Kingdom Come-Studio gehackt: Angreifer hatten Zugriff auf interne Daten
Warhorse Studios bestätigt einen schweren Cyberangriff. Wie viele Daten betroffen sind und ob kommende Spiele darunter sind, ist noch unklar.
Werbung
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Warhorse Studios wurde Opfer eines Cyberangriffs. Das Studio hinter Kingdom Come: Deliverance 2 bestätigt, dass Unbekannte nicht nur Zugriff auf interne Systeme, sondern auch auf Unternehmensdaten erlangt haben. Wie weit der Angriff tatsächlich reicht, wird derzeit noch untersucht.
Warhorse arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit Cybersecurity-Experten zusammen, um die Systeme abzusichern und den vollständigen Umfang des Angriffs zu ermitteln. Gleichzeitig wurden die zuständigen Behörden eingeschaltet.
Dies ist ein schwerwiegender Vorfall für Warhorse Studios und alle Betroffenen. Unsere oberste Priorität ist es, unsere Systeme zu sichern, das volle Ausmaß des Sicherheitsvorfalls zu ermitteln und die notwendigen Schritte zum Schutz unserer Mitarbeiter, Partner und der gesamten Community einzuleiten. Wir setzen die erforderlichen Ressourcen ein, um diese Situation zu bewältigen, und werden weitere Informationen so bald wie möglich und verantwortungsvoll weitergeben.
CEO Martin Frývaldský erklärt, dass die unmittelbare Priorität nun darin liege, die Systeme zu sichern und festzustellen, welche Daten tatsächlich betroffen sind. Anschließend wolle man die notwendigen Schritte zum Schutz von Mitarbeitern, Partnern und Community einleiten.
Welche Daten wurden bei Warhorse gestohlen?
Genau das ist derzeit noch offen. Warhorse bestätigt lediglich den unbefugten Zugriff auf Unternehmenssysteme und Unternehmensdaten. Das Studio sagt bislang nicht, welche Dateien betroffen waren, ob Daten tatsächlich kopiert wurden oder ob persönliche Informationen von Mitarbeitern oder Spielern darunter sind.

Kingdom Come: Deliverance II konnte sich bisher über 6 Millionen Mal verkaufen. – Bild: Warhorse Studios, Deep Silver
Auch von Ransomware, einer Lösegeldforderung oder einer bestimmten Hackergruppe ist bislang keine Rede. Das ist wichtig, denn bei früheren Angriffen auf große Entwickler waren teilweise komplette Spiele und sensible Mitarbeiterdaten betroffen. Beim Rockstar-Hack 2022 gelangte frühes GTA 6-Material ins Netz, während später der Angriff auf Insomniac Games später unter anderem interne Daten und Material zu Marvel’s Wolverine öffentlich machte.
Ob Warhorse ein ähnliches Szenario droht, ist derzeit völlig unbekannt.
Warhorse arbeitet bereits an mehreren neuen RPGs
Der Zeitpunkt ist für das Studio besonders unangenehm. Nach dem großen Erfolg von Kingdom Come: Deliverance 2 arbeitet Warhorse bereits an weiteren Projekten. Inzwischen ist bekannt, dass Warhorse an einem Open-World-RPG im „Herr der Ringe“-Universum arbeitet. Auch ein weiteres Spiel im Kingdom-Come-Umfeld befindet sich in Entwicklung. Ob Daten zu diesen Spielen von den Angreifern eingesehen oder kopiert wurden, hat Warhorse ausdrücklich nicht bestätigt.
- Metro 2039 auf Disc: Ohne Internet kannst du trotzdem nicht loslegen
- Lesenswerter Artikel
- Metro 2033 und Last Light bekommen native PS5- und Xbox Series-Versionen
- Lesenswerter Artikel
- Dawn of War IV kommt später, aber das ist für Fans eher eine gute Nachricht
- Lesenswerter Artikel
- Gekauft und trotzdem weg: Google entzieht Nutzer seine „Herr der Ringe“-Filme
- Lesenswerter Artikel
- Nach Kingdom Come: Deliverance 2 plant Warhorse Studios jetzt das nächste große RPG
- Lesenswerter Artikel
- Metro 2039 erreicht 1 Million Wishlists: Neuer Teil sorgt früh für riesiges Interesse
- Lesenswerter Artikel
Das Studio will sich derzeit nicht ausführlicher zum Vorfall äußern. Sobald der Umfang des Angriffs zuverlässig festgestellt wurde, sollen weitere Informationen folgen.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !





