3 Min. lesen
Artikel von Markus Bauer +
DailyGame bei Google merken

Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!

Die geplante Übernahme von Activision-Blizzard durch Microsoft hat bereits einige Hürden aufgebrummt bekommen, nun folgt eine weitere: eine Klage von Spielern, die den 68,7 Milliarden US-Dollar-Deal unterbinden möchten. Eine Gruppe von Spielern hat in San Franzisco (Kalifornien, USA) eine Bundeskartellklage eingereicht.

Zwei Wochen, nachdem die Federal Trade Commission (FTC) geklagt hat, um die Fusion zwischen dem Candy Crush- und Call of Duty-Publisher mit dem Xbox-Hersteller zu blockieren, kommt die nächste Klage. Die neue Klage benennt Microsoft, aber nicht Activision, als Angeklagten.

Activision-Blizzard-Microsoft-Fusion: so möchten Spieler den Mega-Deal verhindern

Wie auch die FTC streben die Spieler eine gerichtliche Anordnung an, die die Traktion unterbinden soll. In der Klage der Spieler geht man auf den zukünftigen Einfluss von Xbox ein, „um Konkurrenten auszuschließen, die Produktion zu begrenzen, die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einzuschränken, die Preise zu erhöhen und den Wettbewerb weiter zu hemmen.“ Auf diese Punkte hat Microsoft bzw. Xbox-Chef Phil Spencer bereits mehrmals reagiert. Call of Duty soll zukünftig auch für Nintendo-Konsolen zur Verfügung stehen. Und natürlich auch weiterhin für PlayStation-Konsolen.

Werbung

In der Klage der Spieler heißt es (via BloombergLaw.com): „Microsoft kontrolliert bereits eines der beliebtesten und größten Videospiel-Ökosysteme der Branche. Die geplante Übernahme würde Microsoft eine konkurrenzlose Position in der Gaming-Branche verschaffen und ihr die größte Anzahl an Must-Have-Spielen und ikonischen Franchises belassen.“

Mehr Geld als für Call of Duty gibt Microsoft für Candy Crush mit dem Activision Blizzard-Deal aus. So unsere "Rechnung". - (C) King, Xbox, Microsoft, Activision - Bildmontage

Mehr Geld als für Call of Duty gibt Microsoft für Candy Crush mit dem Activision Blizzard-Deal aus. So unsere „Rechnung“, nachdem der Deal angekündigt wurde. – (C) King, Xbox, Microsoft, Activision – Bildmontage

Microsoft kontert

„Dieser Deal wird den Wettbewerb erweitern und mehr Möglichkeiten für Spieler und Spieleentwickler schaffen, da wir danach streben, mehr Menschen mehr Spiele zugänglich zu machen“, so die Erklärung von Microsoft.

Werbung

Das Unternehmen aus Redmond (USA), Microsoft, hat bereits mehrmals beteuert, dass PlayStation viel größer als Xbox ist. Derzeit versucht man sogar sich klein zu reden, indem man zugegeben hat, dass PlayStation „bessere Exklusivität“ bietet. Wie die Spieler-Klage gegen Microsoft ausgehen wird, kann derzeit keiner wissen. Auch nicht ob der Mega-Deal in der Gaming-Branche tatsächlich durchgeht.

Immerhin wären der „wichtigsten Gründe“ für Microsoft nicht die Spielmarken wie Call of Duty, StarCraft, WarCraft und Co für PC- und Videospielkonsolen, sondern der mobile Spiele-Markt für iOS und Android.

Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !

Kategorie(n)

Mehr entdecken

Weiterlesen