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Artikel von Markus Bauer +
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Rockstar Games hat bei GTA 6 offenbar nicht einfach GTA 5 größer und schöner gemacht. Die vielen neuen Details zeigen ein Spiel, in dem fast alles miteinander verbunden ist. Wie du Verbrechen begehst, wie du dich gegenüber Lucia oder Jason verhältst, welches Auto du stiehlst und sogar wie viel Zeit du außerhalb der Missionen verbringst, kann eine Rolle spielen.

Am 27. August 2026 hat Rockstar Games mit Grand Theft Auto VI: An Extended Look erstmals ausführlich gezeigt, wie sich GTA 6 tatsächlich spielt. Die knapp 27 Minuten wurden laut Rockstar vollständig mit Ingame-Material auf einer normalen PlayStation 5 aufgenommen. Gleichzeitig durften ausgewählte Medien und Content Creator bei Rockstar North noch wesentlich mehr vom Spiel sehen.

Dadurch sind innerhalb weniger Stunden Dutzende neue Informationen zu Jason und Lucia, der Geschichte, Polizeiverfolgungen, Fahrzeugen, NPCs, Aktivitäten, Charakterentwicklung und der offenen Welt von Leonida aufgetaucht. Offizielle Informationen. Keine Leaks.

Und je mehr man davon zusammensetzt, desto deutlicher wird: Grand Theft Auto VI könnte sich erheblich stärker wie ein Rollenspiel anfühlen, als es die Serie bisher getan hat.

GTA 6 verbindet seine offene Welt viel stärker mit der Geschichte

Einer der vielleicht wichtigsten Unterschiede zu GTA 5 betrifft nicht Grafik, Fahrzeuge oder Waffen, sondern die Struktur des Spiels.

Rockstar Games möchte offenbar verhindern, dass sich Hauptgeschichte und offene Welt wie zwei voneinander getrennte Spiele anfühlen. Genau das konnte bei älteren GTA-Teilen passieren. In einer Mission spieltest du einen klar definierten Charakter, fünf Minuten später konntest du auf der Straße völliges Chaos verursachen, ohne dass es irgendeine Bedeutung für die Geschichte hatte. Damit wird GTA 6 nicht dienen.

Deine Handlungen in Leonida sollen zu Jason und Lucia passen und teilweise Auswirkungen darauf haben, wie Figuren auf dich reagieren (via IGN.com). Auch kleine Entscheidungen können sich laut den Preview-Berichten über längere Zeit summieren und später größere Konsequenzen haben. Gleichzeitig bleibt die Hauptgeschichte grundsätzlich gelenkt. GTA 6 wird also kein klassisches Rollenspiel mit völlig frei wählbarer Handlung. Trotzdem soll es sich lohnen, die Geschichte mehrmals durchzuspielen, weil sie jedes Mal etwas anders sein wird. Aufgrund deiner Entscheidungen als Spieler.

Das betrifft nicht nur einzelne Entscheidungen. Missionen können unterschiedliche Wege und Fluchtrouten anbieten. Bei gemeinsamen Aktionen kannst du beispielsweise entscheiden, ob du selbst fährst oder lieber vom Beifahrersitz ausschießt.

Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit. Zusammen mit den anderen Systemen könnte es aber dafür sorgen, dass sich zwei Durchgänge deutlich stärker unterscheiden als noch bei GTA 5.

Grand Theft Auto VI (GTA 6) erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. - Bild: Rockstar Games - Montage

Grand Theft Auto VI (GTA 6) erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. – Bild: Rockstar Games – Montage

Jason und Lucia sind nicht automatisch das perfekte Paar

Eine der größten Überraschungen betrifft die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren. Jason und Lucia leben zusammen und verbringen große Teile der Geschichte gemeinsam. Ob daraus allerdings tatsächlich eine enge romantische Beziehung wird, liegt zumindest teilweise bei dir.

Wenn du Zeit miteinander verbringst, steigt ihre Nähe. Ihr könnt gemeinsam durch Leonida fahren, einkaufen, trainieren, einen Friseur besuchen, Aktivitäten ausprobieren oder natürlich zusammen Verbrechen begehen.

Selbst kleine Interaktionen spielen dabei eine Rolle.

Jason und Lucia können Händchen halten. Sie können sich Türen aufhalten. Wenn du lange allein unterwegs bist, kann dein Partner dir schreiben, dass er schlafen geht oder dich daran erinnern, später das Haus abzuschließen. Ignorierst du solche Nachrichten regelmäßig, kann sich das negativ auf eure Beziehung auswirken. Fast schon wie im echten Leben. Nur eben nicht mit den Heists.

Besonders spannend: Eine schlechte Beziehung beendet offenbar nicht einfach die Geschichte.

Jason und Lucia müssen weiterhin miteinander arbeiten. Bestimmte Missionen und Situationen können sich aber verändern, abhängig davon, wie nah oder distanziert die beiden gerade sind.

Direkte Gameplay-Boni für eine glückliche Romanze soll es nicht geben. Rockstar behandelt das System eher als Rollenspielmechanik. Du sollst entscheiden, welche Art von Beziehung die beiden führen. Auseinanderbringen wirst du sie anscheinend nicht so leicht.

Du kannst jederzeit zwischen Jason und Lucia wechseln

Das bekannte Charakterwechsel-System aus GTA 5 kehrt zurück, wird aber wesentlich flexibler, auch wenn es einen Charakter weniger zur Auswahl gibt.

In der offenen Welt kannst du grundsätzlich jederzeit zwischen Jason und Lucia wechseln. Lediglich bestimmte Abschnitte der Geschichte können den Wechsel vorübergehend sperren.

Bist du allein unterwegs, kannst du den anderen Charakter anrufen oder anschreiben und zu dir bestellen. Danach könnt ihr gemeinsam Aktivitäten starten oder einfach zusammen durch die Welt fahren. Sogar während einer Autofahrt kann die Rollenverteilung verändert werden.

Du kannst den Fahrersitz deinem Partner überlassen und dich zurücklehnen. Bei einer Verfolgungsjagd kannst du stattdessen auf dem Beifahrersitz sitzen und schießen, während Jason oder Lucia versucht, euch aus der Gefahrenzone zu bringen.

Lucia im Gefängnis. - Bild: Rockstar Games

Lucia im Gefängnis. – Bild: Rockstar Games

Lucias Fußfessel ist wichtiger als gedacht

Schon frühere GTA 6-Trailer machten Lucias elektronische Fußfessel auffällig sichtbar. Offenbar handelt es sich dabei nicht nur um ein erzählerisches Detail.

Rockstar soll gegenüber Medien erklärt haben, dass sie eine bemerkenswerte Rolle innerhalb der Geschichte spielt. Was genau damit gemeint ist, verriet das Studio allerdings noch nicht.  Naheliegend wäre, dass Lucia zumindest zu Beginn nicht uneingeschränkt durch Leonida reisen darf. Genau das hat Rockstar bislang aber nicht bestätigt.

Red Dead Redemption 2 weitergedacht?

Rockstar übernimmt offenbar mehrere Ideen aus RDR2 und entwickelt sie weiter. Jason und Lucia existieren nicht nur dann, wenn du sie gerade steuerst. Beide folgen eigenen Tagesabläufen und Routinen.

Sie stehen auf, trinken Kaffee, duschen, ziehen sich um oder gehen trainieren. Auch andere Personen können ihre Safehouses besuchen und wieder verlassen.

Das Ziel dahinter ist offensichtlich: Die Wohnung soll nicht einfach ein Menüpunkt zum Speichern sein, sondern ein tatsächlich bewohnter Ort. In der „Extended Look“ konntest du schon sehen, das Jason einen Kühlschrank öffnet und sich etwas zu Trinken holt. Er sitzt auch vor dem Fernseher und wechselt die Programme hin und her.

Training macht Jason und Lucia tatsächlich stärker

GTA 6 bringt sogar ein System zurück, das viele noch aus GTA: San Andreas kennen. Der Körper deiner Spielfigur kann sich verändern. Gehst du regelmäßig ins Fitnessstudio, werden Jason oder Lucia muskulöser. Gleichzeitig steigt ihre körperliche Stärke.

Auch Essen hat Auswirkungen. Mahlzeiten können deine Gesundheit deutlich verbessern. Wer allerdings ständig zu viel isst, nimmt sichtbar zu. Damit geht Rockstar deutlich weiter als bei GTA 5. Auch Haare und Bart wachsen beziehungsweise können verändert werden. Neue Frisuren bekommst du im Salon. Besonders bei Jason erinnert das stark an Arthur Morgans System aus Red Dead Redemption 2.

Jason in Grand Theft Auto VI (GTA 6) - Bild: Rockstar Games

Jason in Grand Theft Auto VI (GTA 6) – Bild: Rockstar Games

Autos werden in GTA 6 viel wichtiger

Auch beim vielleicht wichtigsten Bestandteil jedes Grand Theft Auto-Spiels verändert Rockstar erstaunlich viel. Jason und Lucia können jeweils mehrere persönliche Fahrzeuge besitzen. Diese Autos haben funktionierende Kofferräume. Darin kannst du unter anderem Waffen und Kleidung lagern.

Das ist besonders bei Polizeiverfolgungen interessant. Kennt die Polizei deine aktuelle Kleidung, kannst du an dein Fahrzeug gelangen und dich umziehen.

Auch ein gestohlenes Fahrzeug ist nicht mehr nur ein Fahrzeug. Autos sollen unterschiedliche Sicherheitsstufen besitzen. Bei einem alten Wagen reicht möglicherweise eine primitive Methode. Ein teures Fahrzeug kann elektronische Schlösser, Alarmanlage oder GPS-Tracker besitzen und spezielle Werkzeuge erfordern.

Eine App verrät dir, ob sich ein Auto überhaupt lohnt

Genau hier kommt die Smartphone App WAINK ins Spiel. Damit kannst du Fahrzeuge scannen. Die App zeigt dir unter anderem den möglichen Verkaufswert, den Preis für eine Registrierung als eigenes Fahrzeug sowie vorhandene Sicherheitssysteme.

Du erfährst beispielsweise, ob das Auto abgeschlossen ist, einen Alarm besitzt oder von einem Tracker überwacht wird. Autodiebstahl bekommt dadurch erstmals etwas, das der Serie erstaunlicherweise lange gefehlt hat: Planung.

Du stiehlst nicht mehr zwangsläufig einfach das nächste Auto, das vor dir steht. Ein besonders wertvolles Fahrzeug kann ein lukratives Ziel sein, gleichzeitig, aber deutlich mehr Vorbereitung verlangen.

Musst du in GTA 6 wirklich tanken?

Auch ein Treibstoffsystem wurde zuletzt mehrfach gesichtet und von Personen beschrieben, die längere Präsentationen bei Rockstar North sehen konnten.

Berichte aus diesen Preview-Terminen sprechen davon, dass Fahrzeuge Treibstoff verbrauchen und Elektroautos geladen werden müssen. Rockstar soll das System allerdings bewusst so abgestimmt haben, dass es nicht ständig nervt. Ob das Feature tatsächlich so kommt, ist jedoch fraglich. Immerhin war es auch Teil der Cyberleek-Leaks.

Die Polizei muss dein Verbrechen erst einmal mitbekommen

Das neue Fahndungssystem könnte zu den größten spielerischen Veränderungen von GTA 6 gehören. Ein Verbrechen allein erzeugt nicht mehr automatisch magisch einen Fahndungsstern. Zuerst muss dich jemand beobachten oder ein Alarm ausgelöst werden.

Der Zeuge meldet anschließend Informationen über den Vorfall. Die Polizei fährt zum Tatort und beginnt dort zu suchen. Selbst wenn du den Bereich längst verlassen hast, kann die entsprechende Zone noch eine Zeit lang aktiv bleiben Damit wird es deutlich wichtiger, wer dich gesehen hat und was die Polizei über dich weiß.

Die Polizei muss dich erst einmal erwischen. - Bild: Rockstar Games

Die Polizei muss dich erst einmal erwischen. – Bild: Rockstar Games

Polizisten merken sich Gesicht und Kleidung

Die Polizei kann im Verlauf einer Fahndung Informationen über dein Aussehen sammeln. Im Interface sollen verschiedene Symbole anzeigen, welche Merkmale bereits bekannt sind.

Kennt die Polizei deine Frisur, hilft ein Besuch beim Friseur. Kennt sie deine Kleidung, musst du dich umziehen. Masken können verhindern, dass eine brauchbare Beschreibung deines Gesichts entsteht. Das soll sogar dann funktionieren, wenn Überwachungskameras das Verbrechen filmen.

Das macht den Kofferraum deiner persönlichen Fahrzeuge plötzlich besonders praktisch. Ersatzkleidung ist nicht mehr nur Kosmetik, ein Skin, sondern kann ein Werkzeug für die Flucht werden.

Sechs Fahndungssterne kehren zurück

Und ja, GTA 6 bringt tatsächlich wieder sechs Fahndungssterne. Erst GTA 5 reduzierte das Maximum auf fünf. GTA 6 kehrt damit zum älteren System der Serie zurück.

Bereits drei Sterne sollen innerhalb von Vice City überraschend schwierig abzuschütteln sein, sofern du kein schnelles Fahrzeug zur Verfügung hast.

Was genau bei sechs Sternen passiert, ist noch nicht bekannt. Panzer oder Militär wurden bislang nicht bestätigt. Sicher ist lediglich, dass das Interface erneut sechs Stufen vorsieht.

Wie groß ist die Karte von GTA 6 wirklich?

Bei diesem Punkt kursieren momentan viele Zahlen, deshalb ist etwas Vorsicht angebracht. Die Entwickler beschreiben Leonida als sehr groß. Einige Personen, die umfangreiches Gameplay bei Rockstar gesehen haben, nennen zusätzlich Vergleiche mit GTA 5 und Red Dead Redemption 2 (via Shinobi602 auf X.com).

Eine offizielle Quadratkilometerzahl hat Rockstar aber weiterhin nicht veröffentlicht. Deshalb sollte man Behauptungen wie „doppelt so groß wie GTA 5“ aktuell nicht wie eine endgültig bestätigte Kartenfläche behandeln.

Ohnehin dürfte bei GTA 6 weniger die reine Fläche entscheidend sein. Alles, was Rockstar bisher zeigt, deutet auf eine wesentlich dichtere Welt mit mehr betretbaren Orten, Aktivitäten, NPC-Interaktionen und dynamischen Ereignissen hin.

GTA 6 versteckt die Karte und macht selbst dein Bargeld wichtig

Rockstar North hat inzwischen noch weitere Details bestätigt, die zeigen, wie stark GTA 6 seine offene Welt mit klassischen Rollenspiel-Systemen verbindet. Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt und Jason sowie Lucia wechseln im Verlauf der Handlung ihre Safehouses, ähnlich wie die Camps in Red Dead Redemption 2 (via Famitsu).

Auch die Karte funktioniert nicht vollständig offen: Bereiche, die du noch nicht erkundet hast, bleiben zunächst verborgen und werden erst nach und nach sichtbar. Besonders interessant ist außerdem das Geldsystem. Jason und Lucia besitzen neben Bargeld auch ein Bankkonto. Trägst du größere Summen bar mit dir herum und wirst „Wasted“ oder „Busted“, kannst du einen Teil davon verlieren. Geld auf das Konto einzuzahlen ist damit nicht nur eine optische Spielerei, sondern kann tatsächlich sinnvoll sein, wenn man anspart.

Jason und Lucia können sich bei einer Flucht trennen

Auch die Beziehung der beiden Hauptfiguren wird direkt ins Fahndungssystem eingebunden.

Sucht die Polizei beispielsweise nach einem Mann und einer Frau, könnt ihr euch während der Flucht aufteilen.

Du kannst deinem Partner sagen, dass er verschwinden soll, während du die Aufmerksamkeit der Polizei auf dich ziehst. Schafft ihr es getrennt zu entkommen, meldet sich der andere später wieder per Nachricht.

Keiner zwingt dich irgendjemanden zu töten. Du kannst Gegnern auch in die Hand schießen, damit sie kampfunfähig werden. - Bild: Rockstar Games

Keiner zwingt dich irgendjemanden zu töten. Du kannst Gegnern auch in die Hand schießen, damit sie kampfunfähig werden. – Bild: Rockstar Games

Banküberfälle werden nicht einfach vor der Eingangstür enden

Auch Raubüberfälle reagieren dynamischer auf deine Aktionen. Die Polizei kann beispielsweise vor einer Bank oder einem Geschäft Stellung beziehen und darauf warten, dass du herauskommst.

Das bedeutet, aber nicht zwangsläufig, dass du durch die Eingangstür in ein Dutzend Polizeiwaffen laufen musst. Viele Gebäude sollen alternative Fluchtwege anbieten. Hintertüren oder andere Ausgänge können dir einen Vorteil verschaffen. Missionen selbst sollen ebenfalls mehrere Routen unterstützen.

Vorbereitung, Fahrzeugwahl und Fluchtweg könnten dadurch erheblich wichtiger werden.

Du musst Gegner nicht mehr töten

Auch Schießereien bekommen mehr Möglichkeiten. Du kannst Gegner gezielt außer Gefecht setzen, statt sie zu töten.

Schüsse in Arme oder Beine können einen Gegner kampfunfähig machen. Sogar die Waffe lässt sich offenbar aus der Hand schießen.

Das wäre normalerweise nur ein nettes Detail. Durch ein weiteres neues System bekommt diese Entscheidung aber wesentlich mehr Bedeutung.

Das „Criminal Profile“ bewertet, was für ein Verbrecher du bist

Grand Theft Auto VI bekommt also eine Art Criminal Profile. Auf den ersten Blick erinnert das an das Ehre System aus Red Dead Redemption 2. Rockstar soll allerdings ausdrücklich betont haben, dass es nicht einfach zwischen Gut und Böse unterscheidet. Du bist schließlich immer noch ein Krimineller.

Stattdessen bewertet das System offenbar, wie du Verbrechen begehst. Ein sauber geplanter Überfall ohne unnötige Opfer kann anders bewertet werden als ein völlig eskalierter Raubzug, bei dem du jeden Menschen im Gebäude erschießt.

Auch dein Verhalten außerhalb von Missionen spielt hinein. Unnötige Gewalt und Chaos wirken sich ebenso aus wie scheinbar völlig belanglose Handlungen im Alltag. Selbst das Wegwerfen von Müll wurde in bisherigen Berichten als Beispiel genannt.

Geld bekommt endlich wieder einen echten Wert

Ein weiteres Problem vieler GTA-Spiele möchte Rockstar offenbar ebenfalls angehen. Nach einigen Stunden bist du in GTA 5 so reich, dass Geld außerhalb bestimmter Käufe kaum noch Bedeutung besitzt. In GTA 6 soll das anders sein.

Geld ist deutlich stärker mit deinem Fortschritt verbunden. An bestimmten Stellen kannst du sogar eine gewisse Summe benötigen, um in der Geschichte weiterzukommen.

Das könnte dafür sorgen, dass Nebenaktivitäten nicht nur Beschäftigung zwischen zwei Story-Missionen sind. Sie finanzieren deinen weiteren Weg.

Leonida ist riesig. Wie riesig wissen wir noch nicht ganz genau. - Bild: Rockstar Games

Leonida ist riesig. Wie riesig wissen wir noch nicht ganz genau. – Bild: Rockstar Games

Genau deshalb sollst du Leonida erkunden

Rockstar möchte nach eigenen Angaben verhindern, dass du einfach von Missionsmarker zu Missionsmarker fährst. Die Welt soll ständig kleine Geschichten erzeugen.

Zufällige Ereignisse passieren dynamisch. Eines der bizarreren Beispiele beschreibt einen zwielichtigen Anwalt, der in einer Mülltonne sitzt. Hilfst du ihm mit einigen Pillen aus, kann er dir später juristische Ratschläge schicken.

Jason oder Lucia können ebenfalls spontan Aktivitäten oder Jobs vorschlagen, wenn ihr gerade in der Nähe seid.

Ein geplanter Weg von A nach B kann dadurch plötzlich in einer völlig anderen Aktivität enden.

Diese Aktivitäten kannst du in GTA 6 machen

Auch abseits von Verbrechen scheint Grand Theft Auto VI enorm vollgestopft zu sein.

Bestätigt oder während der Präsentationen gezeigt wurden unter anderem Basketball, Kajakfahren, Minigolf, Billard, Tauchen, Fallschirmspringen, Jetski fahren, Rennsport, Training im Fitnessstudio und sogar ein Zoobesuch

Dazu kommen zahlreiche klassische GTA-Beschäftigungen wie Einkaufen, Friseurbesuche oder einfach das Erkunden der Welt.

Minigolf ist nur eine von vielen Aktivitäten. - Bild: Rockstar Games

Minigolf ist nur eine von vielen Aktivitäten. – Bild: Rockstar Games

Fast Travel funktioniert über eine Taxi App

Wer keine Lust hat, jede Strecke selbst zu fahren, kann die App Ryde Me verwenden. Sie übernimmt die Funktion eines Fahrdienstes und ermöglicht Schnellreisen. Interessanter ist allerdings das, was während der Fahrt passiert.

Du musst nicht zwingend sofort zum Ziel springen. Bleibst du im Fahrzeug, kannst du vollständige Gespräche mit anderen Fahrgästen führen und die Fahrt beobachten.

Snapmatic und soziale Netzwerke kehren zurück

Natürlich besitzt auch GTA 6 wieder ein Smartphone. Darauf findest du verschiedene Apps. Dazu gehört Snapmatic, Rockstars Parodie auf Instagram und andere soziale Netzwerke.

Du kannst Accounts ansehen, anderen Personen folgen und durch Inhalte scrollen.

Damit führt Rockstar eines der wichtigsten Themen aus Trailer 1 weiter. Soziale Medien sind nicht nur ein Gag im Hintergrund, sondern ein fester Bestandteil der Darstellung von Leonida.

Den Reichen und Schönen kannst du auch folgen... Wie im echten Leben. Musst du aber nicht. Aber vielleicht für eine Mission ganz wichtig... - Bild: Rockstar Games

Den Reichen und Schönen kannst du auch folgen… Wie im echten Leben. Musst du aber nicht. Aber vielleicht für eine Mission ganz wichtig… – Bild: Rockstar Games

NPCs reagieren wesentlich glaubwürdiger auf dich

Wahrscheinlich ist es dir schon aufgefallen: NPCs besitzen deutlich unterschiedliche Körpergrößen und Körperformen. Animationen werden dynamisch angepasst, damit Figuren trotz unterschiedlicher Proportionen glaubwürdig mit Gegenständen und ihrer Umgebung interagieren.

Auch ihr Verhalten wurde ausgehend von Red Dead Redemption 2 weiterentwickelt. Hörst du einem Gespräch auffällig lange zu, können NPCs das bemerken. Manche werden dich auffordern zu verschwinden. Andere reagieren aggressiv.

Ziehst du eine Waffe, muss ein NPC ebenfalls nicht automatisch davonlaufen. Einige können sich ergeben, andere selbst bewaffnet sein und die Situation eskalieren lassen. Genau diese Unberechenbarkeit könnte dafür sorgen, dass selbst bekannte Straßen nicht jedes Mal gleich wirken.

Ein Durchgang von GTA 6 kann rund 80 Stunden dauern

Auch bei der Spielzeit zeichnet sich inzwischen ab, wie groß Grand Theft Auto VI werden könnte. Rob Nelson, Entwicklungschef und Co-Studioleiter von Rockstar North, hat das Spiel bereits komplett durchgespielt und dafür rund 80 Stunden benötigt.

Wichtig ist allerdings: Dabei ging es nicht nur um die reine Hauptgeschichte. Nelson erledigte zusätzlich optionale Ziele, die Auswirkungen auf die Handlung haben können. Eine offizielle Spielzeit für die Kampagne nennt Rockstar Games deshalb weiterhin nicht. Die 80 Stunden zeigen aber ziemlich deutlich, dass du für einen normalen Durchgang deutlich mehr Zeit einplanen solltest als noch bei GTA 5 (via New York Times).

GTA 6 mit nur 30 FPS? Hier wird gerade etwas Entscheidendes verwechselt

GTA 6 läuft derzeit auf den Konsolen mit 30 Bildern pro Sekunde. Ein Content Creator, der Rockstar North besuchen durfte, fragte Entwicklungsleiter und Co Chef von Rockstar North Rob Nelson direkt nach 30 oder 60 FPS. Nelson bestätigte sinngemäß, dass die aktuell gezeigte Version mit 30 FPS läuft. Für eine belastbare Aussage zu einem möglichen 60 FPS Modus müsse er jedoch zunächst mit dem technischen Team sprechen (via Kotaku.com).

Bestätigt ist der aktuelle Entwicklungsstand mit 30 FPS. Ob Rockstar bis zum 19. November zusätzlich einen Performance Modus mit 60 FPS anbieten kann, ist derzeit offen. Auf der PS5 Pro soll es angeblich die 60 FPS geben. Allerdings ist das bisher nicht bestätigt.

Das geniale Red Dead Redemption 2 wirkt mehr als Vorlage als GTA 5, nach all den Details die enthüllt wurden. - Bild: Rockstar Games

Das geniale Red Dead Redemption 2 wirkt mehr als Vorlage als GTA 5, nach all den Details die enthüllt wurden. – Bild: Rockstar Games

GTA 6 wirkt plötzlich weniger wie GTA 5 und mehr wie Red Dead Redemption 2

Nach all diesen Details zeichnet sich ein klares Bild ab. GTA 6 wird natürlich weiterhin ein Grand Theft Auto. Du stiehlst Autos, überfällst Geschäfte, fliehst vor der Polizei und kannst vermutlich innerhalb weniger Minuten halb Vice City gegen dich aufbringen. Aber unter dieser bekannten Oberfläche steckt wesentlich mehr Simulation.

Dein Fahrzeug ist nicht nur Transportmittel. Es besitzt Stauraum, Sicherheitsmerkmale und kann Teil deiner Fluchtstrategie werden. Deine Kleidung ist nicht nur Kosmetik. Sie kann darüber entscheiden, ob dich die Polizei erkennt.

Jason und Lucia sind nicht nur zwei Figuren, zwischen denen du wechselst. Ihre Beziehung entwickelt sich abhängig davon, wie du spielst. Und ein Überfall ist nicht mehr zwangsläufig erfolgreich, nur weil am Ende niemand mehr übrig ist, der auf dich schießen kann.

Rockstar scheint viele Ideen aus Red Dead Redemption 2 zu übernehmen, sie aber auf eine moderne Millionenstadt mit Autos, Smartphones, Überwachungskameras und sozialen Netzwerken zu übertragen.

Wenn diese Systeme im fertigen Spiel tatsächlich so gut ineinandergreifen, wie es die ersten Präsentationen vermuten lassen, könnte genau das die größte Veränderung gegenüber GTA 5 sein, die wir erwartet haben.

Grand Theft Auto VI erscheint am 19. November 2026 für PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Der Pre-Load wird bereits eine Woche früher starten. Die PC-Version hat noch keinen Release-Termin, gilt allerdings in der Branche als ziemlich sichere Bank.

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