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Artikel von Markus Bauer +
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Counter-Strike und Team Fortress 2 gehören zu den Spielen, deren Fans Valve seit Jahren ziemlich genau beobachten. Neue Maps, Waffen, Skins oder größere Änderungen werden sofort zerlegt. Umso überraschender ist, wie Valve intern teilweise auf die eigenen Updates geblickt haben soll.

Der frühere Valve-Entwickler Chet Faliszek erinnert sich daran, dass selbst Mitarbeiter manchmal kaum glauben konnten, wie gut die Community auf vergleichsweise kleine Updates reagierte. Während andere Studios mit enormen Teams an zahlreichen neuen Features arbeiteten, konnte der Steam-Erfinder sinngemäß ein paar neue Skins veröffentlichen und die Spieler waren zufrieden.

Faliszek erzählt davon in seinem neuen YouTube-Video „Why doesn’t Valve hire more people?“ (via GamesRadar). Er arbeitete von 2004 bis 2017 bei Valve und war unter anderem an Half-Life, Portal, Team Fortress, Counter-Strike und Left 4 Dead beteiligt.

Selbst bei Valve hieß es: Wie kommen wir damit durch?

Auf die Frage nach den teilweise sehr kleinen Updates für Counter-Strike und Team Fortress 2 beschreibt Faliszek einen ziemlich kuriosen Kontrast. Andere Entwickler beschäftigten riesige Teams, die gleichzeitig an zahlreichen Funktionen arbeiteten. Valve konnte dagegen ein vergleichsweise überschaubares Update veröffentlichen.

Seine überspitzte Zusammenfassung: Valve bringe sinngemäß „fünf Skins“ und die Reaktion der Spieler laute einfach: gut.

Faliszek sagt sogar, dass man sich innerhalb von Valve manchmal gefragt habe, wie man damit überhaupt davonkomme. Er stellt allerdings direkt klar, dass damit keine Absicht gemeint war, Spieler zu täuschen oder möglichst wenig Arbeit abzuliefern. Vielmehr seien die Entwickler selbst darüber überrascht gewesen, wie positiv die Community auf vergleichsweise kleine Content-Pakete reagierte.

Die Aussage bezieht sich nicht auf das heutige Counter-Strike 2

Eine Einschränkung ist dabei wichtig. Faliszek verließ Valve bereits 2017. Counter-Strike 2 erschien erst sechs Jahre später, im September 2023. Wenn er über Counter-Strike während seiner Zeit im Unternehmen spricht, geht es deshalb vor allem um Counter-Strike: Global Offensive und frühere Phasen der Reihe. Seine Erinnerungen lassen sich nicht einfach auf die heutige Größe des CS2-Teams oder Valves aktuelle Update-Strategie übertragen.

Der grundsätzliche Gedanke passt trotzdem erstaunlich gut zur Geschichte von Counter-Strike. Das Spiel benötigt nicht jede Saison eine komplett neue Welt oder Dutzende neue Waffen. Bereits kleine Änderungen können massive Auswirkungen haben. Das zeigt auch die aktuelle Version. Mit Counter-Strike 2 Season 5 änderte Valve beispielsweise die Funktionsweise der Bombenexplosion. Auf dem Papier klingt das nach einem Detail. Für Spieler verändert es jedoch etablierte Fluchtwege, Deckungen und Taktik-Routinen.

Vielleicht ist genau das eines von Valves Erfolgsgeheimnissen

Faliszeks Geschichte passt außerdem zu einer Besonderheit von Valve. Das Unternehmen arbeitet im Vergleich zu vielen anderen Milliardenkonzernen mit erstaunlich wenigen Mitarbeitern und besitzt traditionell eine ungewöhnlich flache Organisationsstruktur.

Statt für jedes Projekt automatisch Hunderte Entwickler einzustellen, können sich Teams bei Valve vergleichsweise flexibel bilden. Wie außergewöhnlich effizient Valve dadurch wirtschaftet, haben wir bereits ausführlicher behandelt: Valve gehört gemessen am Umsatz pro Mitarbeiter zu den effizientesten Unternehmen der Branche.

Natürlich hat dieses Modell auch Nachteile. Gerade Fans von Team Fortress 2 wissen, wie lange große neue Inhalte teilweise auf sich warten lassen.

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