400.000 Fans wollen Destiny 3 – Wie lange wollen Sony und Bungie die Petition noch ignorieren?
Nach dem Ende der aktiven Destiny 2-Entwicklung fordern Spielerinnen und Spieler einen echten Nachfolger. Die Petition wächst gigantisch weiter.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Destiny ist nicht einfach verschwunden. Genau das wollen viele Fans jetzt ziemlich deutlich machen. Nachdem Bungie das Ende der aktiven Entwicklung von Destiny 2 bestätigt hat, wächst der Druck auf Sony und den einstigen Halo-Entwickler. Eine Petition für Destiny 3 hat inzwischen mehr als 400.000 Unterschriften gesammelt.
Wie berichtet, richtet sich die Petition direkt an Sony Interactive Entertainment. Die Change.org-Petition von Harley Casto hat zum Zeitpunkt dieses Artikels bereits 402.174 verifizierte Personen gefunden.
Der Hintergrund ist klar: Bungie veröffentlichte mit Monument of Triumph das letzte große Live-Service-Update für Destiny 2. In einem offiziellen Blogeintrag erklärte das Studio, dass nach The Final Shape die Zeit gekommen sei, Destiny über Destiny 2 hinaus weiterleben zu lassen. Gleichzeitig soll Destiny 2 weiterhin spielbar bleiben.
Fans wollen kein stilles Ende
Die Petition formuliert es ziemlich direkt: Destiny habe Millionen Spieler mit seiner Welt, seinem Gameplay und seiner Community begeistert. Mit dem Ende der Updates für Destiny 2 sei jetzt der nächste Schritt nötig. Und dieser Schritt soll Destiny 3 heißen. Nicht Marathon.
In der Petition heißt es sinngemäß, der Wunsch nach neuen Abenteuern, frischen Geschichten und innovativen Gameplay-Features sei in der Community deutlich spürbar. Genau das trifft den Nerv vieler Spieler. Denn Destiny war nie nur ein Shooter. Es war Treffpunkt, Hobby, Clan-Alltag, Raid-Woche, Lore-Rätsel und manchmal auch ein zweiter Job mit besserem Loot.
Dass inzwischen über 400.000 Menschen unterschrieben haben, zeigt: Viele wollen nicht einfach ein Denkmal für Destiny 2. Sie wollen einen Neustart.

Destiny 2 erschien am 06. September 2017 und erreichte rund um 2022/2023 seinen Höhepunkt an aktiven Spielerinnen und Spielern. – Bild: Bunige
Destiny 3 ist laut Berichten nicht aktiv in Entwicklung
Genau hier wird die Lage bitter. Denn während Fans Destiny 3 fordern, soll bei Bungie aktuell kein echter Nachfolger aktiv in Produktion sein. Zwar sollen angeblich bei Bungie Ideen und Prototypen entstanden sein, aber nichts davon sei bereits freigegeben.
Das macht die Petition so brisant. Sie richtet sich nicht nur an Bungie, sondern bewusst an Sony. Seit der Übernahme gehört Bungie zum PlayStation-Konzern. Wenn also jemand entscheiden könnte, ob Destiny 3 wirklich grünes Licht bekommt, dann wäre Sony zumindest ein zentraler Teil dieser Entscheidung.
Natürlich funktionieren Petitionen in der Spielebranche nicht wie ein Bestellformular. 400.000 Unterschriften bedeuten nicht automatisch: Morgen startet die Entwicklung. Aber sie zeigen Nachfrage. Und Nachfrage ist genau das, was Publisher gerne sehen, wenn sie über teure Projekte entscheiden.
Bungie steckt in einer schwierigen Phase
Der Zeitpunkt könnte kaum komplizierter sein. Bungie hat harte Jahre hinter sich. Destiny 2 schwankte zwischen großen Comebacks, Fan-Frust, sinkenden Spielerzahlen und internen Problemen. Das neue Bungie-Projekt, Marathon, erreicht kaum Destiny-Zahlen. Im 24-Stunden-Peak waren es gerade einmal etwas mehr als 5.500 Spielende auf Steam (via SteamDB.info). Im Vergleich mit 54.000 Spielenden von Destiny 2 ist das kein gutes Zeugnis.
Genau deshalb wirkt Destiny 3 wie Wunsch und Risiko zugleich. Für Fans wäre ein echter Nachfolger die sauberste Lösung. Neue Technik, neues Einstiegssystem, frischer Loot, weniger Ballast, klare Story und ein Neustart ohne zehn Jahre Live-Service-Gepäck. Für Sony und Bungie wäre es aber ein gewaltiges Investment.
Sony hat jetzt ein sichtbares Signal
Die Petition löst das Destiny-Problem nicht. Aber sie macht es sichtbar. Mehr als 400.000 Fans sagen im Grunde: Wir sind noch da. Und wir wollen nicht nur Erinnerungen. Wir wollen Destiny 3.
Für Sony ist das eine interessante Situation. Einerseits ist Destiny teuer, komplex und riskant. Andererseits ist eine Marke mit einer so aktiven, lauten und emotional gebundenen Community selten. Viele Publisher würden für so ein Fundament ziemlich viel geben.
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Am Ende bleibt die entscheidende Frage: Sieht Sony in Destiny noch eine Zukunft, die groß genug für einen echten Nachfolger ist? Die Fans haben ihre Antwort bereits gegeben. Jetzt liegt der Ball bei Bungie und PlayStation wie es weitergeht mit dem Franchise.
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