Konami: Neue Ableger von Silent Hill dürfen den alten Kanon nicht verwenden
Die aktuellen Entwickler sollen dazu animiert werden, eigene Ideen für die Horrorserie zu entwickeln.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Seit dem großen Comeback vor wenigen Jahren präsentiert sich die ikonische Horror-Saga Silent Hill als Anthologie, an der nun weltweit unterschiedliche Studios arbeiten. Zuletzt erschien mit Silent Hill: Townfall ein neuer Ableger aus der Egoperspektive, der storytechnisch nicht in der gleichnamigen Stadt im fiktiven Amerika, sondern in Schottland angesiedelt ist. Das zuständige Studio Screen Burn ist ebenfalls schottisch und besteht aus ehemaligen Entwicklern des Kultspiels Alien: Isolation.
Produzent Motoi Okamoto will den externen Entwicklern jedenfalls nicht zu strikte Regeln auferlegen. Intern bei Konami gebe es zwar einen Kanon, erklärte er in einem kurzen Interview (via Radio Times Gaming). Allerdings halte er es für wichtiger, dass die neuen Partner „selbstständig herausfinden, was für sie symbolisch Silent Hill bedeutet“. Ein Jahr vor Townfall verlegte Silent Hill f den Horror wiederum ins ländliche Japan. Für die Story holte man sich den Schreiber Ryukishi07 an Bord, der zuvor für Visual Novels wie When They Cry mit ähnlichen Settings verantwortlich war.
Neue Geschichten in Silent Hill sind frei interpretierbar
Was die neuen Titel eint, ist der psychologische Horror mit verworrenen Realitätsebenen, in denen sich oft die Traumata der Hauptcharaktere manifestieren. Serienchef Okamoto bevorzuge es jedenfalls, wenn die Teams „erst einmal selbst recherchieren und dann auf dieser Grundlage weiterarbeiten“. In den alten Storys wurden die Phänomene ursprünglich mit einer bösen Sekte erklärt. In Townfall oder Silent Hill f spielt das keine Rolle mehr spielt. Auch das kostenlose Silent Hill: The Short Message, an dem die Serienveteranen Masahiro Ito und Akira Yamaoka beteiligt waren, spielte an einem anderen Ort.
Gleichzeitig befindet sich ein Remake des allerersten Silent Hill in Entwicklung. Wie bei der vorherigen Neuauflage des zweiten Spiels ist hier wieder das polnische Bloober Team beauftragt worden. Einem Gerücht zufolge arbeitet der alte Serienkomponist Yamaoka ebenfalls wieder mit, wobei es offiziell noch keine Bestätigung gab (via Reddit). Auch ist unklar, ob Masahiro Ito wieder Konzeptzeichnungen beiträgt.
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