Take-Two-Chef nennt GTA 6 für 80 Euro ein „unglaubliches Schnäppchen“
Strauss Zelnick verteidigt den höheren GTA 6-Preis. Rockstar liefere deutlich mehr Gegenwert, als Spieler dafür bezahlen.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
GTA 6 kostet zum Start 79,99 Euro, also die Standard-Edition. Für ein Videospiel ist das nicht gerade wenig. Take-Two-Chef Strauss Zelnick sieht die Sache allerdings anders: Gemessen am gebotenen Erlebnis soll Grand Theft Auto VI sogar ein „unglaubliches Schnäppchen“ sein.
Die Aussage fiel beim aktuellen Investorengespräch von Take-Two. Ein Analyst wollte wissen, warum Rockstar bei GTA 6 auf 80 Euro geht, während beispielsweise NBA 2K27 weiterhin 70 Euro kostet. Zelnicks Antwort: Take-Two wolle nicht einfach den höchstmöglichen Preis verlangen. Stattdessen müsse der Gegenwert für den Spieler deutlich höher sein als das, was er bezahlt. Das Gespräch und die aktuellen Geschäftszahlen stellt Take-Two über seine Investor-Relations-Seite bereit.
Für Zelnick ist GTA 6 dabei ein Sonderfall. Rockstar Games sei dafür bekannt, bei seinen Spielen mehr zu liefern, als Spieler erwarten. Zu sagen, Grand Theft Auto VI werde gemessen am Erlebnis ein „unglaubliches Schnäppchen“, sei laut dem CEO sogar noch untertrieben.
GTA 6 kostet offiziell 79,99 Euro
Monatelang kursierten Gerüchte, Rockstar könnte für GTA 6 erstmals 100 Dollar oder sogar noch mehr verlangen. Am Ende blieb es deutlich darunter. Die Standard Edition kostet in den USA 79,99 Euro, die Ultimate Edition 99,99 Euro. Rockstar bestätigte die Preise bereits zum Start der Vorbestellungen im Juni.
Zelnick argumentiert außerdem mit der Inflation. Der reale Preis eines großen AAA-Spiels sei heute niedriger als noch vor 20 Jahren, weil die Spielepreise mit den allgemeinen Preissteigerungen nicht Schritt gehalten hätten. Gleichzeitig seien Umfang, Produktionskosten und Entwicklungsdauer moderner Blockbuster massiv gestiegen.

Die Unterwasserwelt in Grand Theft Auto VI sieht zumindest auf diesem veröffentlichten Screenshot sensationell aus. – Bild: Rockstar Games
Nicht jedes Take-Two-Spiel soll 80 Euro kosten
Interessant ist vor allem, dass Take-Two den höheren Preis nicht automatisch zum neuen Standard machen möchte. Zelnick betonte ausdrücklich, dass das Unternehmen seine Preise weiterhin abhängig vom jeweiligen Produkt festlegen werde.
Ganz überraschend kommt das nicht. Schon im März hatte Zelnick bei einer Diskussion über Werbung in Vollpreisspielen ausgerechnet von Titeln gesprochen, die „70 oder 80 Euro“ kosten. Wir hatten damals bereits gefragt, ob er damit versehentlich den GTA 6-Preis vorweggenommen hatte. Genau so kam es schließlich.
Ob Spieler 80 Euro (oder mehr für die Ultimate) ebenfalls als Schnäppchen betrachten, lässt sich an einer Zahl zumindest erahnen. Take-Two bezeichnet die bisherigen Vorbestellungen als außergewöhnlich und innerhalb des Unternehmens sogar als beispiellos. Zelnick bremst die Euphorie trotzdem etwas. Vorbestellungen könnten storniert werden und seien noch keine tatsächlich verkauften Exemplare. Deshalb erhöhte Take-Two seine Jahresprognose trotz der enormen Nachfrage bislang nicht.
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Grand Theft Auto VI erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. Bereits am 27. August zeigt Rockstar mit „An Extended Look“ erstmals eine ausführlichere Präsentation des Spiels. Ob 79,99 Euro wirklich ein „Schnäppchen“ sind, entscheidet am Ende ohnehin jeder selbst. Bei einem Spiel, das viele Fans wahrscheinlich über Jahre spielen werden, lässt sich Zelnicks Rechnung zumindest nachvollziehen. Trotzdem sind 80 Euro erst einmal 80 Euro. Auch für Vice City.
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