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Artikel von Markus Bauer +
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Call of Duty kommt endlich ins Kino. Nach Jahren voller Gerüchte, Pläne und wieder verworfener Hollywood-Ideen nimmt die Filmadaption von Activision und Paramount jetzt deutlich konkretere Formen an. Und nun ist auch klar, in welche Richtung der erste große Kinofilm gehen wird.

Nach einem Auftritt beim Fanatics Fest in New York, über den unter anderem Variety berichtet hat, bestätigte Regisseur und Co-Autor Peter Berg, dass der Film auf die wohl bekannteste moderne Teilreihe der Shooter-Marke setzt.

Damit ist die wichtigste Frage erst einmal beantwortet: Es wird kein Zweiter-Weltkriegs-Film, kein Black-Ops-Psychotrip und offenbar auch keine völlig neue CoD-Geschichte. Paramount und Activision greifen stattdessen zur naheliegendsten Option. Modern Warfare ist für viele Spieler bis heute der Inbegriff von Call of Duty.

Modern Warfare war die sichere Wahl

Ganz überraschend ist diese Entscheidung nicht. Call of Duty 4: Modern Warfare brachte die Reihe 2007 endgültig in die Gegenwart und veränderte das Shooter-Genre massiv. Captain Price, Soap, Ghost, Makarov und die Task Force 141 gehören längst zu den bekanntesten Namen der Marke.

Genau deshalb wirkt Modern Warfare wie die logischste Wahl für einen Kinofilm. Die Reihe ist ohnehin stark filmisch inszeniert. Viele Missionen waren schon immer wie interaktive Actionsequenzen aufgebaut: Nachteinsätze, Spezialeinheiten, Terrorbedrohungen, Verrat, Explosionen und sehr viel Funkverkehr im Ohr.

Captain Price in Call of Duty: Modern Warfare 3 - Bild: Activision

Captain Price in Call of Duty: Modern Warfare 3 – Bild: Activision

Passt Peter Berg als Call of Duty-Regisseur?

Auf dem Papier ist Peter Berg für Call of Duty fast zu offensichtlich. Er inszenierte unter anderem Lone Survivor, Deepwater Horizon und Battleship. Militär, Katastrophe, Pathos und Explosionen liegen also nicht gerade außerhalb seiner Komfortzone. Am Drehbuch arbeitet er gemeinsam mit Taylor Sheridan, der unter anderem für Sicario, Hell or High Water und Yellowstone bekannt ist.

Andererseits ist genau diese Richtung auch gefährlich. Modern Warfare ist berühmt, aber schnell austauschbar. Ohne spielbare Perspektive, ohne Multiplayer-Gefühl und ohne interaktive Missionen kann aus Call of Duty schnell ein generischer Militär-Actionfilm werden. Nur eben mit bekanntem Logo. Black Ops hätte mit Paranoia, Mindgames, Kaltem Krieg, falschen Erinnerungen und Verschwörungen vielleicht mehr Eigenheit geboten.

Wenn Captain Price und Task Force 141 vorkommen, müssen sie mehr sein als Cosplay-Figuren in teurer Militärkulisse. Wenn Makarov eine Rolle spielt, braucht es mehr als einen bösen Mann mit Akzent. Und wenn der Film wirklich Call of Duty heißen soll, muss er diesen Mix aus Tempo, Druck und absurd großen Setpieces irgendwie in Kinoform übersetzen.

Wesentlich "verstörender" für die Kinoleinwand wäre Black Ops gewesen. - Bild: Activision

Wesentlich „verstörender“ für die Kinoleinwand wäre Black Ops gewesen. – Bild: Activision

Call of Duty muss im Kino erst beweisen, dass es mehr ist als Lärm

Die Entscheidung für Modern Warfare klingt logisch. Vielleicht sogar zu logisch. Sie gibt Paramount bekannte Figuren, klare Tonalität und sofort erkennbare Action. Gleichzeitig erhöht sie den Druck. Denn genau diese Welt kennen Fans seit Jahren.

Am Ende hängt alles daran, ob Berg und Sheridan aus Modern Warfare wirklich einen Film machen oder nur eine 120 Minuten lange Zwischensequenz. Captain Price hätte jedenfalls genug Bart, Stimme und Coolness fürs Kino. Jetzt muss nur noch der Rest stimmen. Zum Cast gibt es bislang noch keine offiziellen Angaben.

Der Call of Duty-Film soll am 30. Juni 2028 in die Kinos kommen. Damit fällt der Start in das 25-jährige Jubiläum der Reihe, die 2003 erstmals auf dem PC erschien. Zumindest für heuer sind Modern Warfare-Fans gut bedient.

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