Nintendo strich dieses Switch 2-Feature vor dem Launch, jetzt ist es plötzlich da
Update 23.0.0 bringt VRR endlich in den TV-Modus der Nintendo Switch 2. Dafür musst du allerdings auch das Dock aktualisieren.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Nintendo Switch 2 bekommt mit System-Update 23.0.0 eine Funktion nachgereicht, die eigentlich schon vor dem Launch für Verwirrung gesorgt hatte. Ab sofort unterstützt die Konsole VRR auch im TV-Modus. Variable Refresh Rate war bisher nur auf dem eingebauten Display der Switch 2 verfügbar. Im Dock funktionierte die Technik nicht.
Das Kuriose daran: Nintendo hatte VRR für den TV-Modus vor dem Verkaufsstart der Switch 2 ursprünglich selbst auf seinen Webseiten beworben. Im April 2025 verschwanden die entsprechenden Hinweise plötzlich wieder. Einen Monat später stellte Nintendo klar, dass VRR tatsächlich nur im Handheld-Modus unterstützt wird und bezeichnete die ursprüngliche Angabe als Fehler.
Jetzt funktioniert es doch.
Was bringt VRR auf der Switch 2?
VRR passt die Bildwiederholrate deines Fernsehers laufend an die Bildrate des Spiels an. Schwankt ein Spiel beispielsweise zwischen verschiedenen FPS-Werten, muss der Fernseher nicht stur mit einer festen Bildwiederholrate weiterarbeiten. Das kann Frame-Pacing-Probleme und Screen-Tearing weniger auffällig machen. Gerade Spiele mit schwankender oder nicht fest begrenzter Bildrate können davon profitieren.
Mehr Leistung bekommt die Switch 2 dadurch allerdings nicht. Aus 40 FPS werden mit VRR keine 60 FPS. Die vorhandenen Bilder werden lediglich sauberer mit dem Display synchronisiert. Nintendo nennt dafür zwei Voraussetzungen: Das jeweilige Spiel und der angeschlossene Fernseher müssen VRR unterstützen (via Nintendolife.com).
Du musst auch das Switch 2-Dock aktualisieren
Mit dem normalen System-Update allein ist es nicht getan. Nintendo verlangt zusätzlich eine neue Firmware für die Nintendo Switch 2-Station. Dafür muss die Konsole im Dock stecken. Anschließend findest du unter den Systemeinstellungen die Möglichkeit zur Aktualisierung der Station.
Nach Update 23.0.0 taucht außerdem unter den Display-Einstellungen ein eigener Punkt für VRR auf. Wer also nach dem System-Update am Fernseher noch keinen Unterschied bemerkt, sollte zuerst prüfen, ob auch das Dock bereits aktualisiert wurde.
Noch profitieren nicht automatisch alle Spiele
Die vielleicht wichtigste Einschränkung steckt in Nintendos eigenen Patchnotes: Neben einem kompatiblen Fernseher muss auch die Software VRR unterstützen. Zum Start wurde Nintendo Switch 2 Welcome Tour bereits aktualisiert. Die dort enthaltene VRR-Demo lässt sich nun auch im TV-Modus ausprobieren.
Bei anderen Spielen wird sich erst zeigen, welche Titel das neue Feature direkt verwenden können und wo Entwickler noch Updates nachreichen müssen. Für Spiele mit ohnehin absolut stabilen 30 oder 60 FPS fällt der Nutzen kleiner aus. Spannender wird VRR bei Titeln, deren Bildrate häufiger schwankt.
Update 23.0.0 bringt noch mehr
VRR ist nicht die einzige Neuerung. Nintendo ermöglicht nun auch eine vollständige Datenübertragung zwischen zwei Switch-2-Konsolen. Spielstände, Screenshots und weitere Daten lassen sich damit auf eine neue Switch 2 übertragen. Das kommt ziemlich passend: Ende Oktober erscheint die neue Zelda-Sonderedition der Nintendo Switch 2.
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Auch der „Handheld Mode Boost“ lässt sich nach dem Update schneller über die Schnelleinstellungen ein- und ausschalten. Dazu kommen Änderungen bei GameChat, virtuellen Softwarekarten und dem Mii-Editor. Die wichtigste technische Änderung bleibt aber der TV-Modus. Ausgerechnet jenes VRR-Feature, für dessen falsche Ankündigung sich Nintendo vor dem Launch noch entschuldigen musste, steckt jetzt tatsächlich in der Switch 2.
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