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Artikel von Markus Bauer +
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GTA 6 soll sich beim Schießen deutlich anders anfühlen als sein Vorgänger, GTA 5. Neue Details aus einer Rockstar-Präsentation deuten darauf hin, dass die Entwickler das Zielen, die Waffenlogik und die Bewegung stärker überarbeitet hat, als viele Fans erwartet haben.

Die neuen Informationen stammen vor allem vom GTA-YouTuber TGG, der bei Rockstar North eine längere Gameplay-Präsentation sehen konnte. Rockstar Norths Rob Nelson soll dabei Grand Theft Auto VI vorgeführt und einzelne Systeme erklärt haben. Spielen durfte es der GTA-Content-Creator selbst nicht.

Damit sind die Details spannender als ein normaler Leak, aber trotzdem noch keine „vollständige Bedienungsanleitung“ für das fertige Spiel.

GTA 6 setzt offenbar weniger auf klassisches Auto-Aim

Der wichtigste Punkt betrifft das Zielen. Laut TGG soll das klassische starke „Lock-on-Auto-Aim“ aus früheren GTA-Teilen nicht mehr die Standard-Einstellung sein. GTA 6 soll sich stärker in Richtung freies Zielen bewegen, allerdings nicht komplett ohne Hilfe. Demnach gibt es weiterhin eine gewisse Zielhilfe oder „Stickiness“, die in den Optionen angepasst werden kann. Unklar ist aber, ob Spieler das alte, sehr direkte Lock-on-System wieder vollständig aktivieren können. Genau das dürfte später wichtig werden, weil Grand Theft Auto schon immer viele Spielerinnen und Spieler hatte, die eher wegen der Welt und Story kamen, nicht wegen präzisem Shooter-Gameplay.

Für erfahrene Spieler klingt das nach einer guten Änderung. Grand Theft Auto V konnte sich im Kampf oft sehr automatisiert anfühlen. Gegner anvisieren, schießen, weiterlaufen. Wenn der Nachfolger hier mehr Kontrolle verlangt, könnten Gefechte deutlich intensiver werden.

Focus soll mehr Entscheidung in Feuergefechte bringen

Ein weiteres neues System soll „Focus“ sein. Laut den Angaben des YouTubers kann Focus während eines Kampfes aktiviert werden und die Zeit verlangsamen. Das klingt im ersten Moment nach „Dead Eye“ aus Red Dead Redemption 2, funktioniert aber offenbar nicht identisch.

Focus soll nicht automatisch Gegner ausschalten. Stattdessen werden laut TGG verschiedene Trefferzonen sichtbar. Rote Bereiche sollen tödliche Treffer markieren, gelbe Bereiche eher nicht-tödliche oder kampfunfähig machende Treffer. Auch die Trefferanzeigen sollen mit Farben arbeiten: Weiß für normale Treffer, Gelb für kampfunfähig und Rot für tödlich.

Das könnte das nächste Grand Theft Auto spielerisch tatsächlich interessanter machen. Du müsstest nicht mehr jede Konfrontation automatisch mit Leichenbergen beenden. In manchen Situationen könnte es sinnvoller sein, Gegner zu entwaffnen, kampfunfähig zu machen oder eine Lage zu kontrollieren, ohne sofort maximal zu eskalieren. Das passt auch alles mit den bisherigen Berichten zusammen, dass du als Spieler selbst entscheiden kannst, wie weit du gehen möchtest.

Grand Theft Auto 6 (GTA 6) erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. - Bild: Rockstar Games

Grand Theft Auto 6 (GTA 6) erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. – Bild: Rockstar Games

Waffen verschwinden nicht mehr einfach in der Hosentasche

Auch bei den Waffen scheint Rockstar realistischer zu werden. Laut den neuen Details können Jason und Lucia offenbar zwei Handfeuerwaffen verdeckt tragen. Lange Waffen wie Gewehre oder Schrotflinten sollen dagegen sichtbar getragen werden müssen. Das ist mehr als nur eine optische Änderung. Wenn eine Figur mit einer großen Waffe in der Hand herumläuft, sollen NPCs darauf reagieren. Manche Menschen weichen aus, andere können nervös werden. Auch die Polizei kann laut den Berichten auf sichtbare Waffen reagieren und die Situation eskalieren lassen.

Die Welt soll nicht nur größer wirken, sondern stärker auf dein Verhalten antworten. In GTA 5 war es oft egal, was du gerade sichtbar mit dir herumträgst. In GTA 6 könnte schon die Art, wie du eine Waffe transportierst, eine Szene verändern.

Mehr Rückstoß, mehr Gewicht, mehr Kontrolle

Die Waffen selbst sollen ebenfalls anders wirken. Laut TGG haben Schusswaffen in Grand Theft Auto VI mehr Rückstoß, mehr Wucht und stärkeren Sound als noch im GTA aus dem Jahr 2013. In einer gezeigten Szene soll Rob Nelson mit einem Sturmgewehr bewusst in kurzen Feuerstößen geschossen haben, um die Waffe besser unter Kontrolle zu halten.

Das klingt nach einer klaren Reaktion auf einen alten Kritikpunkt. GTA war immer großartig darin, Welten zu bauen. Das reine Schießen fühlte sich aber nicht immer so stark an wie bei spezialisierten Third-Person-Shootern. GTA 6 könnte hier deutlich zulegen. Auch das schnelle Wechseln von Waffen soll weiterhin möglich sein. Jason und Lucia können Waffen laut den Berichten sogar untereinander weitergeben. Das passt zum Duo-Konzept des Spiels und könnte in Missionen eine wichtige Rolle spielen.

Die neuen Details zeigen GTA 6 von einer spannenden Seite. Rockstar scheint nicht nur an Grafik, Karte und Story zu arbeiten, sondern auch am Spielgefühl. Rockstar kann natürlich bis zum Release noch vieles ändern. Trotzdem wirkt die Richtung klar: GTA 6 soll dich offenbar weniger durchschleusen und stärker dafür belohnen, bewusst zu spielen.

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