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Gamer-Blog: Werden sich Games-Publisher zukünftig über Kryptowährungen finanzieren?

Nach dem Atari- und Pong-Token folgt der EAtherium oder der UBIcoin?

Artikel von

Atari startete vor gut einem Monat seinen eigenen “Atari Token” in der Kryptowelt und bekam am Aktien-Markt gleich ein sattes Plus von 60 Prozent mitgeliefert. 2013 war man noch im Konkurs-Verfahren.

Geld ist ein “heikles Thema” in der Gaming-Community. Das schnelle Wachstum und die Millionen-schweren AAA-Titel kosten Geld und der Missbrauch von Mikrotransaktionen, am besten zu sehen letztes Jahr bei Star Wars Battlefront 2, ist schneller am Markt als man möchte. Das Pay-to-Win-Verfahren hat nicht nur bei kostenlosen Browser-Games halt gemacht, sondern wird auch bei Titeln für jene man am Start 50 bis 70 Euro zahlen muss und anschließend auch noch für zusätzlichen Content bezahlen darf/kann/muss – wenn man wissen möchte wie die Geschichte ausgeht, angewendet. Eigentlich eine Sauerei, wenn man sich die Millionen an Gewinn der einzelnen Publisher ansieht. Aber gut, es gibt auch Investoren die ihr Geld wieder zurück haben möchten. Und die gilt es mit saftigen Ausschüttungen bei Laune zu halten.

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Setzt die neue Atari-Box auf den Atari-Token?

Die Alternative: Der Kryptomarkt & die Blockcain’s

Auf der anderen Seite des Internets boomte – vor allem Anfang des Jahres – der Kryptomarkt. Mit einem Anstieg des Gesamtmarktkapitals um 1350% gegenüber dem Vorjahr, obwohl es derzeit einen Wertrückgang gibt, ist es wohl einer der größten Disruptor am Finanzsektor – welchen wir seit Jahrzehnten gesehen haben. Über 1500 (!) Altcoins haben sich dem Pionier Bitcoin – der bekanntesten und wertvollsten Kryptowährung – angeschlossen und die Videospiel-Industrie hat zugesehen.

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Nicht nur Blockcain’s könnten das Gameplay-Erlebnis für viele Gamer dieser Welt besser machen, auch “Gaming-Coins” der Publisher könnten vieles einfacher machen.

Frédéric Chesnais, CEO von Atari sagte diesbezüglich erst kürzlich: “Die Blockcain-Technologie ist in der Lage, einen sehr wichtigen Platz in unserer Umgebung einzunehmen und das aktuelle ökonomische System, insbesondere in den Bereichen Videospiel-Industrie und Online-Transaktionen zu “transformieren”, wenn nicht sogar zu revolutionieren. […] Unser Ziel ist es, strategische Positionen mit einem begrenzten Cash-Risiko einzunehmen, um die Vermögenswerte und die Marke Atari zu optimieren.”

Stell dir vor…

Der Atari-Token ist quasi die Währung für die Atari-Box. In der Tat ist es nur eine Frage der Zeit, bis Games, Abo’s, DLC’s, eSports-Anmeldungen und andere Dinge, welche wir heute mit Echt-Währungen machen, auf Kryptowährungen übertragen wird. Sieht man sich Plattformen wie jene von EA (Origin) oder Valve (Steam) an, dann müssen die Betreiber Geld aus über hundert verschiedenen Währungen und Wechselkursen behandeln. Eine „interne Währung“ und eine dementsprechende Kryptowährungen Plattform, könnten dieses „Problem“ übergehen.

Ob der Atari-Token auf der Atari-Box funktionieren wird, bleibt abzuwarten, aber es ist ein sehr wahrscheinliches Szenario. Warum macht Atari das sonst?

Schlußwort

Trotz aller “Lobhudelei” oder “Hexenjagd” auf Kryptowährungen – es gibt ja beide Seiten “des Coins” – sei gesagt: Der Handel mit Währungen ist spekulativ und insbesondere im Falle der neuen Kryptowährungen hochspekulativ. Die Performance ist unvorhersehbar und die Performance der letzten Wochen, Monate und Jahre sind keine Garantie für die Zukunft. Dennoch gibt es viele Verwurzelungen zwischen Kryptowährungen und Games, welche irgendwie einen gemeinsamen Nenner finden sollten. Wenn dies Atari ist, super. Wenn EA oder Valve früher damit beginnen, auch okay.

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