LEAK - Call of Duty: Alte Black Ops-Spiele lassen neues BO7 plötzlich ziemlich alt aussehen?
Black Ops 1 und 2 sind frisch auf PS4 und PS5 zurück. Jetzt sollen sie sogar mehr Spieler anziehen als der neueste Teil.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Call of Duty hat ein kurioses Problem. Während die Reihe jedes Jahr größer, lauter und voller neuer Systeme wird, rennen Spieler plötzlich wieder zu zwei alten Teilen zurück: Call of Duty: Black Ops und Call of Duty: Black Ops 2. Die beiden Klassiker sind erst vor wenigen Tagen für PS4 und PS5 erschienen. Und offenbar reicht diese Rückkehr schon aus, um den neuesten Teil ziemlich schlecht aussehen zu lassen. Laut CharlieIntel (via X.com) sollen die neuen PlayStation-Ports von Black Ops 1 und Black Ops 2 aktuell mehr Spieler online haben als Black Ops 7 auf allen Plattformen zusammen. Offizielle Spielerzahlen von Activision gibt es dazu nicht, deshalb bleibt die Aussage ein Bericht auf Basis von Quellen des Insiders.
Trotzdem passt die Meldung ziemlich gut zur Stimmung. Denn auf Reddit reagieren viele Spieler nicht überrascht. Der Tenor: Natürlich laufen Black Ops 1 und 2 gut. Für viele Fans gehören genau diese beiden Teile bis heute zu den stärksten Kapiteln der gesamten Reihe.
Die alten „Black Ops“-Teile waren lange nicht auf PS4 und PS5 verfügbar
Ganz so überraschend ist der Erfolg tatsächlich nicht. Call of Duty: Black Ops erschien ursprünglich 2010, Black Ops 2 folgte 2012. Auf Xbox waren beide Spiele schon lange über Abwärtskompatibilität spielbar. Auf PS4 und PS5 sah das anders aus. Genau dort entsteht jetzt ein Nachholeffekt.
Die neuen Ports starten mit frischen Servern. Genau das ist für viele Spieler entscheidend. Alte CoD-Teile leben und sterben nicht nur am Gameplay, sondern am Zustand des Multiplayer-Modus. Wenn Lobbys voll sind und Cheater nicht sofort alles ruinieren, fühlt sich plötzlich auch ein 14 Jahre alter Shooter wieder lebendig an. Vor allem wegen der Einfachheit. Die alten Black Ops-Titel sind auch „spielbarer“. Nicht im Sinne von anspruchslos, sondern im Sinne von direkter. Spiel starten, Klasse wählen, Match suchen, loslegen. Keine endlosen Menüs. Kein Battle-Pass-Gefühl bei jedem Klick. Keine Waffenschmiede mit gefühlt tausend Aufsätzen.
Ein Nutzer bringt es sinngemäß im Reddit-Forum auf den Punkt: Moderne „Call of Duty“-Teile werfen so viele Systeme, Herausforderungen und Freischaltungen auf den Spieler, dass man schon vor dem ersten Match müde werden kann. Bei Black Ops 1 und 2 seien die Pausen kürzer, die Loadouts einfacher und die Matches schneller erreichbar. Genau das trifft einen Nerv. Call of Duty war einmal der schnelle Arcade-Shooter für zwischendurch. Rein ins Match, ein paar Runden Team Deathmatch, vielleicht Zombies, fertig. Heute wirkt die Reihe oft wie ein riesiger Live-Service-Apparat, der dich permanent mit Fortschrittssystemen, Shop-Angebote und Events „dauerbeschallt“.

Wer will schon Black Ops 7, wenn man auch die „Originale“ haben kann? Laut einem Bericht tauchen immer mehr Spieler in die alten Spiele ein, die kürzlich für PS4/PS5 veröffentlicht worden sind. – Bild: Activision
Black Ops 7 bekommt dabei den ganzen Frust ab
Die Meldung ist auch deshalb pikant, weil Black Ops 7 eigentlich der aktuelle Teil ist. Der Vergleich mit zwei alten Ports ist also ziemlich unangenehm. Selbst wenn die Zahlen nicht offiziell bestätigt sind, erzählt die Diskussion eine klare Geschichte: Viele Spieler haben offenbar mehr Lust auf das alte Call of Duty als auf das neue.
Ganz einig ist sich die Community aber nicht. Einige Reddit-Nutzer verteidigen BO7, vor allem den Multiplayer und den Zombies-Modus. Kritik gibt es dagegen vor allem an der Kampagne und daran, dass sich der neue Teil für manche eher wie eine Erweiterung des Vorgängers anfühlt. Andere nennen die alten Spiele schlicht „Fan-Favoriten“ und sehen den Erfolg deshalb als völlig logisch an.
Das macht die Sache spannender. Es geht nicht nur darum, dass Black Ops 7 schlecht wäre. Es geht darum, dass Black Ops 1 und 2 etwas bieten, das moderne Teile nicht mehr so klar liefern: ein überschaubares, direktes „Call of Duty“-Gefühl.
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Besonders kurios: Hinter Activision steht inzwischen Microsoft. Ausgerechnet Xbox bringt also alte Call of Duty-Spiele auf PlayStation zurück und sieht nun, wie stark diese dort laufen. Gleichzeitig ärgern sich einige Xbox-Spieler, weil die alten Xbox-Versionen weiter mit Problemen wie Hackern und alter Infrastruktur verbunden werden.
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