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Mario Kart Live: Home Circuit (Nintendo Switch) – Review

Nintendo lässt uns in Mario Kart Live: Home Circuit durch unsere eigenen Räume flitzen. Das Mixed Reality-Setup ist neu und interessant, aber irgendwie auch ein Rückschritt.

Review von
Mario Kart Live: Home Circuit - (C) Nintendo

Das Wichtigste in Kürze

  • Was bekomme ich für 99,99 Euro?
  • Welche Optionen gibt es im Mixed Reality-Spiel?
  • Kreativität und etwas Humor gehören zum "neuen Mario Kart" dazu

Nintendo ist nicht innovativ? Von wegen! Mit Mario Kart Live: Home Circuit hat man genau das Weihnachtsgeschenk für Klein und Groß herausgebracht, möchte man meinen. Immerhin gehört „Mario Kart“ zu einem der größten Marken im Unternehmen, was soll man dabei schon falsch machen? Anstatt das lang erwartete Mario Kart 9 endlich zu bringen, hat Nintendo etwas ganz anderes und Neues für die Nintendo Switch gebracht.

Mario Kart Live: Home Circuit ist ein Mixed Reality-Spiel, bei dem man als Spiele seine Nintendo Switch-Konsole verwendet, um ein RC-Kart zu steuern, das entweder Mario oder Luigi steuert (separat erhältlich). Mit diesem Auto kurvt man zum Beispiel durch das eigene Wohnzimmer in der eigens gebauten Strecke. Die selbst abgesteckte Fahrbahn wird in das Spiel übernommen, um dann das RC-Kart virtuell auf der Switch darzustellen. Dabei fährt man wie in einem normalen Mario Kart-Spiel gegen virtuelle Mitspieler, die auch abgeschossen werden können – genau wie man selbst. Während die ausgefeilte Technologie ziemlich beeindruckend ist, macht die Art des Designs das Rennspiel selbst sehr flach. Wer etwas innovativ seine Strecke gestaltet, mit Bierdosen oder Bierflaschen, macht das Spiel zu einem wahren Erlebnis.

Das Bild wird noch nachgereicht…

Mario Kart Live: Home Circuit – Was bekomme ich für mein Geld?

Insgesamt gibt es vier Tore, die dem RC Kart und dem Spiel beigepackt sind. Für 99,99 Euro bekommt man genau das, was es soll: Spaß machen.

Mario Kart Live: Home Circuit - (C) Nintendo

DerInhalt von Mario Kart Live: Home Circuit – (C) Nintendo

Die Papp-Tore sind erstaunlich robust und halten mehreren Kinderwürfen stand. Man kann sie sehr leicht aufbauen und wieder verstauen. Das RC-Kart selbst ist eigentlich ziemlich schwer und ebenfalls sehr robust. Das „Mario-Mobil“ hat keinen einzigen Kratzer bei mehreren Stunden Spielzeit abbekommen, und das nicht weil ich so gut fahren kann, sondern weil es sehr hochwertig verbaut wurde. Nicht falsch verstehen: für eine Offroad-Tour ist es nicht geeignet, aber in Innenräumen könnten nur Haustiere eine größere Gefahr darstellen.

Das Einrichten eines Kurses ist genauso einfach wie die Werbung es zeigt. Man kann Mario Kart Live: Home Circuit in wenigen Minuten spielen, nachdem man seinen Kurs eingestellt hat. Die Kurse sind auch sehr abwechslungsreich gestaltet und „verzaubern“ das eigene Wohnzimmer (oder die Bierflaschen-Welt) in eine typische Mario-Welt.

Das Rennspiel verfügt natürlich über einen Grand-Prix-Modus, der das Herzstück des Titels darstellt. Zeitfahren macht – wie bei jedem Mario Kart-Spiel – nur bedingt Spaß, dafür gibt es andere Genre-Vertreter. Wenn man sich ein Mario Kart-Spiel kauft, dann erwartet man sich auch ein Mario Kart-Spiel. Punkt. Und genauso verhält es sich mit diesem auch, nur eben mit der Mixed-Reality-Erfahrung. Man muss aber schon einiges an Zeit aufwenden, um seinen Kurs „schöner“ zu machen. Meine kreativen Ideen dafür waren etwas eingeschränkt, meine Kinder haben da sicherlich mehr Spaß daran.

Welche Optionen gibt es im Spiel?

Die Grand-Prix-Einstellung ermöglicht es den Spielern, ihre Strecke in 50, 100, 150 oder 200 cm³ in einer Reihe von drei Rennen zu fahren. Zufällige Gefahren am Kurs helfen, jedes Rennen etwas aufzupeppen. Die „Umweltgefahren“ im echten Leben tragen dazu bei, das Erlebnis noch mehr auszubauen, als man es sonst bei Mario Kart-Spielen gewohnt ist. In Mario Kart Live: Home Circuit kann eben wirklich die Katze das RC-Kart falsch verstehen und als „ultimative Waffe“ über das Spielfeld zischen. Ansonsten ist das Rennfeeling nicht ganz so tief wie sonst. Es gibt zwar Item-Boxen, aber die Tracks selbst haben nie das Gefühl, dass sie sich voneinander unterscheiden. Als Gegner diesen Bowser Junior und seine Koopalings. Leider viel zu wenig bekannte Charaktere aus der Mario-Welt.

Was passiert wenn man einen zu kleinen Spielbereich aufbauen kann? Kein Problem, dass funktioniert auch, aber in Wahrheit benötigt man schon ein paar Quadratmeter Platz für den Home Circuit. Je mehr Platz, desto mehr Optionen für den Rennaufbau. Aufwändiges Streckendesign erfordert nicht nur einen kreativen Kopf, sondern auch physischen Raum. Auch echte Hindernisse, die man in der ersten Runde umgeworfen hat, bleiben natürlich in der zweiten (und dritten) Runde liegen. Außer man hat einen kleinen Helfer, der die Sachen für einen aus dem Weg räumt.

Fazit zu Mario Kart Live: Home Circuit

Farbenfrohes Design, bekannte Tracks und ein echtes Auto mit Pappkarton-Toren, dass alles im Setting von Mario Kart. Ganz ehrlich: was soll daran schief sein? Nun, es gibt einige Mankos die aufgezählt werden müssen. Darunter fallen das Fehlen von verschiedenen Grand-Prix-Variationen sowie die unterschiedlichen Super Mario-Charaktere, die als Gegner auf der Rennstrecke zum Abschuss freigegeben sind. Das Mixed Reality-Rennspiel macht viele Stunden Spaß und bietet ein robustes echtes RC-Kart. Alles ist sehr hochwertig verarbeitet und sollte lange Zeit Bestand haben, doch an ein „echtes Mario Kart“ kommt es noch lange nicht heran.

Für Kinder absolut empfehlenswert, da es ihre Kreativität und ihre räumliche Darstellung fordert und fördert. Als Erwachsener begnügt man sich mit dem Bierflaschen-Circuit.

Nintendo hat uns eine Kopie des Spiels zur Verfügung gestellt.

ReviewWertung

7SCORE

Mario Kart Live: Home Circuit begeistert für viele Stunden Klein und Groß! Allerdings bietet es nicht die Abwechslung, wie andere Mario Kart-Spiele.

Detail-Wertung

Grafik

7

Sound

9

Gameplay

7

Motivation

5

Steuerung

9