PC Games: 91% des Umsatzes wurden 2020 digital gemacht
Physische Verkaufsboxen von PC Games sind nur noch eine Seltenheit. Der mobile Markt wird immer größer!
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Mittlerweile machen Videospiele weltweit mehr Umsatz als die gesamte Film-Industrie samt den amerikanischen Sportarten. Der PC-Markt gilt als Vorreiter für neue Trends, einer davon ist der digitale Vertrieb. Mit Plattformen wie Steam oder den Epic Games Launcher kennen Spieler ihre PC Games-Bibliothek nur noch so und kaufen keine Spiele mehr physisch. Fast. 91 Prozent des Umsatzes der Branche entfallen auf digitale Käufe. 2019 waren es „nur“ 79 Prozent.
Die Covid-19-Pandemie zeigt auch Auswirkungen auf den Videospiele-Markt, der 2020 immerhin 174,9 Milliarden US-Dollar schwer ist. 91% des Umsatzes des PC Games-Verkäufe wurden digital getätigt, ein neuer Höchstwert.
Laut Daten, die Newzoo für GamesIndustry.biz gesammelt hat, hat die Branche durch digitale Ausgaben für PC-, Konsolen- und mobile Titel 158 Milliarden US-Dollar verdient. 128,6 Milliarden US-Dollar davon stammen allein aus den Ausgaben im Spiel, sodass der digitale Umsatz mit Vollspielen bei 29,4 Milliarden US-Dollar liegt. Das ist etwa das Doppelte der 14,9 Milliarden US-Dollar, die physische Spiele für 2020 einbrachten.

Eines der Umsatzbringer in allen Bereichen: Fortnite – (C) Epic Games
Weltweiter Videospiele-Umsatz stieg rasant an
Diese Zahlen sind von insgesamt 148,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 gestiegen. In diesem Jahr belief sich der Umsatz (PC Games und Konsolen) auf 77,1 Milliarden US-Dollar, davon 61 Milliarden US-Dollar digital.
Handyspiele sind nach wie vor das größte Stück der Branche und machen 2019 46% des Umsatzes und 2020 49% aus. PC Games machten 22% des Umsatzes für 2020 und Konsolenspiele 29%. Mobil ist offensichtlich rein digital und ein großer Teil dessen, warum die Zahlen die digitalen Ausgaben überproportional begünstigen.
Allein auf dem Konsolenmarkt – wo Digital und Physisch immer noch eine Rolle spielen – stammten 28% des Umsatzes aus Einzelhandelsverkäufen in physischen Verkaufsboxen. Das ist alles andere als ein Todesstoß für Einzelhandelsspiele, aber kein gutes Zeichen, dass außer Collectors- oder Spezial-Editionen diese die Zukunft überdauern werden.
Das Ende der Box-Games ist noch nicht da. Noch nicht.
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