Dreamcast: Der frühere Präsident von Sega of America spricht über das Ende
Der frühere Präsident von Sega of America, Peter Moore, reflektiert den Start und den anschließenden Tod von Segas letzter Konsole Dreamcast.
Die Videospielebranche im Umbruch – Der Talk zum SONY und Xbox Happening
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!
Der frühere Präsident von Sega of America, Peter Moore, hat über den Start und den Tod der Dreamcast-Konsole von Sega in einem Interview gesprochen.
Als Moore über seine persönlichen Erfahrungen mit Sega nachdachte, enthüllte er Edge Game Changers (via GamesRadar), dass er zum Zeitpunkt des Starts von Dreamcast nicht viel über Videospiele wusste. Zuvor hatte er seinem Sohn einen Sega Saturn gekauft, einen Kauf, den er als „die schlechtesten 500 Dollar, die ich je ausgegeben hatte“ bezeichnete. Ihm wurde rasch klar, dass die Konsole auf längere Sicht nicht viel Unterstützung von den Videospiele-Software-Herstellern erhalten würde.
Die Traumkonsole hatte am amerikanischen Markt keine Chance
Peter Moore wurde zum Präsidenten von Sega of America ernannt und berichtete, wie er in die Marke eintauchte, um sie besser zu verstehen, insbesondere im Vergleich zu seinem Rivalen Nintendo. Er hob hervor, wie Sega stolz darauf war, „irgendwie respektlos, der Anti-Nintendo“ zu sein, und wie es sich typischerweise in Richtung einer älteren Bevölkerungsgruppe neigte, um sich auf dem Markt „zu differenzieren“, insbesondere mit der Dreamcast-Konsole.
Als die Konsole zum ersten Mal veröffentlicht wurde, betonte Moore, wie sie mit einer soliden Reihe von Starttiteln einen guten Start hinlegte. Sega verkaufte jede ausgelieferte Konsole und es kam zu Engpässen. Mit dem Marktstart der Sony PlayStation 2 kamen „Angst, Unsicherheit und Zweifel“ und das Ende der Dreamcast.
Sega Dreamcast: „Legends will never die“
Die letzte Sega-Konsole hat bis heute ihr Fans und das nicht ohne Grund, doch gegen die Marketingschiene von Sony hatte Sega damals keine Chance. Auch die interne Spieleentwicklung war bemerkenswert chaotisch, wie Moore ausführt. So machten Entwickler was sie wollten, ohne die Tochtergesellschaften wie Sega of America hinzubeziehen. Die Kommunikation war sehr schwierig – nicht so ausgegoren wie beim Start des Mega Drive in den USA – und Spiele wurden präsentiert, als sie sich in einem Alpha-Zustand befunden haben. Sega hatte damals 9 interne Entwicklerstudios, die auf diese Weise an Projekten arbeiteten.
Trotz dieses Problems wies Moore darauf hin, wie Sega mit der Dreamcast erfolgreich Online-Spiele für eine breitere, reifere Bevölkerungsgruppe geöffnet hat. Dieses Publikum, verbunden mit der zunehmenden Popularität von Grand Theft Auto, machte ihm klar, dass „dies der Weg der Branche war“. Die bei Sega produzierten Spiele waren jedoch tief in der japanischen Kultur verwurzelt und spiegelten nicht das Wachstum und die Popularität von mehr erwachsenen westlichen Spielen und Geschmäcken wider.
„[…] alles beinhaltete Samuraischwerter oder Ninjas oder Fisch oder Fantasie. Ja, wir haben es auf jeden Fall kommen sehen.“
Ursprünglich 1998 in Japan veröffentlicht, sollte die Konsole fast ein Jahr später im Westen eintreffen. Die Sega Dreamcast wurde am 9. September 1999 in Amerika und am 14. Oktober 1999 in Europa veröffentlicht. Sie wurde schließlich am 31. März 2001 eingestellt. Im Jahr 2001 zog sich Sega vollständig aus dem Konsolengeschäft zurück, obwohl jüngste Spekulationen darauf hindeuten, dass man möglicherweise an der Veröffentlichung eines Dreamcast Mini interessiert ist.
Peter Moore war nach Sega of America bei Microsoft beschäftigt und u.a. für die Spielekonsolen Xbox und Xbox 360 zuständig. 2007 bis 2011 war er Leiter der EA Sports-Division von EA, 2012 wurde er zum COO von EA ernannt.
- Vom 386er bis heute: So hat sich der Gaming-PC in 30 Jahren verändert
- Lesenswerter Artikel
- Call of Duty: Alte Black Ops-Spiele lassen neues BO7 plötzlich ziemlich alt aussehen?
- Lesenswerter Artikel
- SEGA rettete einst Nvidia vor dem Aus und veränderte damit die Tech-Welt
- Lesenswerter Artikel
- PS3 und PS Vita verlieren ihren Store: Diese Spiele solltet ihr euch jetzt sichern
- Lesenswerter Artikel
- Resident Evil: Dieses kleine Detail war 28 Jahre lang ein Rätsel
- Lesenswerter Artikel
- Commodore ist zurück und will einer Computer-Ikone neues Leben einhauchen
- Lesenswerter Artikel
- SEGA plant Rückkehr seiner Klassiker auf modernen Systemen
- Lesenswerter Artikel
- Phantasy Star Online 3 soll kommen – Fans warten seit Jahren darauf
- Lesenswerter Artikel
Mehr zur Dreamcast
Das die SEGA-Konsole von den Fans nicht vergessen wurde zeigt ein Casemodding-Projekt.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !






