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Metroid Dread (Switch) – Game Review

Wir sind nicht allein da draußen!

Review von
Metroid Dread - ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Warum der Titel erst jetzt nach 15 Jahren erschienen ist.
  • Die Spiellänge von Metroid Dread.
  • Die Inspirationen von Metroid.

Metroid Dread ist ein atmosphärisches Space-Horror Action-Adventure, welches von MercurySteam und Nintendo EPD entwickelt und von Nintendo am 8.10.2021 veröffentlicht worden ist. Wir haben uns für euch auf den unheimlichen Planeten ZDR begeben und trotz Angst für euch erkundet, ob der Planet sicher zu bewohnen wäre.

Warum hat der Release 15 Jahre gedauert?

15 Jahre nachdem der Metroid Dread angekündigt gewesen war, haben wir erst jetzt überraschend doch noch den Titel bekommen. Seit des ersten Metroid Titels auf dem NES im Jahre 1986, hat sich die Reihe zu einem der größten Franchise von Nintendo entwickelt. Die Fortsetzung Metroid II folgte auf dem Game Boy, sodass dessen Nachfolger Super Metroid aufgrund seiner Beliebtheit sogar in einer großen Box-Version für den SNES mündete. Danach war es lange still, bis Metroid Fusion auf dem Game Boy Advance auf den Markt erschienen ist. Im selben Jahr läutete Metroid Prime eine Trilogie der dreidimensionale Ära ein. Im Jahr 2006 wurde von einem Nachfolger von Metroid Fusion namens Metroid Dread gesprochen, von welchem man dann lange nichts mehr gehört hat. Erst durch das Remake des Game Boy Titels Metroid II, namens Metroid: Samus Returns für den Nintendo 3DS im Jahre 2017, wollte man auch wieder an einem neuen 2D Metroid Titel arbeiten. So haben wir nun das erste eigenständige Metroid Abenteuer in 2D seit Metroid Fusion im Jahr 2001 bekommen.

Metroid Dread - ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Metroid Dread – Die Kopfgeldjägerin Samus weiß sich effektiv zu wehren. – ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Furcht

Dread bedeutet übersetzt Furcht und dieser Name ist Programm. Nachdem sieben E.M.M.I. (Extraplanetary Multiform Mobile Identifiers) Roboter der Galaktischen Förderation auf den unbekannten Planeten ZDR verschwunden sind, wird die Kopfgeldjägerin Samus Aran dorthin geschickt. Auf dem Planeten angekommen begegnet sie einem Chozo Krieger welcher Samus von der Planeten Oberfläche und ihrem Schiff trennt, sie angreift, besiegt und dabei die meisten Fähigkeiten ihres Anzuges entfernt. Anschließend wird sie noch von einem neu programmierten E.M.M.I. angegriffen gegen welchen ihre Waffen nichts ausrichten können. So bleibt Samus in diesem Moment nur eine Möglichkeit zu Überleben: Flucht.

Game Over

Nachdem man beim Intro schon gemerkt hat, dass einem der Planet und seine Bewohner nicht freundlich gesinnt sind, weiß man, dass einen alles was einen begegnet töten will. Der Planet ZDR, auf dem Metroid Dread spielt, scheint das Australien des Weltalls zu sein. So können schon einzelne Gegner ein Problem darstellen. Kommen diese dann noch zu Hauf oder gar andere hinzu, wird Samus scheitern. So auch wenn man einem E.M.M.I. begegnet, gegen dessen Panzerungen Blaster nichts ausrichten können. Deshalb locken Samus’ Angriffe die Metall-Monster auf eurer Fährte. Allein schon Samus‘ Schritte können deren Sensoren wahrnehmen und sollte man einem E.M.M.I. dabei vor die Linse kommen, beginnt das Rennen gegen den pfeilschnellen und sehr wendigen Killer-Roboter auf Leben und Tod. Jede Berührung endet mit dem Game Over Bildschirm.

Metroid Dread - ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Metroid Dread – Kommt man einem E.M.M.I. zu Nahe so folgt der Game Over Bildschirm. – ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Accept your helplessness

Im Laufe von Metroid Dread lernt sich aber Samus gegen alle zu wehren. Je tiefer sie in den Planeten eindringt, desto mehr Fähigkeiten ihres Anzuges erhält Samus zurück. Fähigkeiten wie neue Angriffe, für die Gegner unsichtbar zu werden oder den altbekannten Morph Ball, der einen später sämtliche, anfangs verwehrte Bereiche erkunden lässt. Auch ihre Energieleiste und auch die Munition die Samus tragen kann, erweitert sich. Trotz immer neuer Fähigkeiten bleibt der Schwierigkeitsgrad immer Spiels sehr anspruchsvoll, sodass man viele Tode erleben muss, bis man einen Weg gefunden hat, durch welchen man im Labyrinth des Planeteninneren weiterkommt.

Die Levels sind massiv in ihrer Größe. Obwohl wir uns tief unter der Planetenoberfläche befinden, so bekommt man dennoch Abwechslung in den Höhlen wie technische Umgebungen, Wälder, Wasser, Eis und Lava zu finden. Auch bei den gewaltigen Endgegnern muss man sich erst mehrmals fressen lassen, bis man eine Strategie entwickelt hat mit welcher man das Biest bezwingen kann. Somit ist man bei Metroid Dread als Durchschnittsspieler 7 bis 9 Stunden unterhalten. Für Spieler die, die 100% holen möchten sind noch einmal 5 Stunden dazuzurechnen. Für einen 2D-Titel mehr als ausreichend.

Metroid Dread - ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Metroid Dread – Schon der erste Endgegner verlangt einige Versuche ab. – ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Das Erbe der 8-Bit Ära

Negativ fällt in Metroid Dread leider auf, dass sich das Spiel zwar merkt, wo die Gegner im letzten Raum just gestanden haben, sodass auch einen manchmal ein Schuss in den nächsten Raum verfolgen kann, sich aber trotzdem schon bezwungene Gegner wieder erscheinen. Da einzelne Gegner in Metroid Dread schon ein Problem sein können, hat das Wiederauferstehen der Gegner sehr viel Ärger zur Folge. Irgendwie wird man aber hier das Gefühl nicht los, dass dieser Umstand hier beabsichtigt ist, da man sich das ganze Spiel durch derart an den klassischen 2D-Titeln orientiert hat, in welchen das Wiedererscheinen von ausgeschalteten Gegnern gang und gäbe gewesen war.

360 Grad

Die Steuerung von Metroid Dread wird einem gleich von Anfang an deutlich erklärt. Neben der normalen Feuerkraft aus Samus‘ Arm gibt es noch die altbewährten Raketen. Später wird auch die Kanone erweitert und die Kopfgeldjägerin kann auch mit Sprüngen attackieren. Samus verfügt über eine Konterattacke und kann diesmal unter Hindernisse und sogar Gegner hindurchrutschen. Samus kann von jeder Position, mit der Möglichkeit den Arm um 360 Grad zu Schwenken, in jede Ecke schießen. Auch das Wiederspringen von einer Wand fühlt sich natürlich an und klappt auf Anhieb. Aufgrund der sich erweiterten Fähigkeiten und deren Steuerung, braucht es eine Zeit bis man sich daran gewöhnen kann.

Metroid Dread - ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Metroid Dread – Im Laufe des Spieles bekommt Samus immer mehr Fähigkeiten ihres Anzuges zurück. – ©Nintendo, Bildquelle: nintendo.at

Ästhetische Hässlichkeit

Metroid Dread besticht vor allem darin, dass der 2D-Titel in einer kompletten 3D Umgebung stattfindet, in welcher die Kamera jederzeit die Perspektive wechseln kann. Samus‘ Emotionen können problemlos ohne textliche Erklärung deutlich dargestellt werden. Auch die Physik im Spiel ist vor allem unter Wasser gelungen. Designtechnisch hat man sich übertroffen und es geschafft in einem Screen technischen Fortschritt und primitive Hässlichkeit in einer manchmal unberührten Umgebung auf einem Screen zu vereinen. Auch die Animationen sind effektiv gestaltet, indem teilweise absichtlich Frames ausgelassen werden, was uns vor dem Horror der Gegner noch mehr schaudern lässt.

Harte und sanfte Klänge

Passend zu der herrschenden Angst vor dem großen Unbekannten in einer fremden Welt, der Klaustrophobie und der Einsamkeit gegen die Samus zu kämpfen hat, bleibt ihr der, über drei Stunden lange, Soundtrack von Metroid Dread als einzig treuer Begleiter, der alle soeben genannten Eigenschaften problemlos zu vereinen weiß. Natürlich erkennen Langzeit-Fans sofort alle wieder aufgegriffenen Themen, welche es seit dem ersten Metroid gibt, wieder. Neben ambienter, schwebender Musik kann diese auch schnell zu beunruhigenden Rhythmen wechseln, sodass ein unheimlicher Soundtrack entsteht, der Spuren in den Köpfen der Hörer hinterlässt.

YouTube video

Fazit zu Metroid Dead

Dass man nun mit Metroid Dread in 2D wieder dort weiter macht, wo man vor so vielen Jahren aufgehört hat, hat uns vermutlich den ultimativen Metroid Titel hervorgebracht. Man merkt bei einer der ältesten Nintendo Marken, dass man einen Plattformer wie bei Super Mario Bros. mit der nicht-linearen Erkundung wie in The Legend of Zelda schaffen wollte. Allerdings mit Schießelementen im Fokus und einem sehr düsteren Ton gehalten. Dabei war der erste Alien Film von Ridley Scott und auch die Kunst von H.R. Giger eine große Inspiration. Diese vielen Elemente sind auch noch heute im neuesten Metroid Titel noch immer deutlich zu erkennen und sorgen für perfekten Space-Horror.

In Metroid Dread hat man alle spielerischen und technischen Möglichkeiten, die ein 2D-Titel haben kann, auf jegliche Art und Weise genutzt. Der hohe Schwierigkeitsgrad ist heutzutage seltener geworden und wirkt hier eher fordernd als frustrierend. Metroid Dread bekommt zurecht Lobeshymnen und ist jetzt schon der erfolgreichste Teil der Serie. Einer der besten Titel auf der Nintendo Switch, wenn nicht auch einer der besten, modernen 2D-Titel überhaupt.

ReviewWertung

10SCORE

Bezos und Musk haben diesen Titel nie gespielt, sonst wären beide niemals ins All gereist. Der Titel lehrt das Fürchten und fesselt einen dabei an die Nintendo Switch.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

10

Gameplay

10

Story

9

Motivation

10

Steuerung

8

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