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Artikel von René Nikel +
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Der damalige Game Director Konrad Tomaszkiewicz, welcher für The Witcher 3: Wild Hunt verantwortlich war, gründete das Entwicklungsstudio Rebel Wolves. Gleich das erste Projekt des Studios ist dabei ein großes Open World Rollenspiel, nämlich The Blood of Dawnwalker. Welche Richtung das Spiel dabei einschlägt und ob es mit aktuellen Genrevertretern mithalten kann, habe ich für euch natürlich bis ins kleinste Detail getestet!

The Blood of Dawnwalker

The Blood of Dawnwalker – Screenshot: René Nikel

Einleitung

In einem Land, in dem die Vrakhiri die Herrschaft übernommen haben, muss sich die Menschheit zur Wehr setzen und dafür sorgen, dass die letzte Hoffnung auf Freiheit nicht erlischt.

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Bei den Vrakhiri handelt es sich um mächtige, vampirähnliche Wesen, die über die Region Vale Sangora herrschen.

The Blood of Dawnwalker ist nicht einfach nur ein Witcher im neuen Gewand. Das Game setzt sich deutlich von anderen Action RPGs ab und geht seinen eigenen Weg.

Ihr verbessert eure Fertigkeiten, stellt Gegenstände her und es gibt auch einen Tag und Nacht Zyklus. Wobei der Zeitverlauf nicht wie bei vielen anderen Rollenspielen kontinuierlich abläuft, sondern die Zeit eher als Ressource angesehen werden kann. Das bedeutet, dass ihr die Spielwelt frei erkunden und auch so manche Kämpfe bestreiten könnt, ohne dabei eure wertvolle Zeit zu verbrauchen. Erst bestimmte Aktionen und Quest-Schritte kosten euch eine festgelegte Anzahl an Zeiteinheiten. Diesen Ansatz finde ich besonders interessant und eines schon gleich vorweg, das funktioniert wunderbar!

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The Blood of Dawnwalker Dorf

The Blood of Dawnwalker Dorf – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Muron

The Blood of Dawnwalker Muron – Screenshot: René Nikel

Story

Gleich zu Beginn eine kleine Warnung. Solltet ihr das Spiel komplett spoilerfrei spielen wollen, überspringt diesen Punkt ganz einfach!

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Wir schreiben das 14. Jahrhundert, in dem die Pest zur Tagesordnung gehört, die einfachen Bürger in bitterer Armut leben und ein grausamer Fürst das Land mit eiserner Hand regiert. Doch eines Tages wendet sich das Blatt und die Vrakhiri kommen an die Macht. Wie es genau dazu kommt, erfahrt ihr gleich zu Beginn des Games.

Brencis, der derzeitige Herrscher der meisten Vrakhiri und gleichzeitig der neue Fürst des Landes, gibt den Menschen zunächst Hoffnung auf ein besseres Leben. Er verspricht, das Elend zu beenden und dem Land eine neue, bessere Zukunft zu schenken. Denn durch das Trinken von Vrakhiri-Blut, welches in den Kirchen nun üblich ist, bleiben die Menschen von Krankheiten verschont und erfreuen sich bester Gesundheit. Leider hat das aber einen sehr hohen Preis. Die Vrakhiri leben von Blut und am liebsten von dem der Menschen. Somit sind Blutopfer das Einzige, was Brencis verlangt.

Durch einen kleinen Aufstand in dem Dorf unseres Hauptcharakters Coen erfahrt ihr im Prolog, wie es dazu kommt, dass er ein Dawnwalker wird und warum seine Familie entführt wird.

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Ein Dawnwalker ist dabei jemand, der im 14. Jahrhundert eigentlich in einen Vrakhiri verwandelt werden sollte. Durch bestimmte Umstände bleibt er jedoch untertags ein normaler Mensch und verwandelt sich erst nachts in einen Vrakhiri. Das bedeutet auch, dass unserem Hauptcharakter das Tageslicht nichts ausmacht, während die gewöhnlichen Vrakhiri es meiden müssen.

Nach Abschluss des Prologs habt ihr 30 Tage und 30 Nächte Zeit, eure Familie zu befreien. Euer großes Ziel ist es dabei aber, Brencis zu stürzen und seine Herrschaft über Vale Sangora zu beenden.

The Blood of Dawnwalker Anca

The Blood of Dawnwalker Anca – Screenshot: René Nikel

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The Blood of Dawnwalker Cerbus

The Blood of Dawnwalker Cerbus – Screenshot: René Nikel

Spielwelt 

Wenn ihr den Test bis jetzt aufmerksam gelesen habt, wisst ihr, dass Zeit in The Blood of Dawnwalker eure wertvollste Ressource ist, wenn es darum geht, Coens Familie zu retten. Was aber nicht bedeutet, dass ihr das auch müsst! Das eigentliche Ziel ist es, Brencis zu stürzen. Wie ihr das aber angeht, bleibt ganz euch überlassen.

Nutzt ihr die Zeit vernünftig, um legendäre Ausrüstung zu suchen und euren Skill Tree zu verbessern? Oder spezialisiert ihr euch lieber darauf, wichtige Quests zu erledigen, um Brencis vor dem großen Showdown zu schwächen? Vielleicht steht bei euch aber auch einfach nur im Vordergrund, so schnell wie möglich eure Familie zu retten? Ihr könntet aber auch ganz in Ruhe die Spielwelt erkunden und aus der Story keine Rettungsmission machen, sondern einen richtigen Rachefeldzug!

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Genau hier fängt das Konzept von The Blood of Dawnwalker an, richtig interessant zu werden. Es gibt nicht wie üblich überspitzt ausgedrückt 80 Hauptquests und 50 Nebenaufgaben. Es gibt ein klares Endziel, aber wie ihr dieses erreicht, bleibt ganz euch überlassen! Natürlich gibt es eine Story basierende Linie die ihr mit den Quests folgen könnt, aber ihr müsst es nicht.

Neben den verschiedensten Quests, von denen manche länger und andere kürzer ausfallen, gibt es außerdem viele weitere Dinge, die ihr auf eurer Reise entdecken könnt. Dazu gehören beispielsweise versteckte Schätze oder starke Kreaturen, die guten Loot bereithalten. Die einzelnen Quests unterscheiden sich zwar voneinander, aber es gibt schon auch sehr oft ähnliches zu tun. Im Großen und Ganzen halten die Quests aber genug Abwechslung bereit, um euch über das ganze Spiel fesseln zu können. Es gibt auch einen Fokus-Modus, mit dem ihr Fußspuren oder andere Hinweise finden könnt, und ab und an ist auch ein Gespräch mit den Toten möglich.

Auch wenn sich nach den ersten 5–10 Stunden ein klares Bild des Gameplays abzeichnet, kann ich euch eines versprechen. Langweilig wird euch beim Erkunden der Weltkarte und bei den Quests ganz bestimmt nicht.

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The Blood of Dawnwalker Spielwelt

The Blood of Dawnwalker Spielwelt – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Bewahrer der Albträume 2

The Blood of Dawnwalker Bewahrer der Albträume 2 – Screenshot: René Nikel

Kampfsystem

Das Kampfsystem erinnert ein wenig an Kingdom Come: Deliverance, ist aber nicht einfach nur übernommen worden. Egal, ob ihr untertags als Mensch oder nachts als Vrakhiri unterwegs seid, das Grundprinzip bleibt gleich. Der große Unterschied ist allerdings, dass ihr als Vrakhiri um vieles stärker seid.

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Beim Kampfsystem habt ihr einen universellen Block, der Ausdauer verbraucht, und spezielle Blocks in alle vier Himmelsrichtungen. Der große Unterschied dabei ist, dass die speziellen Blocks keine Ausdauer verbrauchen. Ähnlich verhält es sich mit dem Angriff. Hier drückt ihr in eine Richtung und anschließend auf die Angriffstaste. Der Angriff wird dann in die gewünschte Richtung ausgeführt.

Außerdem gibt es einen Block kurz bevor ihr angegriffen werdet. Erwischt ihr den Block im richtigen Moment, lässt sich ein schneller Gegenangriff ausführen. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, Angriffen auszuweichen, und oft ist das auch erforderlich. Viele Gegner haben nämlich Angriffe parat, die sich nicht blocken lassen. Natürlich habt aber auch ihr einen Angriff, den die Gegner nicht blocken können.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, gibt es noch verschiedene Fähigkeiten, die ihr einsetzen könnt und die sich als Mensch und Vrakhiri unterscheiden.

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Ich selber habe ein bis zwei Stunden gebraucht, um in das Kampfsystem hineinzukommen. Wenn man aber einmal heraus hat, wie es funktioniert, fügt es sich extrem gut in die Spielwelt ein. Das Kampfsystem erfordert also nicht nur ein hohes Level oder gute Ausrüstung, sondern auch Geschick von euch. Das bedeutet, solltet ihr einmal eine Gegnerschar oder einen starken Gegner vor euch haben, könnt ihr ihn mit etwas Übung trotzdem besiegen.

Genau diese Tatsache macht das Kampfsystem so interessant und passt perfekt zum Gameplay und dem Konzept von The Blood of Dawnwalker.

The Blood of Dawnwalker Bewahrer der Albträume

The Blood of Dawnwalker Bewahrer der Albträume – Screenshot: René Nikel

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The Blood of Dawnwalker Kampfende

The Blood of Dawnwalker Kampfende – Screenshot: René Nikel

Vrakhiri und Mensch

Als Vrakhiri seid ihr stärker und natürlich bluthungriger. Außerdem könnt ihr euch an Wänden und Decken bewegen, was in bestimmten Bereichen verdammt cool ist und wirklich Spaß macht. Mit der Fähigkeit Schattenwurf könnt ihr euch somit über kurze Strecken teleportieren. Als Mensch nutzt ihr im späteren Verlauf starke Zauber und seid durch bessere Ausrüstung und verbesserte Fähigkeiten trotzdem imstande, gegen die Vrakhiri zu siegen. Auch wenn euch am Anfang ein normaler Bär oder ein Wolfsrudel sehr schnell zum Problem werden kann.

Aber nicht nur die Spielweise unterscheidet sich dabei, sondern auch die Quests und Ingame-Aktivitäten. Denn einige könnt ihr nur nachts und andere wiederum nur am Tag absolvieren.

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Im Endeffekt kommt es auf eure Spielweise an, ob ihr eure menschliche Seite so gut wie möglich bewahrt oder ganz einfach den Blutrausch des Vrakhiri in euch freien Lauf lasst!

The Blood of Dawnwalker Schattenwurf an die Wand

The Blood of Dawnwalker Schattenwurf an die Wand – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Brancis

The Blood of Dawnwalker Brancis – Screenshot: René Nikel

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Speichern und Fortbewegung

Das Speichersystem ist genial integriert! Ihr könnt zu fast jeder Zeit manuell speichern, was euch eine gewisse Freiheit ermöglicht. Zuvor getroffene Entscheidungen, welche ihr gerne anders gelöst hättet, könnt ihr dadurch noch einmal spielen. Nebenbei gibt es zusätzlich bei so ziemlich allen wichtigen Stellen eine automatische Speicherung, falls ihr einmal vergessen habt, manuell zu speichern. So ein Speichersystem bei einem narrativen Open-World-RPG lobe ich einfach!

Im Spiel gibt es keine Reittiere oder Ähnliches. Dafür gibt es sogenannte Bildstöcke für die Schnellreise. Zusammen mit dem Sprinten kommt ihr so ziemlich schnell zu eurem Ziel, egal, wohin ihr gerade unterwegs seid.

The Blood of Dawnwalker Wald

The Blood of Dawnwalker Wald – Screenshot: René Nikel

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The Blood of Dawnwalker Gespräche mit den Toten

The Blood of Dawnwalker Gespräche mit den Toten – Screenshot: René Nikel

Was gibt es sonst noch

Von Händlern bis hin zu epischen oder legendären Waffen und ausführlichen Dialogen, die gravierende Auswirkungen auf eure Reise haben werden, ist so gut wie alles integriert, was ein gutes Rollenspiel benötigt.

Auch die drei umfangreichen Skill Trees können sich sehen lassen und halten allerhand Verbesserungen und Fähigkeiten für euch bereit.

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Der Reiter „Hof“ zeigt euch euren Status bei Brencis an, also wie berüchtigt ihr seid. Je nachdem, für welche Spielweise ihr euch entscheidet, kann dieser Ruf auch recht unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Außer dem Rechtssystem, auf das ich im Punkt Kritik noch näher eingehe, fehlt mir persönlich nichts. The Blood of Dawnwalker ist ein ausgewachsenes Rollenspiel, das euch an den Bildschirm fesseln wird!

The Blood of Dawnwalker Kampf mit Geistern

The Blood of Dawnwalker Kampf mit Geistern – Screenshot: René Nikel

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The Blood of Dawnwalker Erkundung

The Blood of Dawnwalker Erkundung – Screenshot: René Nikel

Steuerung

Die Steuerung braucht ein wenig Eingewöhnung. Habt ihr sie nach den ersten paar Stunden aber verinnerlicht, spielt sich The Blood of Dawnwalker extrem flüssig und gut. Leider ist die Steuerung dabei aber sehr controllerorientiert. Ihr könnt das Spiel zwar auch mit Maus und Tastatur spielen, mit dem Controller macht es aber einfach noch einmal mehr Spaß.

The Blood of Dawnwalker Skill Tree Schwertkunst

The Blood of Dawnwalker Skill Tree Schwertkunst – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Skill Tree Vampirismus

The Blood of Dawnwalker Skill Tree Vampirismus – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Skill Tree Zauberei

The Blood of Dawnwalker Skill Tree Zauberei – Screenshot: René Nikel

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Grafik und Sound

Die Grafik ist für ein Rollenspiel durch die Unreal Engine 5 wirklich gelungen. Natürlich kommt die Grafik nicht an lineare Singleplayer-Games wie Resident Evil Requiem mit seinen stark inszenierten Sequenzen heran, trotzdem kann sie sich sehen lassen. Der Ton sowie die Stimmen sind dabei auf einem guten Niveau, das sich nicht verstecken braucht. Das Spiel ist in deutscher Sprache verfügbar und dabei auch vollständig vertont!

The Blood of Dawnwalker Bosskampf

The Blood of Dawnwalker Bosskampf – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Kloster

The Blood of Dawnwalker Kloster – Screenshot: René Nikel

Kritikpunkte

Das narrative Sandbox-Open-World-Prinzip geht zwar auf und ihr könntet theoretisch gleich nach dem Prolog machen, was ihr wollt. Praktisch werdet ihr aber durch die Stärke der Gegner ausgebremst. Ob das tatsächlich ein Kritikpunkt ist, bleibt dahingestellt.

Immerhin muss es etwas geben, das euch daran hindert, gleich zu Beginn alles zu erkunden. Ansonsten wäre The Blood of Dawnwalker ein sehr eintöniges und langweiliges Rollenspiel, wenn ihr bereits nach dem Prolog einfach euer Endziel erreichen könntet.

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Insgesamt ist die Grafik wirklich gelungen, aber ab und an gibt es ein paar unschöne Fehler. Einmal passt die Darstellung von Schatten nicht, ein anderes Mal steht ihr einfach im Berg, anstatt darauf. Bei einem so großen Rollenspiel ist der ein oder andere Grafikfehler verständlich. Unschön mitanzusehen sind sie trotzdem, wenn sie einmal auftreten.

Was das Rechtssystem im Spiel angeht, hat mich dieses auch nicht so ganz überzeugt. Warum kann ich in einem Haus von einem Freund einfach seine Sachen durchstöbern und mitnehmen? Selbst in fremden Häusern hat das Stehlen von Gegenständen kaum bis gar keine Auswirkungen.

Auch beim Thema Gewalt hätte ich mir mehr Konsequenzen gewünscht. Warum kann ich einfach Gegner angreifen, während die Patrouillen, die etwas weiter entfernt stehen, davon nichts mitbekommen? Selbst danach kann ich mich beispielsweise in der Stadt weiterhin völlig frei bewegen. Hier hätte das Spiel eindeutig noch etwas mehr Feinschliff benötigt.

Es gibt etliche Quests, die in Katakomben oder Höhlen stattfinden. Die Gebiete sind aber immer überschaubar und linear aufgebaut. Das bedeutet, ihr müsst eure Wege so gut wie nie wirklich suchen, weil sie eigentlich direkt vor eurer Nase liegen. Mir persönlich hat dieses System sehr gut gefallen, da es den Spielfluss nicht behindert. Wenn ihr aber einen ausgeprägten Forscherdrang habt und Open-World-Spiele mit umfangreicher Erkundung mögt, könntet ihr hier vielleicht ein wenig enttäuscht sein.

Ich hatte auch mehrere unschöne Bugs dabei. Davon werdet ihr aber wahrscheinlich nichts mitbekommen, da diese mit dem Day One Patch schon behoben sein dürften. Wundert euch aber nicht, wenn es einmal passiert, dass ihr als Vrakhiri in einer Höhle seid und euch mit Schattenwurf an höher gelegene Wände teleportiert. Plötzlich steht ihr irgendwo mitten auf der Weltkarte und nicht mehr in der Höhle. Mir ist das zweimal passiert. Durch die automatische Speicherung hat sich das Problem aber schnell wieder gelöst. Etwas irritiert war ich im ersten Moment trotzdem.

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The Blood of Dawnwalker Berge

The Blood of Dawnwalker Berge – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Leonica

The Blood of Dawnwalker Leonica – Screenshot: René Nikel

Kleine Tipps

Diesen Punkt möchte ich so spoilerfrei wie möglich halten. Deshalb gebe ich euch nur ein paar kleine Tipps und verrate euch, welche Questreihen mir persönlich am besten gefallen haben, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Durch die vielen Freiheiten, die das Game für euch bereithält, kommt es aber natürlich auch auf eure Spielweise an, ob ihr überhaupt zu diesen Quests kommt.

Egal, für welche Spielweise ihr euch entscheidet und welche Art des Angriffs auf Brencis ihr am Ende wählt. Speichert und versucht vielleicht auch andere Wege. Diese könnten die ein oder andere interessante Wendung bereithalten.

Die besten Ingame-Momente hatte ich mit der Questsreihe von Anca und Larca. Diese beiden waren für mich eines der Highlights des Spiels. Ihr könntet die Questreihe natürlich auch auslassen, aber ich sage euch, ihr verpasst wirklich einiges!

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Fast ganz im Süden gibt es einen Turm, auf den ihr als Vrakhiri hochklettern könnt. Nehmt diesen Turm genau unter die Lupe! Vielleicht gibt es auch eine Quest dazu. Ich habe den Abschnitt allerdings eher zufällig entdeckt. Auch wenn dieser nicht allzu lang ist, werdet ihr überrascht sein.

Die Uriashi-Questreihe kann ich euch ebenfalls empfehlen, da diese recht nett war. Am wichtigsten ist aber, dass ihr nie das Speichern vergesst. Schaut euch nach wichtigen Entscheidungen am besten auch die Autosaves an. In The Blood of Dawnwalker werdet ihr oft vor wichtige Entscheidungen gestellt, die große Auswirkungen auf Folgequests haben können!

Dasselbe gilt, wenn ihr euch dazu entscheidet, die Burg anzugreifen. Ich würde euch wirklich nahelegen, hier einen Speicherpunkt anzulegen. Vielleicht findet ihr auch selbst heraus, was passiert, wenn ihr die Zeit einfach verstreichen lasst.

The Blood of Dawnwalker Schattenwurf

The Blood of Dawnwalker Schattenwurf – Screenshot: René Nikel

The Blood of Dawnwalker Spurensuche

The Blood of Dawnwalker Spurensuche – Screenshot: René Nikel

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Fazit

The Blood of Dawnwalker ist ein geniales RPG, das mich einfach in seinen Bann gezogen hat. Trotz der wenigen Kritikpunkte werde ich auch nach dem Test noch einiges im Spiel erkunden und verschiedene Enden ausprobieren. Was die Spielzeit betrifft, habe ich für einen Run mit viel Erkundung ca. 35 Stunden benötigt. Solltet ihr aber verschiedene Enden ausprobieren und euch wirklich alles im Game ansehen wollen, kann ich mir gut vorstellen, dass ihr auf 50 Spielstunden kommen werdet.

Das Storytelling finde ich fesselnd und großartig. Auch die ab und an verstörenden Visionen, die Coen erlebt, sorgen zusätzlich für eine ganz besondere Atmosphäre. Ich persönlich kann das Spiel jedem ans Herz legen, der mit der Thematik etwas anfangen kann und narrative Open-World-Rollenspiele mag.

The Blood of Dawnwalker ist nicht einfach nur ein weiteres RPG, sondern geht seinen eigenen Weg. Einen direkten Vergleich mit The Witcher lasse ich deshalb bewusst außen vor. Was das Storytelling betrifft, braucht sich das Game aber hinter keinem Genrevertreter zu verstecken.

Gerade wenn man bedenkt, dass es sich um das erste Spiel von Rebel Wolves handelt, kann ich eigentlich nur sagen, Hut ab, was dieses Entwicklerstudio hier geschaffen hat. Eine düstere Welt im 14. Jahrhundert, vampirähnliche Wesen und eine Geschichte, in der eure Entscheidungen tatsächlich eine Rolle spielen. Es ist eine Welt, in der ihr euch verlieren könnt.

Nicht nur einmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich angefangen habe zu spielen und mir dachte „Eine Quest noch.“ Und plötzlich war das Wochenende schon wieder vorbei.

Das Storytelling zieht euch in seinen Bann, die Atmosphäre ist düster, bedrückend und voller Elend. Genau so, wie es zu diesem Setting passt.

The Blood of Dawnwalker ist kein Spiel, das euch einfach nur eine Geschichte erzählt. Es ist eine Welt, die euch verschluckt, die Zeit vergessen lässt und euch irgendwann fragen lässt, wo zum Teufel eigentlich die letzten Stunden geblieben sind.

The Blood of Dawnwalker Pest

The Blood of Dawnwalker Pest – Screenshot: René Nikel

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Fragen & Antworten

  • Diese Fragen wurden geklärt

Test-System: AMD Ryzen 9 9950X3D, 64GB Fury Beast DDR5-6400 CL32, RTX 5080, Gespeichert auf NVMe M.2, WD Black SN770, Gigabyte X870E Aorus Master Motherboard.

Bewertung von René Nikel
Legendär
9

Düster, fesselnd und voller Entscheidungen. The Blood of Dawnwalker ist ein starkes Open-World-RPG.

  • Fesselnde Story
  • Entscheidungsfreiheit
  • Starkes Kampfsystem
  • Mensch und Vrakhiri Spielweise
  • Düstere Atmosphäre
  • Abwechslungsreiche Quests
  • Großartige Open World
  • Vollständige deutsche Vertonung
  • Geniales Speichersystem
  • Rechtssystem mit wenig Konsequenzen
  • Teilweise lineare Höhlen und Katakomben
  • Kleinere Grafikfehler
  • Controllerorientierte Steuerung

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