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Artikel von Markus Bauer + unter Mithilfe von KI *.
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Wer 2027 einen neuen Gaming-PC, Laptop oder vielleicht sogar eine neue Konsole kaufen möchte, sollte die Entwicklung am Speichermarkt genau beobachten. Samsung, SK Hynix und Micron sollen ihre gesamte DRAM- und HBM-Produktion für das kommende Jahr bereits verkauft beziehungsweise festen Kunden zugeteilt haben.

Das bedeutet nicht, dass 2027 plötzlich kein Arbeitsspeicher mehr im Handel liegt. Die verfügbaren Produktionsmengen sind laut einem Bericht des taiwanischen Branchenmediums DigiTimes aber bereits aufgeteilt. Hersteller, die noch keine ausreichenden Kontingente vereinbart haben, könnten deutlich weniger Speicher erhalten als benötigt.

Besonders schlecht sieht es erneut für klassische Endgeräte für uns Gamer aus. Cloud-Anbieter und KI-Unternehmen sichern sich große Mengen an Hochleistungsspeicher und schließen dafür langfristige Verträge ab. PC-Hersteller, Smartphone-Marken und andere Kunden müssen sich mit dem begnügen, was danach noch übrig bleibt.

Hersteller erhalten teilweise nur 60 bis 70 Prozent

Normalerweise handeln große Abnehmer im Juli und August ihre Speicherlieferungen für das folgende Jahr aus. Diesmal sollen die Gespräche besonders früh abgeschlossen worden sein. Samsung, SK Hynix und Micron hätten ihre verfügbaren Kapazitäten für 2027 bereits vollständig verteilt.

Selbst Kunden mit einem zugesagten Kontingent bekommen offenbar nicht immer ihre gewünschte Menge. Laut dem Bericht von „DigiTimes“ stellen die Speicherhersteller häufig nur rund 60 bis 70 Prozent des ursprünglich angefragten Volumens bereit. Große Cloud- und KI-Unternehmen genießen dabei Vorrang. Kleinere Abnehmer sowie Hersteller klassischer PCs und Smartphones müssen dagegen mit deutlich geringeren DRAM-Mengen rechnen als noch 2026.

Der Vorsitzende des Speicherherstellers Adata, Chen Li-Pai, soll die angespannte Lage ebenfalls bestätigt haben. HBM und andere Speicherprodukte für KI-Server könnten 2027 demnach fast 70 Prozent der gesamten DRAM-Kapazitäten beanspruchen.

Warum frisst HBM so viel Produktionskapazität?

HBM steht für High Bandwidth Memory. Dieser besonders schnelle Speicher sitzt unter anderem neben modernen KI-Beschleunigern und ermöglicht einen sehr hohen Datendurchsatz. Das Problem: HBM ist aufwendig in der Produktion und benötigt deutlich mehr Fertigungskapazität als gewöhnlicher DDR5-Arbeitsspeicher. Je mehr HBM Samsung, SK Hynix und Micron herstellen, desto weniger Kapazität bleibt für normale RAM-Module übrig.

Genau diese Verschiebung treibt die aktuelle RAM- und Speicherknappheit im PC-Markt an. Die Hersteller verdienen mit Speicher für Rechenzentren mehr Geld und schließen gleichzeitig langfristige Abnahmeverträge über drei bis fünf Jahre ab.

Samsung erwartet selbst trotz einer steigenden Produktion weiterhin einen unterversorgten Markt. Vor allem die Nachfrage nach Server-DRAM, HBM und Enterprise-SSDs soll durch den Ausbau der KI-Infrastruktur weiter zunehmen. Micron rechnet ebenfalls damit, dass DRAM und NAND noch über das Jahr 2027 hinaus knapp bleiben.

RAM für PCs und Konsolen könnte teuer bleiben

Für Gamer bedeutet der Bericht vor allem eines: Die Preise für Arbeitsspeicher dürften sich nicht so schnell normalisieren. Selbst wenn die extremen Preissprünge nachlassen, bleibt das Angebot wahrscheinlich knapp.

Auch künftige Konsolen benötigen große Mengen an Arbeitsspeicher. Ob die Speicherkrise tatsächlich den Preis oder den Erscheinungstermin einer PlayStation 6 beziehungsweise der nächsten Xbox beeinflusst, ist allerdings nicht bestätigt. Sony soll bislang auch keine Verschiebung der PS6 wegen der RAM-Knappheit beschlossen haben.

Trotzdem steigt der Kostendruck. Konsolenhersteller handeln zwar langfristige Großverträge aus, können sich dem weltweiten Wettbewerb um dieselben Produktionskapazitäten aber nicht vollständig entziehen.

Laut DigiTimes sind die NAND-Produktionen (SSD) von Samsung, Micron und SanDisk für 2027 aber ebenfalls bereits vergeben. Kioxia und SK Hynix könnten ihre restlichen Kontingente noch bis Ende August 2026 verkaufen. Damit drohen neben teurem RAM auch weitere Preissteigerungen bei SSDs. Besonders gefragt sind schnelle Enterprise-Laufwerke für Rechenzentren. Die Speicherkrise hat bereits den Xbox-Markt erreicht und könnte sich 2027 noch stärker auf Gaming-Hardware auswirken.

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