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Artikel von Markus Bauer +
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The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist kein normales Spiel. Für viele Fans ist es der Moment, in dem 3D-Abenteuer endgültig verstanden wurden. Hyrule, der Deku-Baum, Schloss Hyrule, der Zeitsprung, Ganondorf, Epona, die Tempel: Das Original von 1998 wirkt bis heute größer, als es auf dem Papier eigentlich ist.

Jetzt kommt Ocarina of Time auf die Nintendo Switch 2. Nintendo hat das Remake im Rahmen einer Direct angekündigt, bisher aber nur wenig gezeigt. Genau deshalb stellt sich eine wichtige Frage: Wie lang müsste ein perfektes „Ocarina of Time“-Remake eigentlich sein?

Nintendo darf Ocarina of Time nicht künstlich aufblasen

Das Original ist im Vergleich zu heutigen Open-World-Spielen erstaunlich kompakt. Wer die Hauptgeschichte kennt und nicht alles einsammelt, kommt relativ zügig durch. Trotzdem fühlt sich Ocarina of Time nie klein an. Das liegt nicht an der reinen Spielzeit, sondern an der Struktur. Jeder Abschnitt hat einen klaren Zweck. Jeder Tempel bleibt im Gedächtnis. Jeder neue Gegenstand öffnet neue Wege. Genau diese Dichte darf ein Remake nicht verlieren.

Ein perfektes Remake müsste daher nicht plötzlich 60 Stunden lang sein. Im Gegenteil: Wenn Nintendo aus OoT ein riesiges modernes Open-World-Spiel machen würde, könnte genau das den Zauber beschädigen. Hyrule muss größer wirken, aber nicht zwangsläufig größer werden.

The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Nintendo 64 sorgte damals für Furore! - Bild: Nintendo

The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Nintendo 64 sorgte damals für Furore! – Bild: Nintendo

Die ideale Länge liegt wahrscheinlich zwischen 25 und 35 Stunden

Für ein modernes Remake wäre eine Spielzeit von rund 25 bis 35 Stunden für die Hauptgeschichte ideal. Das wäre lang genug, um neue Zwischensequenzen, überarbeitete Tempel, zusätzliche Nebenaufgaben und bessere Charakter-Momente einzubauen. Gleichzeitig wäre es kurz genug, damit Ocarina of Time fokussiert bleibt. Damit wäre das Remake auf Spielzeit-Kurs des Originals. Für die Main-Story benötigt man laut Howlongtobeat.com rund 26,5 Stunden. Möchte man wirklich alles finden/lösen, dann benötigt man rund 37,5 Stunden.

Nintendo könnte einzelne Orte stärker ausbauen. Hyrule-Stadt dürfte lebendiger sein. Kakariko könnte mehr Geschichten bekommen. Der Kokiri-Wald könnte dichter wirken. Auch Ganondorf, Zelda und Sheik könnten mehr Szenen vertragen. Aber das Grundgerüst sollte bleiben. Wichtig wäre auch, dass die Tempel nicht unnötig gestreckt werden. Der Wassertempel darf moderner, verständlicher und weniger frustrierend werden. Aber er sollte kein doppelt so langes Labyrinth sein, nur damit das Remake größer wirkt.

Wie Millionen anderer Fans freue auch ich mich über die Rückkehr von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Switch 2. - Bild: Nintendo

Wie Millionen anderer Fans freue auch ich mich über die Rückkehr von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Switch 2. – Bild: Nintendo

Master Quest und neue Nebeninhalte wären der bessere Weg

Wenn Nintendo mehr Umfang liefern will, dann bitte über zusätzliche Inhalte nach der Hauptgeschichte oder optionale Wege. Master Quest wäre dafür perfekt. Schon die 3DS-Version enthielt diese schwierigere Variante. Auf der Switch 2 könnte Nintendo daraus einen echten zweiten Durchlauf machen.

Auch neue Nebenquests wären sinnvoll. Mehr Geschichten rund um die Weisen, zusätzliche Mini-Dungeons oder kleine Erinnerungen an andere „The Legend of Zelda“-Teile könnten gut funktionieren. Aber sie sollten optional bleiben. Wer nur die klassische Reise von Link erleben will, sollte nicht durch moderne Sammelaufgaben ausgebremst werden.

Das perfekte Remake braucht mehr Dichte, nicht mehr Spielzeit-Länge

Ein (für mich perfektes) Ocarina of Time Remake müsste nicht das größte The Legend of Zelda aller Zeiten werden. Dafür gibt es Breath of the Wild und Tears of the Kingdom. Ocarina of Time braucht etwas anderes: Präzision, Atmosphäre und das Gefühl, dass jeder Schritt zählt. Die perfekte Länge läge vermutlich bei 25 bis 35 Stunden für die Hauptgeschichte. Mit Master Quest, Nebenaufgaben und Sammelinhalten könnte daraus deutlich mehr werden. Aber Nintendo sollte vorsichtig bleiben.

Denn Ocarina of Time war nie legendär, weil es endlos groß war. Es war legendär, weil es sich damals wie ein echtes Abenteuer angefühlt hat. Genau dieses Gefühl muss das Remake treffen.

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