Overwatch 2: Aaron Keller erzählt von Anfängen und Zukunftsideen

Der Director von Overwatch 2 ist ins Detail gegangen, erklärt warum der PvE modus gestichen wurde und auch was daraus werden hätte können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Overwatch ist aus dem gecancelten MMO Project Titan entstanden.
  • Das Entwicklerteam von Overwatch hatte immer Pläne, das Franchise wieder zu einem MMO zu machen.
  • In einem Blogpost erzählt Director Aaron Keller jetzt, warum das ein Fehler war, und was das für die Zukunft bedeutet.

Das der PvE Modus von Overwatch 2, nach etlichen Delays endgültig gestrichen wurde ist mittlerweile keine Neuigkeit mehr. Aaron Keller, der Director von Overwatch 2, geht jetzt aber ins Detail. In einem Dev-Post, der kürzlich auf der Overwatch Website erschienen ist, erzählt er von den Ursprüngen von Overwatch, genaueren Gründen warum der PvE Modus nicht so erscheint wie er geplant war und, was zukünftige Pläne für das Franchise gewesen wären.

Overwatch: Aus der Asche von Project Titan

Das originale Overwatch wurde von Blizzards Team 4 entwickelt. Wie manche sicher wissen, war die Enstehungsgeschichte des Spiels eine nicht immer einfache. Angefangen hat es mit Project Titan, einem ambitionierten FPS-MMO, das während der Entwicklungsphase gecancelt wurde. Nachdem es mit Project Titan aus war, wurde Team 4, aka das Overwatch Team gegründet. Laut Kellers Blogpost war es für das Team, gerade am Anfang, klar, das Overwatch ebenfalls ein MMO sein würde. Sogar als sich das Spiel von der Idee eines MMO’s, immer mehr in Richtung des Heldenshooters bewegte den wir heute alle kennen, gab es immer Pläne es eines Tages in ein MMO weiterzuentwickeln.

Kriechen, Gehen, Laufen. Eine Mentalität mit falschen Prioritäten?

Keller erzählt auch von einer Idee die sich durch die Entwicklung beider Overwatch Games zog. “Crawl, Walk, Run”, also Kriechen, Gehen, Laufen. Für das Team ein drei Schritte Plan zum MMO. Dabei war Overwatch 1 das “kriechen”. Der nun in den Sand gesetzte PvE Modus hätte das “gehen” werden sollen und abschließend sollte das fertige MMO das “laufen” sein.

“Es war in der DNA unseres Teams von Anfang an eingebaut. Manche von uns haben dieses finale Spiel, das fertige MMO, als die wahre Realisierung der Vision von Project Titan gesehen”, erklärt Keller in seinem Post.

Könnte es also sein, das der Schatten des gestrichenen Project Titan schon seit dem Start von Overwatch über dem Entwicklerteam hängt? Es wirkt so. Keller scheint der gleichen Meinung zu sein.

“Nachdem wir Overwatch 2016 gelauncht hatten, haben wir fast direkt danach schon angefangen ein Sequel zu planen. Wenn ich jetzt zurückschaue, ist es offensichtlich, das wir uns nicht genug auf das Spiel selbst konzentriert haben, das von Anfang an ein Hit war. Stattdessen hielten wir an diesem Jahre alten Plan fest. Wir haben angefangen am PvE zu arbeiten und haben immer mehr Fokus darauf gelegt und immer mehr Teile unseres Teams auf diese Features angesetzt.”

Was heißt das alles für die Zukunft von Overwatch 2?

Am Ende seines Posts redert der Director auch über die Zukunft des Franchises und entschuldigt sich nochmal bei seinem Team und den Fans. Und er gibt ein Versprechen. Overwatch ist aus der Asche von Project Titan entstanden. Aber jetzt ist es an der Zeit die Wurzeln des Spiels endgültig hinter sich zu lassen und sich voll und ganz auf die Zukunft von Overwatch zu konzentrieren. Ganz aus der Welt ist PvE auch nicht, denn in kommenden Seasons, sollen Storymissionen zu Overwatch kommen, nur eben nicht in dem ursprünglich geplanten Ausmaß.

Overwatch 2 ist auf Windows PC, Playstation, Xbox und Nintendo Switch verfügbar.

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