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PlayStation-Chef sorgt für harte Aussage zum Activision-Blizzard-Deal

Die Fusion von Activision Blizzard und Microsoft ist noch lange nicht durch. Brisanz bekommt die Geschichte nun durch Jim Ryan.

Call of Duty wird weiterhin für PlayStation-Konsolen erscheinen. - (C) Activision-Blizzard, Sony Interactive Entertainment - Bildmontage

Die Übernahme-Geschichte von Activision Blizzard durch Microsoft (Xbox) zieht sich seit mehr als einen Jahr. Und ein Name taucht immer wieder auf: Jim Ryan. Der PlayStation-Chef ist kein Freund der Fusion zwischen dem Call of Duty-Herausgeber und dem Konsolen-Mitbewerber Microsoft. Sonys Widerstand wird immer größer.

Die Geschichte wird immer brisanter. Es wurden offizielle Informationen über das Treffen von Microsoft, Activision und Sony vor der britischen Wettbewerbs- und Marktbehörde (CMA) veröffentlicht. Kurz zusammengefasst: Sony hat alles abgelehnt, was Microsoft angeboten hat.

Activision-Blizzard-Deal: Welche Vorschläge hat Microsoft Sony angeboten?

Lulu Cheng Meservey, Vice President of Corporate Affairs von Activision Blizzard, hat die Position von Sony klargestellt.

„Microsoft bot Sony (seit weit über einem Jahrzehnt der dominierende Konsolenführer mit 80 % Marktanteil) einen 10-Jahres-Vertrag zu weitaus besseren Konditionen an, als Sony jemals von uns bekommen würde. Wir haben Sony außerdem einen garantierten langfristigen Zugang zu Call of Duty angeboten. Aber sie weigern sich immer wieder. Warum?“, so die Activision Blizzard-Managerin auf Twitter.

Diese Frage beantwortete Jim Ryan, der CEO von Sony Interactive Entertainment, in Brüssel (Belgien) mit seinen Worten:

„Ich will keinen neuen Call of Duty-Deal. Ich will nur eure Fusion blockieren.“

Damit zeigt Meservey auf wie der PlayStation-Chef tickt, zumindest laut ihrer Darstellung und warum das japanische Unternehmen jedes Angebot und jede Zusage von Microsoft abgelehnt hat und dies auch weiterhin tun wird.

Call of Duty PlayStation

Call of Duty allein dürfte nicht das Thema für Sony sein. Anscheinend möchte Jim Ryan den Deal komplett verhindern. – (C) Activision

Microsoft zeigte großzügig. Der Technologie-Konzern hat einige Zugeständnisse getan, hinsichtlich des wettbewerbswidrigen Potenzials des Deals auszuräumen. So bestätigt ein aktuelles CMA-Dokument (PDF), dass Microsoft angeboten hat, Sony Call of Duty-Spiele auf seinem PlayStation Plus-Abonnementdienst „zur gleichen Zeit und für die gleiche Dauer“ wie auf dem Xbox Game Pass-Dienst des ersteren anbieten zu lassen.

Microsoft geht in Großbritannien in die Offensive

Wie von The Verge-Reporter Tom Warren entdeckte, schaltete Microsoft sogar Anzeigen in der „Financial Times“ als auch in der „Daily Mail“. Darin behauptet Microsoft, dass Xbox mehr als 150 Millionen zusätzlichen Spielern Call of Duty anbieten möchte, sollte der 69-Milliarden-US Dollar-Deal zustande kommen.

Wie kommt Microsoft auf diese Zahl? Die Behauptung bezieht sich auf das Engagement von Microsoft, die Shooter-Reihe fast 125 Millionen Nintendo Switch- und den 25 Millionen GeForce Now-Spielern zugänglich zu machen.

Ob Sony mit seiner sturen Haltung gewinnen wird?

Die neuen Vorschläge, die nun offengelegt wurden, könnten die Opposition von Sony massiv beschädigen.

Damit scheint es so, dass sich Sony darauf verlässt, dass die Federal Trade Commission der Vereinigten Staaten (FTC) die Angelegenheit vor Gericht bringt. Es scheint so, als würde es zu keiner Einigung zwischen Sony und Microsoft kommen.

In einer Umfrage bestätigten PlayStation-Spieler, dass sie zu Xbox wechseln würden, wäre Call of Duty exklusiv. Allerdings scheint Microsoft nicht diesen Plan zu verfolgen.

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