Der Prinz aus Zamunda 2 – Filmkritik
Eddie Murphy ist wieder da. Oder besser gesagt, Prinz Akeem kommt wieder nach Amerika.
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Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Eine liebevolle wenn auch vorhersehbare Story.
- Die führende Hand von Eddie Murphy ist klar zu spüren.
- Cameos und Callbacks zu Teil 1 bis zur letzten Minute.
Im Jahr 1988 eroberte ein afrikanischer Prinz die Kinos und die Herzen der Zuseher. Der Prinz aus Zamunda, verkörpert und geschrieben von Eddie Murphy. Der Comedian, zu seinem Karriere-Höhepunkt, schuf einen zeitlosen Klassiker.
Eine Liebesgeschichte mit Humor und seinem genialen Talent, in einem Film multiple Charaktere darzustellen. Nach 33 Jahren kommt nun auf Amazon Prime Video eine Fortsetzung und der Prinz aus Zamunda 2 ist wieder in Queens gelandet.
Der Prinz aus Zamunda 2: Die Story
Wie schon aus dem Trailer bekannt, ist die Story von Der Prinz aus Zamunda 2 eine typische Hollywood-Geschichte. Das zamundianische Königshaus braucht einen Erben, Prinz Akeem hat nur Töchter und das Gesetz fordert einen Sohn. Die Story ist dadurch sehr vorhersehbar. Jedoch hat auch der erste Teil keine überraschende Story oder Plot Twists mitgebracht. Lediglich viel Herz und Humor.
Und genau das bietet auch Der Prinz aus Zamunda 2. Während der erste Teil vermehrt in New York und Queens spielte, ist die Fortsetzung eher in Zamunda und dem königlichen Palast zu sehen. Vom abdankenden Altkönig Joffy (James Earl Jones) bis hin zur festlichen Krönung von Akeems Erben. Wir bekommen einen wunderschönen Blick in die Kultur Zamundas.
Der Warlord und Feind Zamundas mit seiner Tochter © Amazon StudiosDer Prinz aus Zamunda 2: Der Antagonist
Wesley Snipes hat eine entscheidende Rolle in der Fortsetzung. Er ist der Antagonist im Film. Während Teil 1 von der Liebesgeschichte allein lebt, ohne einen direkten „Feind“, so hat der Prinz aus Zamunda 2 sich dem modernen Storytelling unterordnen müssen. Obwohl ich in den Trailern dachte, dass diese Figur eher gezwungen wirkt und nicht ins Bild passt, wurde ich eines Besseren belehrt.
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Nicht nur weil die Geschichte, rund um den Erben Zamundas, ohne den Druck von General Izzi etwas vermissen würde, sondern weil der Charakter auf sehr geschickte Weise, in die Story des ersten Teils eingeflochten wurde. Aber diese Überraschung will ich euch nicht nehmen.
Aufgewachsen in Queens und jetzt in Zamunda © Amazon StudiosZwischen Kultur und Klichee
Dadurch dass der Prinz aus Zamunda 2 zum größten Teil im Palast bzw. dem Land Zamunda spielt, ist die Kultur des Landes unglaublich präsent. Es ist herrlich schön, farbenfroh und die Menschen scheinen alle überglücklich zu sein in diesem friedlichen Land zu leben. Die traditionellen Gewänder und Kleider zeigen mal wieder die Meisterleistungen der Kostümbildner.
An manchen Stellen hat man das Gefühl, dass sehr bewusst übertrieben wurde. Nachdem aber Eddie Murphy wieder als Autor am Werk war und auch als Produzent mitgewirkt hat, kann man davon ausgehen, dass das blanke Absicht war. Der Soundtrack wechselt auch immer wieder zwischen schön passenden afroamerikanischen Artists, zu fast schon gezwungen eingespielten Hip Hop- und Reggae-Songs. Ein schmaler Grat zwischen Kultur und Klischee.
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Generell wird in Der Prinz aus Zamunda 2 viel mehr getanzt und gesungen als es im ersten Teil. Ich kann aber nicht sagen ob das der Fortsetzung gut getan hat oder übertrieben war. Für mich persönlich, hat es einfach gepasst. Es sah einfach stimmig aus und war schön choreografiert. Das ist aber Geschmackssache.
Der Sexismus und die erwartete Emanzipation
Die Story des Films ist durchzogen von Sexismus. Zamunda ist zwar im 21sten Jahrhundert angekommen, mit Tablets, Smartphones und allem aktuellen Schnickschnack, jedoch kulturell noch in der Steinzeit. Es wird immer wieder sehr deutlich gemacht, welchen Stand die Frau in diesem patriarchischen Alt-Königreich hat. Allerdings zeigt Eddie Murphy in seinem Schauspiel den Zwiespalt.
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Der Prinz aus Zamunda 2 hat nicht vergessen, dass Akeem eigentlich sich gegen genau diese konservative Haltung aufgelehnt hatte. Ganz subtil zeit Murphy in seinem Charakter, dass er mit diesen alten Traditionen noch immer nichts anfangen kann, es ihm aber schwer fällt damit zu brechen. Diesen letzten Tritt in den Hintern braucht er noch, um das ganze Land zu emanzipieren.
Ja, Hollywood macht dieses Thema sehr oft zum Kern eines Films. Jedoch wird es hier in eine liebevolle und familiäre Geschichte verpackt. In der Umsetzung daher weit nicht so „aufs Auge gedrückt“.
Zwischen New York und Afrika © Amazon StudiosDer Prinz aus Zamunda 2: Mit viel Nostalgie und seltsamen Neuerungen
Wenn man den ersten Teil mochte, so wird der Prinz aus Zamunda 2 sehr viele Nerven treffen. Die Callbacks zu Teil 1 sind nicht nur liebevoll sondern auch wirklich bis zur letzten Minute des Films und des Abspanns zu sehen. Man erwartet nicht so viele Gastauftritte aus dem Klassiker: Fan-Service pur eben.
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Auch neue Hollywood und Musik Stars sind in der Prinz aus Zamunda 2 zu entdecken. Die afroamerikanischen Künstler, welche es sich nicht nehmen ließen für eine Cameo zu erscheinen, sind wirkliche Kaliber und überraschen nur im positiven Sinne.
Was ein Dorn im Auge war, ist der Vormarsch von CGI in Filmen wie diesem. Während im ursprünglichen Prinz aus Zamunda, Eddie Murphy einen Baby Elefanten streichelt, versteht man natürlich, dass man keinen Echten Löwen einsetzen wollte. Aber abgesehen vom furzenden CGI Löwen, hätte man den Elefanten ruhig wieder real aufs Set holen können. Dann würden Schauspieler auch nicht fälschlich an dem – nicht existenten – Tier vorbeischauen.
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Fazit zu Der Prinz aus Zamunda 2
Trotz der wirklich vorhersehbaren Story und der Hollywood Schablone die in der Erzählung zu spüren ist, spürt man sehr viel Vertrautes von diesem Comedy Klassiker. Eddie Murphy weiß noch genau wie er die Geschichte damals erzählte und hat die Rolle von Akeem noch immer verinnerlicht. Die Stars an seiner Seite sind noch immer als ihre alten Charaktere erkenn- und spürbar, was die Sache nur abrundet. Obwohl die (vermutlich durch Hollywood erzwungenen) Actionsequenzen nicht direkt in den Film passen, sind diese so minimal, dass man darüber hinweg sehen kann.
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Wenn ihr Fans vom ersten Teil seid und diesen auch immer gerne wieder anseht, wird der Prinz aus Zamunda 2 definitiv euren Nostalgienerv treffen. Was aber klar war, noch bevor ihr diese Kritik gelesen habt, ist dass er nicht mit dem Original mithalten kann.
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Eine gelungene Mischung aus Nostalgie und Neuem. Ohne zu viel an der Formel zu verändern oder die Neuerungen zu sehr zu forcieren. Eine schöne Fortsetzung aber einfach nicht das Original.







