzuarbeiten, bis das Geld ausging. Ungewöhnlich für einen Indie-Entwickler, vor allem, weil Palworld ursprünglich nicht als riesiges Projekt geplant war.
So war es ursprünglich geplant: Das Team startete mit nur 4 Entwicklern und plante, innerhalb eines Jahres ein Spiel mit 25 Kreaturen zu veröffentlichen. Doch der Erfolg des Trailers zwang sie, den Umfang zu erweitern. Mizobe stellte während der Entwicklung über 40 Mitarbeiter ein, und der zusätzliche Aufwand zahlte sich aus.
„Palworld sollte ursprünglich in einem Jahr fertiggestellt werden. Ich habe überhaupt keine Lust, einen großen Titel zu erschaffen. Ich habe keine Lust, immer wieder das Gleiche zu machen. Und egal wie man es betrachtet, die Firma Pocketpair ist nicht für die Herstellung großer Titel geeignet“, so Mizobe (übersetzt aus dem Japanischen via Google Translate).
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Mizobe behauptet, dass er das Budget komplett ignorierte und einfach weitermachte, bis das Geld knapp wurde. Er wusste nicht einmal genau, wie hoch das Budget war, schätzte jedoch, dass es etwa eine Milliarde Yen betrug. Pocketpair finanzierte Palworld mit den Einnahmen aus dem vorherigen Spiel Craftopia.

In Palworld kannst du deine Basis mit Sandsäcken schützen, um Angreifer abzuwehren. – (C) Pocketpair
Das Risiko für den Palworld-Entwickler zahlte sich aus
Die Entscheidung, ohne festes Budget zu arbeiten, mag verrückt erscheinen, aber sie führte zu einem beeindruckenden Erfolg. Palworld gewann in wenigen Tagen Millionen von Spielern. Die Entwickler wagten es, gegen den Strom zu schwimmen. Palworld wird als Beispiel dafür dienen, dass es manchmal lohnend ist, über den Tellerrand zu schauen und das Budget zu vergessen.
Palworld ist im Early Access für Xbox Series X/S, Xbox One und Steam (Windows PC) verfügbar. Eine PS5- bzw. PS4-Version dürfte länger nicht der Fall sein, da Sony eine eigene Early Access-Politik verfolgt.
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