Halo soll Battle Royale fallen gelassen haben, stattdessen steht jetzt ein Extraction-Shooter im Raum
Ein neuer Bericht deutet darauf hin, dass Halo Studios seine ursprünglichen Battle-Royale-Pläne verworfen hat. Das Nachfolgeprojekt könnte deutlich besser zur Zukunft der Reihe passen.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Multiplayer-Zukunft von Halo könnte ganz anders aussehen, als viele lange gedacht haben. Ein neuer Bericht legt nahe, dass die frühere Battle-Royale-Idee rund um das Halo-Universum intern nicht überzeugt hat (bereits 2024 „geleakt“). Stattdessen soll sich das Projekt in Richtung Extraction-Shooter weiterentwickelt haben. Noch ist das nicht offiziell bestätigt. Aber die Infos sind spannend genug, um die Diskussion in der Community sofort neu anzuheizen.
Laut dem Bericht von Windows Central, der sich auf neue Aussagen des Insiders „Mr Rebs“ stützt, war das frühere Projekt unter dem Codenamen Tatanka deutlich mehr als nur ein Modus für Halo Infinite. Es soll sich um ein eigenes Erlebnis gehandelt haben, das von Certain Affinity gemeinsam mit 343 Industries, heute Halo Studios, entwickelt wurde. Technisch lief es ursprünglich noch auf der Slipspace Engine.
Die Idee dahinter klang auf dem Papier eigentlich stark: klassische Halo-Karten wie „Blood Gulch“ oder „Valhalla“, dazu Drop Pods als Einstieg und ein größer angelegter Multiplayer-Rahmen. Doch genau dieses Battle-Royale-Konzept soll intern am Ende nicht richtig aufgegangen sein. Laut Bericht war das Genre einfach zu überfüllt, und das Projekt habe sich nicht so überzeugend angefühlt, wie es nötig gewesen wäre.
Aus „Tatanka“ wurde offenbar „Project Eker“
Besonders interessant wird es beim nächsten Schritt. Der Bericht sagt, dass die Entwicklung 2022 pausiert wurde und das Projekt danach als Project Eker in veränderter Form weiterlief. Statt Battle Royale soll daraus ein PvE-Extraction-Shooter geworden sein, nun auf Unreal Engine, passend zum allgemeinen Technologiewechsel innerhalb von Halo. Windows Central nennt dabei ausdrücklich auch Projekte wie Project Foundry und Halo: Campaign Evolved als Teil dieses größeren Umbruchs. Der letzte sicher genannte Entwicklungsstand soll laut Bericht aus 2023 stammen. Was danach genau passiert ist, bleibt unklar. Manche Quellen gehen davon aus, dass Project Eker heute ein eigenständiges Multiplayer-Projekt ist. Andere glauben, dass Teile davon inzwischen in das nächste große Halo-Spiel eingeflossen sind.

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Gerade das macht das Gerücht so interessant. Ein Halo-Battle-Royale wirkte für viele schon immer wie ein „Trend-Versuch“, der eher aus Marktlogik als aus echter Serien-DNA geboren wurde. Ein Extraction-Shooter dagegen könnte viel natürlicher zum Halo-Universum passen.
Kleinere taktische Einsätze, PvE-Fokus, Bedrohung durch KI-Gegner, Teamplay, Risiko und Belohnung, das alles lässt sich in der Welt von Halo deutlich organischer vorstellen als ein klassischer Last-Man-Standing-Modus. Genau deshalb könnte diese angebliche Kehrtwende am Ende sogar die bessere Entscheidung gewesen sein.
Die Community dürfte trotzdem genau hinschauen
Natürlich bleibt auch hier Vorsicht wichtig. Die Quelle selbst betont, dass man den Bericht mit einer gewissen Zurückhaltung lesen sollte. Offizielle Bestätigungen fehlen, und „Mr Rebs“ ist trotz solider Trefferquote eben keine primäre Studioquelle. Trotzdem passt das Ganze in ein größeres Bild. Halo Studios sucht sichtbar nach einer neuen Form für die Serie. Technisch, strukturell und wohl auch spielerisch. Und wenn sich dieses Gerücht bewahrheitet, dann könnte Halo online bald deutlich mutiger auftreten als in den letzten Jahren.
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