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Artikel von Markus Bauer +
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Dan Houser hat die große Enthüllung von GTA 6 (Ende August) noch immer nicht gesehen und möchte das vorerst auch so lassen. Der Rockstar-Mitgründer arbeitet inzwischen selbst wieder an einem Open-World-Spiel und will verhindern, dass ihn die Arbeit seines ehemaligen Studios kreativ beeinflusst.

Im Gespräch mit Variety erklärt Houser, dass er grundsätzlich Dinge vermeidet, die ihn während der Entwicklung „ablenken oder kreativ stören“ könnten. Das gilt nicht nur für Grand Theft Auto VI. Andere Open-World-Spiele spielt er inzwischen ebenfalls nur selten, weil er beim Spielen automatisch beginnt, einzelne Systeme und die Arbeit der jeweiligen Entwicklerteams auseinanderzunehmen.

Ich versuche immer, über neue Wege nachzudenken, statt zu vergleichen, was ich anders gemacht hätte.

Bei GTA 6 dürfte diese Distanz besonders schwierig sein. Houser schrieb und produzierte über Jahrzehnte an Grand Theft Auto und Red Dead Redemption mit, bevor er Rockstar Games 2020 verließ. An GTA 6 selbst war er dagegen nicht mehr als Autor beteiligt. Sein Bruder Sam Houser leitet Rockstar weiterhin.

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Dan Houser arbeitet selbst wieder an einer Open World

Der eigentliche Grund für seine Zurückhaltung wird bei einem Blick auf Absurd Ventures interessant. Houser bestätigt gleich zwei Videospiele in Entwicklung. Eines davon beschreibt er als Open-World-Komödie, die besonders stark auf Humor und ein sogenanntes „Character Memory“-System setzen soll. Weitere Informationen dazu sollen bereits in den kommenden Monaten folgen.

Das Projekt dürfte mit dem bereits vorgestellten Absurdaverse zusammenhängen. Absurd Ventures beschreibt dieses Universum als Heimat neuer Figuren und Geschichten, konkrete Gameplay-Details sind bislang allerdings rar.

Absurdaverse hat bisher noch keinen Release-Termin. - Bild: Absurd Ventures

Absurdaverse hat bisher noch keinen Release-Termin. – Bild: Absurd Ventures

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Parallel entsteht ein zweites Spiel aus dem A Better Paradise-Universum. Die dystopische Science-Fiction-Geschichte handelt von der Entwicklung einer virtuellen Spielwelt, die völlig außer Kontrolle gerät. Eine künstliche Intelligenz entwickelt ein eigenes Bewusstsein und hat dabei ein besonderes Problem: Ihre beiden Schöpfer konnten sich gegenseitig nicht ausstehen, weshalb die KI offenbar auch mit sich selbst nicht besonders gut klarkommt.

GTA 6 ist diesmal das Spiel der anderen

Houser äußert sich dabei nicht negativ über Rockstar Games oder GTA 6. Im Gegenteil: Er hatte bereits zuvor erklärt, dass er erwartet, dass das neue Grand Theft Auto „großartig“ wird. Seine Distanz ist vielmehr Teil seiner Arbeitsweise. Schon bei früheren Projekten versuchte er, ähnliche Filme, Spiele oder Serien während der Entwicklung möglichst wenig zu konsumieren.

Das sorgt trotzdem für eine ungewöhnliche Situation. Einer der Männer, die das moderne Grand Theft Auto maßgeblich geprägt haben, entwickelt wieder eine eigene Open World und versucht gleichzeitig bewusst, das vermutlich wichtigste Open-World-Spiel des Jahres nicht anzusehen. Spätestens wenn Absurd Ventures sein neues Spiel richtig enthüllt, dürfte der Vergleich mit GTA trotzdem unvermeidbar werden.

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