Xbox Series X/S: Warum veröffentlicht Microsoft keine Verkaufszahlen?
Xbox-Finanzvorstand Tim Stuart sprach auf dem Wells Fargo 2023 TMT Summit über die Bekanntgabe von Xbox-Konsolen-Verkaufszahlen.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Es ist ein Blick hinter die Kulissen von Xbox, der das Schweigen von Microsoft in Bezug auf die Verkaufszahlen seiner Xbox-Konsolen enthüllt. Tim Stuart, der Chief Financial Officer (CFO) von Xbox, hat kürzlich die Gründe dafür erläutert, warum Microsoft seit 2015 keine Verkaufszahlen seiner Konsolen (Xbox Series X/S, Xbox One) mehr öffentlich bekannt gibt.
Die Entscheidung von Microsoft, die Zahlen nicht preiszugeben, hat viel damit zu tun, wie das Unternehmen den Erfolg seiner Xbox-Marken bewertet. Laut Stuart (via Gamespot.com) liegt der Fokus nicht mehr allein auf den Verkaufszahlen, da sie nicht ausreichend darüber aussagen, wie gut die Xbox im Vergleich zu anderen Konsolen abschneidet. Stattdessen konzentriert sich Microsoft darauf, wie gut die Inhalte und Dienste der Xbox bei den Nutzern ankommen. Der Xbox Game Pass, der eine Vielzahl exklusiver Xbox- und PC-Spiele umfasst, sowie die beliebten Franchises wie Halo und Gears of War haben die Xbox zu einer anerkannten Plattform gemacht.
Microsoft bewertet seine Marke „Xbox“ nicht nach Konsolen-Verkaufszahlen
Stuart betonte, dass die Messung des Erfolgs der Xbox anhand von Kundenzahlen und der generierten Umsätze erfolgt. Die Vielfalt der Einnahmequellen, die Microsoft über die Xbox anbietet, trägt dazu bei, die Marke profitabler zu machen. Von Spielenkäufen über Abonnements bis hin zu Werbeeinnahmen auf Mobilgeräten – die verschiedenen Möglichkeiten, Geld zu verdienen, sind vielfältig.
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Microsoft hat außerdem angekündigt, seinen Fokus auf Streaming- und Mobile-Gaming in Regionen zu lenken, in denen Konsolen nicht dominieren. Die geplante Nutzung des Angebots von Activision Blizzard könnte Microsoft dabei helfen, in Märkten wie Afrika, Indien und Südostasien ein breiteres Publikum zu erreichen, das sich eher für mobile Spiele interessiert.

Die Xbox One soll sich zwischen 50 bis 58,5 Mio. verkauft haben, laut Einschätzungen diverser Analysten. – (C) Microsoft
Die Entscheidung, die Verkaufszahlen nicht preiszugeben, führte zu Spekulationen über den Erfolg der Xbox-Konsolen. Einige vermuten, dass dies auf schwache Verkaufszahlen hindeuten könnte, während andere darauf hinweisen, dass Microsoft gezielt andere Strategien zur Gewinnmaximierung verfolgt, statt sich ausschließlich auf den Hardwareverkauf zu konzentrieren.
Insgesamt betont Microsoft, dass der Erfolg der Xbox nicht mehr nur an Verkaufszahlen gemessen wird. Stattdessen sind die Inhalte, Dienste und die Vielfalt der Erlösquellen ausschlaggebend für die Bewertung der Marke Xbox. Diese Herangehensweise spiegelt wider, wie sich die Gaming-Industrie in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, weg von reinen Hardware-Verkaufszahlen hin zu einem breiteren Spektrum an monetären Einnahmen. Nach der erfolgreichen Übernahme von Activision-Blizzard sieht es so aus, als würde Xbox am Weg sein, mehr Umsatz als PlayStation zu genieren.
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