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Was sollte ein guter Gaming-Monitor in 2020 können?

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Monitor

Der Gaming-Markt boomt: Ständig erscheinen neue Games, leistungsstärkere Konsolen und Hardware-Komponenten wie Grafikkarten und Prozessoren. Da wird es doch auch mal Zeit für einen neuen Gaming-Monitor! Wenn es dann so weit ist und man auf der Suche nach einem geeigneten Monitor ist, hat man oft die Qual der Wahl.

Wir haben die wichtigsten Merkmale, die einen guten Gaming-Monitor ausmachen, für euch zusammengefasst, sodass ihr beim nächsten Monitor-Kauf sofort Bescheid wisst, worauf ihr achten müsst.

Hohe Bildwiederholfrequenz oder auch Hertzzahl

Die Bildwiederholfrequenz – Um diesen Begriff wird man bei dem Monitor-Kauf, vor allem als Gamer, nicht herumkommen. Doch für was steht die sogenannte Bildwiederholfrequenz oder auch Bildrate bei Monitoren eigentlich?

Kurz erklärt: Die Bildwiederholfrequenz eines Monitors gibt an, wie viele Bilder der Monitor pro Sekunde darstellen kann. Hat ein Gaming-Monitor z.B. eine Bildwiederholfrequenz von 120Hz (Hz – die Bildrate wird in Hertz angegeben), dann kann er auch dementsprechend bis zu 120 Bilder pro Sekunde wiedergeben.

Hierbei haben die meisten PC-Monitore nur eine Bildwiederholfrequenz von 60Hz, das ist momentan Standard unter PC-Monitoren. Bei Gaming-Monitoren ist das jedoch anders: Hier sind Bildwiederholraten von 120Hz, 144Hz oder sogar 240Hz längst Normalität.

Doch was erhofft man sich von diesen hohen Monitor-Bildraten eigentlich?

Zum einen ist die Bildwiedergabe um ein Vielfaches flüssiger, als wie es bei einem normalen 60Hz-Monitor der Fall ist. Vielleicht kennt ihr jemanden aus eurem Umfeld, der von einem normalen 60Hz-Monitor auf einen 144Hz-Monitor umgestiegen ist und nach dem Umstieg nur so von der „smoothness“ der Bildwiedergabe geschwärmt hat. Je flüssiger das Bild In-Game, desto angenehmer lässt es sich ja auch schließlich spielen.

Ein weiterer Vorteil von Gaming-Monitoren mit hohen Bildwiederholfrequenzen ist, dass man im Game anderen Spielern gegenüber, einen Vorteil hat: Denn wenn der Monitor mehr Bilder pro Sekunde wiedergeben kann, als der Monitor des Gegners, sieht man manche Geschehnisse früher und kann auch dementsprechend schneller reagieren.

Deshalb verschaffen Monitore mit hohen Bildraten vor allem in E-Sports Spieltiteln wie CS:GO, League of Legends, Fortnite, Dota 2, etc. einen klaren Vorteil. In diesen Games zählt jeder Frame und jede Millisekunde in der man früher als der Gegner reagieren kann.

Nun wisst ihr was es mit der Bildwiederholfrequenz bei Gaming-Monitoren auf sich hat, allerdings solltet ihr eine Sache unbedingt beachten: Wenn ihr auch die vollen 144Hz auf eurem Gaming-Monitor genießen wollt, solltet ihr auch In-Game bestenfalls 144 FPS (frames per second) erreichen.

Schafft euer PC in eurem Lieblingsspiel z.B. Overwatch durchschnittlich nur 60 FPS, dann habt ihr bei der Nutzung von beispielsweise einem 144Hz-Monitor keinen Vorteil. Der 144Hz-Monitor gibt bei 60 FPS nur 60 Hertz, also 60 Bilder pro Sekunde wieder. Vor dem Kauf eines Gaming-Monitors solltet ihr also auch, die Leistung eures PCs oder der Gaming-Konsole überprüfen.

Schnelle Reaktionszeit der Pixel

Ebenfalls super relevant für Zocker ist die Reaktionszeit des Gaming-Monitors. Unter der Reaktionszeit von Monitoren versteht man, wie lange der Monitor braucht, um ein neues Bild darzustellen. Beim Zocken verschafft das den Vorteil, dass man das Spielgeschehen schneller zu sehen bekommt und dadurch einen technischen Vorsprung hat.

Die Reaktionszeit gibt also an, wie lange die Pixel des Monitors brauchen, um einen Farbwechsel vorzunehmen. Diese Reaktionszeit befindet sich bei aktuellen Modellen zum Glück im niedrigen Millisekunden-Bereich.

Messen kann man die Reaktionszeit z.B. folgendermaßen: Zum einen kann man die Zeit messen, wie lange ein Pixel für den Farbwechsel von schwarz auf weiß benötigt, zum anderen wie lange ein Pixel von grau zu grau (GTG – grey to grey) benötigt. Wir empfehlen sich primär an dem GTG-Wert zu orientieren.

Doch welche Reaktionszeit ist für einen Gaming-Monitor akzeptabel? Pauschal kann man sagen, dass ein guter Gaming-Monitor eine Reaktionszeit zwischen 5 und 1 Millisekunden aufweisen sollte. Gerade weil Gaming-Monitore oft höhere Bildfrequenzen haben, ist schneller Bildaufbau, um unschöne Effekte wie Screen-Tearing und Schlierenbildung zu vermeiden, essenziell.

Input-Lag

Was von vielen bei der Monitor-Wahl gar nicht beachtet wird, ist der sogenannte Input-Lag. Wie der Name schon vermutet handelt es sich um eine Art Lag. Der Input-Lag beschreibt nämlich wie lange das Signal nach Betätigen einer Taste von z.B. einen Playstation-Controller braucht, um bei dem Monitor anzukommen.

Vielleicht ist es jemandem von euch schon mal beim Xbox-Zocken am Fernseher aufgefallen, dass euer angegebene Befehl nicht instant am Fernseher sichtbar wird. Das liegt vor allem daran, dass Fernseher oftmals einen recht hohen Input-Lag sowie eine schlechte Reaktionszeit haben. Denn auf den Input-Lag muss man selbstverständlich auch noch die Reaktionszeit hinzuaddieren.

Zum Glück ist der Input-Lag bei den meisten aktuellen Gaming-Monitoren gar kein Thema mehr und praktisch kaum spürbar. Dennoch empfehlen wir, dass ihr euch vor dem Kauf des gewünschten Gaming-Monitors einen unabhängigen Testbericht zum jeweiligen Bildschirm anschaut, um eventuell Infos über den Input-Lag des Monitors zu erhalten. Die Monitor-Hersteller geben diesen leider im Regelfall nicht an.

Bildschirmgröße – Wie viel Zoll braucht mein Gaming-Monitor?

Hier könnte man ja meinen: je größer, desto besser! – Das ist hier leider nicht ganz richtig. Wer seinen Monitor erstrangig für Gaming verwenden möchte, wird auch des Öfteren gleich mehrere Stunden am Stück vor dem Bildschirm verbringen wollen. Deshalb ist hier die Bildschirmgröße entscheidend.

Nicht nur kann man bei einem zu großen Monitor schnell den Überblick verlieren, sondern man überlastet parallel dazu auch seine Augen. Dadurch dass das Sichtfeld so groß ist, müssen die Augen sehr stark wandern, um überhaupt das ganze Spielgeschehen erblicken zu können. Nicht umsonst sieht man bei E-Sportlern auf der Bühne fast nur kompakte 24-Zoll-Monitore.

Wenn der Gaming-Monitor auf dem Schreibtisch stehen soll, empfehlen wir euch bestenfalls eine Bildschirmdiagonale von 24 Zoll (ca. 61 cm) bis 32 Zoll (ca. 81 cm). Nichtsdestotrotz ist und bleibt die Bildschirmgröße auch eine Geschmackssache und kann durch den Sitzabstand einfach reguliert werden.

Bildschirmauflösung – Welche Auflösung lohnt sich?

Mit der Bildschirmauflösung sprechen wir den wohl wichtigsten Punkt beim Monitor-Kauf an.

Die Auflösung eines Bildschirmes gibt eigentlich nur an, wie viele Pixel das Display für die Bilddarstellung zur Verfügung hat. Je mehr Pixel das Display hat, desto schärfer ist das daraus resultierende Bild.

So kommt es, dass bestimmt so gut wie jeder von der Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) gehört hat. Full-HD ist mittlerweile der Goldstandard unter den Bildschirmauflösungen und auch dementsprechend weit verbreitet. Jedoch mischen in den letzten Jahren auch immer höhere Auflösungen wie WQHD (2560 x 1440 Pixel), 4K/U-HD (3840 x 2160 Pixel) und sogar 8K (7680 × 4320 Pixel) den Markt auf.

Hier kommt es bei der Auswahl vor allem auf die eigenen technischen Voraussetzungen des Gaming-PCs oder der Konsole an. Denn je höher die Bildschirmauflösung im Game, desto mehr Leistung wird benötigt und desto niedriger fallen die FPS aus und desto ruckeliger ist die Bildwiedergabe.

Ebenfalls relevant ist die Bildschirmauflösung in Relation zur Bildschirmgröße, denn je geringer die Auflösung und je größer der Bildschirm, desto niedriger ist die Pixeldichte und desto schwammiger erscheint die Auflösung. Unsere Empfehlung: Monitore mit Full-HD bis 25 Zoll, WQHD ab 27 Zoll, 4K ab 27 Zoll.

Pauschal kann man sagen, dass zum aktuellen Zeitpunkt ein Gaming-Monitor mit 8K-Auflösung unnötig ist. Zwar hat schon Sony seine neue Playstation 5 mit einer 8K-Kompatibilität angekündigt, jedoch ist es fraglich, ob die neuen Spieltitel dann überhaupt 8K-kompatibel sind bzw. gut genug optimiert dafür sind.

Auch wer sich einen 4K-Gaming-Monitor zulegen möchte, wird auf hohe Framerates bei aktuellen Games verzichten müssen, es sei denn die eigene Hardware ermöglicht das.

Wer auf Nummer sicher gehen will, aber trotzdem noch einen zukunftssicheren Gaming-Monitor kaufen möchte, sollte auf einen WQHD-Monitor mit hoher Bildrate zurückgreifen. Neue Modelle wie der Samsung Odyssey G7 [<Hier kann Affiliate-Link eingefügt werden] sind hier zum Beispiel eine Überlegung wert.

Technische-Features für Gaming

Wenn die Leistung vom eigenen PC In-Game mal abfällt, kommt es oft zu Lags, Schlierenbildung und Screen-Tearing (Zerreißen des Bildes). Um diesen unschönen Ereignissen vorzubeugen, benutzen viele ausgefuchste Zocker Technologien wie V-Sync (vertikale Synchronisation). Hier wird via. Software versucht die Bildausgabe der Grafikkarte mit der Bildwiedergabe des Monitors zu synchronisieren, in der Theorie sollten so keine Bildfehler auftreten.

Der große Nachteil von V-Sync ist, dass dadurch einiges an Rechenleistung von der Grafikkarte beansprucht wird, sodass man insgesamt weniger FPS im Spiel erreicht. Außerdem funktioniert V-Sync, weil es eben nur auf Software basiert, in der Praxis oft nicht gut. Und hier kommen Technologien wie FreeSync und G-Sync ins Spiel.

G-Sync ist eine im Monitor integrierte Technologie von Nvidia die, eine perfekte Synchronisation von Grafikkarte und Gaming-Monitor erlaubt. Screen-Tearing ist somit fast unmöglich. Voraussetzung für G-Sync ist eine mit G-Sync kompatible Nvidia Grafikkarte und ein G-Sync fähiger Gaming-Monitor.

Nvidias Konkurrent AMD kommt natürlich mit einer ähnlichen Technologie, nämlich AMD FreeSync, entgegen. Ziel ist auch hier die Synchronisation von GPU (Grafikkarte) und Monitor. Mittlerweile sind auch einige Nvidia Grafikkarten mit AMD FreeSync kompatibel.

Auf andere Features wie Flicker-Free (verhindert Flimmern auf dem Display), eine Overdrive-Funktion (verbessert Reaktionszeit) und voreingestellte Gaming-Modi sollte man ebenfalls achten. Neuere Gaming-Monitore haben diese Funktionen in der Regel integriert.

Monitor-Ergonomie & Anschlüsse

Ein oftmals unterschätztes Thema ist die Ergonomie des Gaming-Monitors. Hier sollte man darauf achten, ob man überhaupt genug Platz auf dem Schreibtisch zu Verfügung hat und ob der Monitor im Zweifelsfall eine VESA-Bohrung für alternative Befestigungsmöglichkeiten hat.

Um das meiste aus der Gaming-Experience rauszuholen sollte man unbedingt überprüfen, ob der Monitor beispielsweise höhenverstellbar, schwenkbar oder drehbar ist. Denn je besser der Gaming-Monitor auf das eigene Sichtfeld eingestellt ist, desto besser kann man damit arbeiten bzw. zocken.

Ebenfalls wichtig sind die am Gaming-Monitor vorhandenen Anschlüsse. Dabei sollten optimalerweise zwei verschiedene Möglichkeiten, z.B. HDMI und Display-Port, gegeben sein.

Tipp: Um auf einem 144Hz-Gaming-Monitor auch die vollen 144Hz zu erreichen, sollte man seinen Monitor via. Display-Port Kabel mit dem PC verbinden. Neue HDMI-Versionen wie HDMI 2.0 können bis zu 120Hz @ Full-HD und HDMI 2.1 sogar bis zu 30Hz bei 8K übertragen.

Wenn ihr einen neuen Fernseher für PS5 und Xbox Series X sucht, dann haben wir hier den perfekten Ratgeber für euch.

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