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3 Negativentwicklungen der Gaming Industrie

Während sich Konsolen und auch Games immer weiter entwickeln und neue Größen anstreben, hat die Gaming Industrie einige Schritte in die falsche Richtung gemacht.

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Wir sind verwöhnt! So ehrlich müssen wir sein. Wir leben im glorreichen Zeitalter wo Gaming noch immer ein gewaltiges Wachstum zeigt. Viele der Stamm-Zocker waren dabei als der Commodore 64 die ersten Videospiele nach Hause brachte und nun erleben wir wie Games teilweise Kino-Qualität auf den Bildschirm bringen. Diese Entwicklungen nach vorne erfreuen uns Spieler jedes Jahr aufs neue und so freuen wir uns, Groß und Klein, auf Gamescons, Releases und jede News. Die Gaming Industrie hat aber auch einige Negativentwicklungen durchgemacht, mit denen wir derzeit leben „müssen“.

Fortnite: V-Bucks sind die interne Spielwährung. (C) Epic Games

Mikrotransaktionen sind mittlerweile überall (Bild: V Bucks Fortnite (c) Epic Games)

Mikrotransaktionen und Lootboxen

Natürlich werden nun einige sagen „Ich muss sie ja nicht kaufen“. Jedoch kann auch ich nicht leugnen, dass die Marketing Genies hinter manchen Mikrotransaktions-Shops und Lootbox Content Creator, mich verführt haben zuzuschlagen. Sie wissen ganz genau welche Trends und optischen Gimmicks sie anbieten müssen, um eine bestimmte Zielgruppe einfach so weit zu haben, dass diese sagen „Ach was solls! Die 5 Euro gönne ich mir jetzt!“ Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist und so kommen da schon ordentliche Summen in der Lebensdauer eines Spiels zusammen. Dieses Konzept eine Game zu Melken wie eine Kuh auf der Alm ist allerdings definitiv eine Negativentwicklung in der Gaming Industrie. Viel zu oft wird der Fokus dadurch in der Entwicklung abgelenkt. Es wird sich zu sehr darauf konzentriert wie man am Besten aus dem Spiel eine Cash-Cow macht anstatt einfach ein geniales Spiel zu produzieren.

The Witcher limited Edition, Quelle: Amazon

The Witcher limited Edition, Quelle: Amazon

Negativentwicklung in der Gaming Industrie: Welche Edition hättens‘ denn gern?

Limited Editions, Ultimate Editions, Fan Figurine Editions, Game Stop Preorder Editions, Super duper mega ultra Editions und wie sie nicht alle heißen. Mittlerweile kommt kein Game mehr auf den Markt ohne nicht auch mindestens zwei oder drei Nebeneditionen mit sich zu bringen. Sei es nun in einem Steelbook oder mit einem Code um extra Content runter zu laden. Es scheint fast so als würde kein einziger Spieler oder Käufer den wirklich vollständigen Spielumfang erhalten. Abgesehen natürlich jene, die mehrere hunderte Euro hinlegen, für eine Ultimative Edition die nicht nur den kompletten Ingame Content beinhaltet. Sondern auch eine real faltbare Map, eine Musik CD die man sich nie ansieht, ein Artbook welches man erst wieder entdeckt wenn man übersiedelt und und und. Dieser Trend macht es nahezu unmöglich für Gamer sich einfach nur ein Spiel zu kaufen. Denn wenn der beste Freund eine Edition hat die ihm Gegenstände beschert, die wir somit nicht nutzen können… bedeutet dies Frust.

PS4: System Software Update Version 8.00

Updates im Laufe der Zeit sind normal aber… (Quelle: Sony PS4)

Die schlimmste Negativentwicklung der Gaming Industrie: DER DAY 1 PATCH

Erinnert ihr euch noch, als man ein Spiel in seine Konsole gesteckt hat und einfach loslegen konnte? Ob das nun damals mit den Cartridges oder auch den ersten Games auf CDs. Man legte das Spiel ein und es lief. Wenn das Game in der langen Entwicklung vermasselt wurde, so war das zwar schade, aber wir lebten damit. Als das Internet Einzug auf den Konsolen fand, kamen dann teilweise nachträgliche Patches um ein Spiel nochmal zu fixen. Games hatten plötzlich Updates so wie Konsolen auch die Software auf den neuesten Stand brachten. All das sind Dinge mit denen wir Gamer grundsätzlich leben können und es auch als vernünftig ansehen. Aber in der Industrie rund um Videospiele zählt momentan nur eins… wer liefert schneller. Die Entwicklung der einzelnen Spiele wird so unter Zeitdruck gesetzt, dass oft über essenzielle Themen und Funktionen völlig ignorant drüber geschaut wird. Es werden halbfertige Games zum Verkauf freigegeben und landen so mit unzähligen Bugs auf unseren Konsolen. Denn immerhin muss produziert, multipliziert und kassiert werden so schnell es geht.

Wie löst man das Problem eines übereilten Release?

Bis das Spiel über den Ladentisch geht, wir es einpacken und dann letztlich zu Hause einlegen… sitzen die Entwickler bereits an der Fertigstellung der Lösung. DEM DAY 1 PATCH. So kommen wir gar nicht dazu, zu sehen wie vermurkst das Game freigegeben wurde. Denn das Spiel lässt sich erst starten wenn der erste Patch installiert ist. Dieser hat meist ein Datenvolumen so groß wie das eigentliche Spiel selbst. Allein das lässt auf den Zustand schließen in dem sich das Game befunden haben muss, als irgendein Anzugträger verlangte „Das muss nächste Woche auf den Markt!“ Die Unsitte des ersten Patches ist die wohl schlimmste Negativentwicklung der Gaming Industrie und wird wohl etwas bleiben womit wir leben „müssen“ Ich für meinen Teil, würde mir wünschen sie würden sich mehr Zeit für die Entwicklung eines bombastischen Games nehmen. Dafür warte ich dann lieber ein halbes Jahr länger, starte dafür nicht mit einem 3 Stündigen Download. Was meint ihr? Welche Entwicklungen in der Industrie könnt ihr nicht ausstehen? Schreibt es uns in die Kommentare.

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