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Artikel von Markus Bauer +
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Du kannst die komplette Story von GTA 6 beenden und trotzdem längst nicht alles von Leonida gesehen haben. Rockstar will Spielerinnen und Spieler bewusst nicht durch jeden Winkel seiner bislang größten Open World führen. Narrative-Chef Rupert Humphries erklärt im aktuellen Interview mit Game Informer, dass die Kampagne schlicht nicht genügend Zeit habe, dich überall hinzubringen.

Die Geschichte soll zwar einen Eindruck von möglichst vielen Orten, Kulturen und Stimmungen des fiktiven Bundesstaates vermitteln, ein beträchtlicher Teil bleibt aber der eigenen Erkundung überlassen. Das ist bei einer Spielwelt dieser Größe durchaus relevant. Rockstar Games beschreibt Leonida als seine bislang größte Welt. Wie riesig die Karte im Vergleich zu GTA 5 ausfällt, haben wir bereits in unserem großen GTA 6-Map-Vergleich zusammengefasst.

Rockstar will nicht, dass Leonida nur realistisch wirkt

Entdecken sollst du dabei offenbar weit mehr als zusätzliche Straßen und Gebäude. Rockstar möchte eine Welt bieten, die sich ständig bemerkbar macht. Writing Director James Horton beschreibt im neuen LOVE-Magazine-Interview beispielsweise eine belebte Straße, auf der du Gesprächsfetzen von dutzenden Passanten aufschnappst. Hinzu kommen Radioprogramme, Werbung und sogar automatisierte politische Telefonanrufe.

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Vice City wird nur ein großer Teil von Leonida. Rockstar bietet eine große und belebte Open World. - Bild: Rockstar Games

Vice City wird nur ein großer Teil von Leonida. Rockstar bietet eine große und belebte Open World. – Bild: Rockstar Games

Dabei geht es Rockstar ausdrücklich nicht darum, den US-Bundesstaat Florida einfach möglichst exakt nachzubauen. Humphries erklärt, eine moderne GTA-Welt müsse „extravaganter, verrückter, direkter und provokanter“ sein. Andernfalls könne man schließlich einfach nach draußen gehen und die echte Welt erleben. Über die neuen Aussagen berichtet unter anderem PC Gamer.

Das heißt nicht, dass die Satire verschwindet (obwohl die Realität manchmal wie eine GTA-Parodie wirkt). Rockstar möchte die reale Welt überzeichnen. Politik, Social Media, Werbung und sogar alltägliche Gespräche der Einwohner sollen weiterleben, auch wenn du gerade keine Mission spielst.

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Die besten Geschichten könnten abseits der Story warten

Genau hier wird die Entscheidung interessant, große Teile der Karte nicht verpflichtend in die Kampagne einzubauen. Rockstar kann Regionen, Begegnungen und Aktivitäten verstecken, ohne sie zwanghaft für eine Hauptmission verwenden zu müssen. Bereits die bisher bestätigten Gameplay-Details zu GTA 6 zeigen, wie viele Systeme unabhängig von Jason und Lucias Hauptgeschichte ineinandergreifen.

Für Spieler bedeutet das vermutlich auch, dass die Credits diesmal noch weniger einem echten Ende entsprechen. Wer nur die Hauptmissionen spielt, soll einen großen Teil von Leonida bewusst verpassen können. Und wenn Rockstar Games sein Versprechen hält, dürfte gerade dort der verrückteste Teil von GTA 6 warten.

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