Steam Frame kostet ab 1.049 Euro in der Basis-Variante, aber das Netzteil ist nicht dabei
Valve hat den Preis seines neuen VR-Headsets enthüllt. Für die 1-TB-Version werden sogar 1.279 Euro fällig.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Jetzt wissen wir, was Valves neues VR-Headset kostet. Und wer nach dem Steam Deck auf ähnlich aggressive Hardware-Preise gehofft hat, dürfte erst einmal schlucken: Steam Frame startet in Europa bei 1.049 Euro.
Dafür bekommst du das Modell mit 256 GB Speicher und die beiden Steam-Frame-Controller. Wer direkt zur Variante mit 1 TB greift, bezahlt 1.279 Euro. Die Preise sind inzwischen über Valves offizielle Steam-Frame-Seite abrufbar.
Immerhin gehört das legendäre VR-Actionspiel Half-Life: Alyx zum Paket. Ein eigenes Netzteil gibt es dafür nicht.
39 Euro extra, wenn du Valves Netzteil möchtest
Steam Frame wird über USB-C geladen und benötigt ein Netzteil mit mindestens 45 Watt. Wer bereits ein ausreichend starkes USB-C-Ladegerät oder beispielsweise das Netzteil eines Steam Deck besitzt, kann dieses weiterverwenden. Wer Valves eigenes 45-Watt-Netzteil samt 2,5 Meter langem Kabel möchte, muss allerdings noch einmal 39 Euro einplanen. Zusätzlich verkauft Valve ein Ergonomic Accessories Kit für 69 Euro sowie ein Ersatzteilpaket für 59 Euro.
Das macht den Einstieg nicht gerade günstiger. Die Basisversion des Headsets inklusive Valve-Netzteil landet damit bereits bei 1.088 Euro.

Das Steam Frame gibt es endlich zu kaufen. Zumindest kannst du dich in eine Liste eintragen. – Bild: Valve Webseite
Steam Frame ist mehr als ein klassisches PC-VR-Headset
Ganz mit einer gewöhnlichen VR-Brille lässt sich der Preis allerdings nicht vergleichen. Steam Frame funktioniert auch ohne Gaming-PC. Im Headset steckt ein Snapdragon-8-Gen-3-Chip mit 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Spiele können damit direkt auf dem Gerät ausgeführt werden. Valve setzt auf SteamOS und bietet die Hardware mit 256 GB oder 1 TB internem Speicher an. Beide Modelle besitzen außerdem einen microSD-Steckplatz.
Pro Auge kommt ein LCD mit 2.160 × 2.160 Pixeln zum Einsatz. Unterstützt werden Bildraten zwischen 72 und 120 Hz. Einen experimentellen Modus mit 144 Hz gibt es ebenfalls. Steam Frame beherrscht außerdem Eye-Tracking und sogenanntes Foveated Streaming. Dabei konzentriert sich die höchste Bildqualität auf jenen Bereich, auf den du gerade blickst. Das reduziert die notwendige Bandbreite beim drahtlosen Streaming vom PC.
Valve will das Kabel zum Gaming-PC praktisch abschaffen
Genau darin steckt eines der wichtigsten Ziele des Steam Frame. Zum Lieferumfang gehört ein eigener 6-GHz-Wireless-Adapter, der eine direkte Verbindung zwischen PC und Headset herstellen kann. Zusammen mit Wi-Fi 7 und Valves Multi-Link-Technik soll damit ein möglichst stabiles und latenzarmes Streaming ohne DisplayPort-Kabel möglich werden. Wer keinen PC verwenden möchte, kann kompatible Spiele dagegen direkt auf dem Headset ausführen. Valve hat dafür inzwischen ein eigenes „Steam Frame Standalone Verified“-System geschaffen, ähnlich der bekannten Steam-Deck-Verifizierung.
Interessant ist auch der Aufpreis für zusätzlichen Speicher. Zwischen 256 GB und 1 TB liegen satte 230 Euro. Da beide Versionen microSD-Karten unterstützen und ansonsten technisch weitgehend identisch sind, dürfte das Basismodell für viele Käufer interessanter sein. Gerade wer Steam Frame hauptsächlich als drahtloses PC-VR-Headset verwenden möchte, benötigt schließlich deutlich weniger lokalen Speicher.
Steam Frame ist kein zweites günstiges Steam Deck
Mit 1.049 Euro macht Valve jedenfalls deutlich, dass Steam Frame nicht als günstiges VR-Gerät für die Masse positioniert wird. Die Hardware soll gleichzeitig eigenständiger Gaming-PC, drahtloses PC-VR-Headset und Bildschirm für normale Steam-Spiele sein.
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Ob diese Kombination den Preis rechtfertigt, wird sich vor allem in unabhängigen Tests zeigen müssen. Technisch klingt das Konzept spannend. Für mehr als 1.000 Euro dürfte der Kreis der spontanen Käufer allerdings deutlich kleiner ausfallen als beim Standard-Steam Deck.
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