3 Min. lesen
Artikel von Markus +

The Legend of Zelda feiert nächstes Jahr, 2026, ihr 40-jähriges Jubiläum. Passt dazu hat Serienproduzent Eiji Aonuma nun Aussagen getroffen, die Fans hellhörig machen. Der nächste große Zelda-Titel könnte Elemente aus einem Spin-off übernehmen, das viele bisher eher als Nebenexperiment gesehen haben.

Konkret geht es um Hyrule Warriors: Age of Imprisonment, das kürzlich für die Nintendo Switch 2 erschienen ist. Das Actionspiel, entwickelt in Zusammenarbeit mit Koei Tecmo, verbindet das Zelda-Universum mit dem schnellen Hack-and-Slash-Gameplay der Dynasty Warriors-Reihe. Und genau diese Zusammenarbeit könnte nun Spuren im nächsten Zelda hinterlassen.

Aonuma spricht offen über neue Impulse

In einem Interview mit dem japanischen Magazin 4Gamer.net zeigte sich Aonuma überraschend offen. Zwar scherzte er darüber, dass Nintendo selbst gerne den ersten Zelda-Titel auf der Switch 2 veröffentlicht hätte, doch dann folgte der entscheidende Satz. Die Inspiration aus der Zusammenarbeit mit Koei Tecmo könne sich durchaus im nächsten Zelda widerspiegeln.

Wichtig ist dabei der Tonfall. Aonuma spricht nicht von einer direkten Fortsetzung oder einem radikalen Genrewechsel. Vielmehr geht es um Ideen, Impulse und neue Perspektiven, die aus Age of Imprisonment entstanden sind. Fans sollen das Spin-off spielen und dabei selbst darüber nachdenken, welche Möglichkeiten sich daraus für die Zukunft der Reihe ergeben könnten.

„Die Inspiration, die wir aus der Zusammenarbeit mit Koei Tecmo erhalten haben, wird sich aber sicherlich in unserem Zelda widerspiegeln. Stellt euch das bitte beim Spielen vor und freut euch auf unser Zelda“, so Aonuma.

Hyrule Warriors: Age of Imprisonment - Bild: Nintendo / Koei Tecmo

Hyrule Warriors: Age of Imprisonment – Bild: Nintendo / Koei Tecmo

Was Age of Imprisonment so besonders macht

Das kürzlich erschienene Hyrule Warriors: Age of Imprisonment erzählt historische Ereignisse aus der Zelda-Zeitlinie und setzt dabei auf groß angelegte Schlachten, schnelle Charakterwechsel und einen deutlich action-lastigeren Fokus als klassische Zelda-Spiele. Mehrere spielbare Figuren, Massengefechte und ein stärkerer Blick auf die Geschichte Hyrules stehen im Vordergrund. Gerade dieser erzählerische Ansatz könnte spannend sein. In den letzten Hauptteilen wie Tears of the Kingdom lag der Fokus stark auf Freiheit, Erkundung und emergentem Gameplay. Ein stärker strukturierter, historischer Blick auf die Welt könnte eine interessante Ergänzung darstellen – ohne die DNA der Serie zu verlieren.

Welche Erwartungen dürfen Zelda-Fans an das Jahr 2026 haben? Trotz des Jubiläums sollten Fans ihre Erwartungen zügeln. Aonuma macht keine Andeutungen zu einem baldigen Release eines klassischen neuen Zelda-Abenteuers. Nach Tears of the Kingdom im Jahr 2023 und einem 2D-Zelda erst 2025 wäre 2026 für einen weiteren großen Serienteil sehr früh. Das schließt jedoch andere Projekte nicht aus. Remakes, experimentelle Ableger oder kleinere Titel wären denkbar, ebenso wie eine bewusste inhaltliche Neuausrichtung für den nächsten großen Schritt der Serie.

Aonumas Aussagen sind keine Ankündigung, sondern ein Denkanstoß. Doch gerade das macht sie so spannend. The Legend of Zelda hat sich immer dann weiterentwickelt, wenn Nintendo bereit war, Einflüsse von außen zuzulassen. Sei es mit Ocarina of Time, Breath of the Wild oder eben Tears of the Kingdom.

Dass nun ausgerechnet ein Action-Spin-off als Inspiration genannt wird, zeigt, wie offen die Serie auch nach 40 Jahren noch ist. Wie genau sich das äußert, bleibt offen. Sicher ist nur: Die Zukunft von Zelda wird nicht einfach eine Wiederholung der Vergangenheit sein.

Stimmt etwas nicht oder fehlt dir was? Melde dich, wir kümmern uns darum. Nutze unser Feedback-Formular!

Kategorie(n)

Mehr entdecken

Neu für dich!