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Artikel von Markus Bauer +
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Bei id Software war die Stimmung zuletzt alles andere als gut. Nach den großen Xbox-Entlassungen traf es ausgerechnet das Studio hinter DOOM besonders hart. Viele Fans fragten sich deshalb, ob id Software künftig überhaupt noch eigene Spiele entwickelt oder nur noch anderen Xbox-Studios bei Technik und Projekten hilft.

Jetzt gibt es zumindest ein kleines Zeichen der Hoffnung. Tom Warren (von TheVerge.com) schreibt auf X.com, dass die Einschnitte beim DOOM-Entwickler zwar tief gewesen seien, das Studio aber offenbar nicht zu einem Support-Team umgebaut wurde. Stattdessen soll id Software nun in einer frühen Phase an einem neuen DOOM-Spiel arbeiten.

Offiziell angekündigt ist dieser Titel noch nicht. Genau deshalb sollte man die Meldung vorsichtig einordnen. Aber nach den letzten Tagen ist allein der Gedanke wichtig: id Software soll nicht nur überleben, sondern weiterhin eigene Spiele bauen.

id Software soll kein reines Support-Studio werden

Die Sorge war nicht unbegründet. Nach den Xbox-Kürzungen machten Berichte die Runde, dass id Software massiv verkleinert wurde. Insgesamt sollen 136 gestrichenen Stellen bei id Software gestrichen worden sein. Dazu zählen 95 Stellen am Standort in Richardson, Texas, sowie angeblich 40 Remote-Positionen, die diesem Standort zugeordnet waren.

Für ein Studio mit einer so wichtigen technischen Rolle ist das brutal. id Software steht nicht nur für DOOM, Quake und Wolfenstein-Geschichte, sondern auch für id Tech. Diese Engine ist ein zentraler Teil der modernen DOOM-Spiele und wurde zuletzt auch für andere ZeniMax-Projekte wichtig. Genau deshalb klang die Vorstellung eines reinen Support-Studios so bitter. Wenn Microsoft nach den Entlassungen nur noch die Technik des Studios nutzen würde, aber keine echten Spiele mehr entstehen, wäre das für viele Fans der eigentliche Bruch.

DOOM erschien erstmals am 10. Dezember 1993 für MS-DOS. Die leitenden Entwickler damals: John Carmack, John Romero und Tom Hall. - Bild: id Software

DOOM erschien erstmals am 10. Dezember 1993 für MS-DOS. Die leitenden Entwickler damals: John Carmack, John Romero und Tom Hall. – Bild: id Software

Ein neues DOOM wäre die naheliegende Antwort

Laut dem The Verge-Redakteur passiert offenbar genau das nicht. Er schreibt, id Software sei trotz der tiefen Entlassungen nicht zu einem Support-Studio geworden. Stattdessen befinde sich ein neues DOOM in einer frühen Entwicklungsphase.

Das ergibt auch Sinn. DOOM ist eine der Marken, die Xbox nach dem großen Umbau kaum liegen lassen kann. Während kleinere oder experimentelle Projekte schwieriger werden, passen große bekannte Reihen offenbar besser zur neuen Strategie. Genau in dieses Bild würde ein weiteres DOOM-Spiel perfekt passen.

Spannend ist dabei aber die Frage, welches Doom das wird. Nach DOOM Eternal und DOOM: The Dark Ages könnte id Software die Reihe erneut umbauen. Vielleicht geht es wieder schneller, vielleicht noch schwerer, vielleicht stärker in Richtung Multiplayer oder Koop. Nichts davon ist bestätigt. Aber klar ist: Wenn eines der bekanntesten Entwicklerstudios an DOOM arbeitet, schauen Shooter-Fans sehr genau hin.

id selbst versucht die Fans zu beruhigen

Kurz vor Warrens Aussage meldete sich id Software selbst zu Wort. In einem Statement schrieb das Studio, man habe weiterhin das Team, das man brauche, um die Spiele und die Technik zu bauen, für die id Software bekannt ist.

Die heutige Teamgröße sei ungefähr mit jener Zeit vergleichbar, in der DOOM 2016 entstand.

Das ist natürlich die optimistische Lesart. Gleichzeitig darf man nicht vergessen: 136 gestrichene Stellen verschwinden nicht einfach aus der Geschichte. Know-how geht verloren. Teams müssen sich neu sortieren. Projekte werden anders geplant. Und wer gerade Kolleginnen und Kollegen verloren hat, arbeitet nicht einfach so weiter, als wäre nichts passiert.

Trotzdem ist das Statement wichtig. Sie sagen nicht: Wir helfen künftig nur noch anderen. id Software sagt: Wir bauen weiter Spiele und Technik. Genau dieser Satz dürfte für viele DOOM-Fans gerade der wichtigste sein.

Für DOOM-Fans heißt das: vorsichtig freuen. id Software scheint nicht zum reinen Support-Studio zu werden. Der Slayer dürfte zurückkommen. Irgendwann.

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