Darum hat die Map in Control Resonant keine gelb eingefärbten Wege oder leuchtenden Markierungen
Spieler sollen Geheimnisse selbst entdecken.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Die in vielen Spielen aufdringliche, knallgelbe Farbe auf Laufwegen ist inzwischen zu einem heiklen Diskussionsthema geworden. Auch die häufig schwer übersehbaren Hilfslinien und leuchtenden Spuren in vielen Levels stoßen manchen Spielern in aktuellen Action-Abenteuern immer mehr sauer auf. Früher war es immerhin normal, sich gelegentlich in Spielen zu verlaufen. So löste Marvel’s Wolverine für PlayStation 5 zuletzt mit seinen überbordenden Hilfsmechaniken im Internet viel Spott aus. Die Entwickler reagierten mit einem Patch, der die leuchtenden Wegweiser entschärfte.
Etwas anders ging Remedy Entertainment für die neue die Sandbox von Control Resonant vor. „Es ist wichtig, dass Spieler das Gefühl haben, dass sie etwas selbst herausfinden“, sagte Mikael Kasurinen zuletzt im Podcast Dropping Frames. Zwar gibt es in Control viele Icons auf der Map. Allerdings sind viele Quests nicht vorab markiert, während die Wegweiser in den verwinkelten Dungeons oft ohne gelbe Farbe in die Strukturen integriert sind. Aus Sicht der Designer benötige es die richtige Balance zwischen „Das ist die Welt“ und „Das sind die verschiedenen Elemente, auf die ihr achten müsst“.
Ist die Map in Control Resonant „undurchdringbar“?
Im selben Podcast räumt Kasurinen ein, dass Control Resonant für manche Spieler zunächst „undurchdringbar“ wirken könnte. Spielern keine direkten Anweisungen zu geben, könne manche „vor den Kopf stoßen“. Allerdings zeigt sich der Entwickler überzeugt, dass dieser Ansatz „den Test der Zeit bestehen wird“. Es sei wichtig, dass sich Spieler „aktiv an der Suche nach Lösungen beteiligen“, statt nur „von außen zuzuschauen“. „Fans werden immer wieder zu diesem Spiel zurückkehren, es erkunden, und versuchen, Dinge herauszufinden“, hofft Kasurinen.
Beim Publikum scheint das jedenfalls anzukommen. Control Resonant fuhr einen soliden Wertungsdurchschnitt von 83 Punkten auf Metacritic ein, wobei die Fans sogar durchschnittlich eine Wertung von 89 vergeben haben. Auf Steam überschritt das Spiel mit einem Höchstwert von 42.799 gleichzeitig aktiven Spielern außerdem klar seinen Vorgänger Control in der Ultimate Edition mit 9.193 Steam-Spielern (via SteamDB). Jedenfalls wünscht sich der Director einen langlebigen Titel: „Ich möchte, dass Fans zweifeln, noch einmal darüber nachdenken, noch einmal nachsehen und überlegen, was sie anders im Spiel machen könnten.“
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