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Artikel von Markus Bauer +
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Der Xbox Elite Series 3 Controller ist noch immer nicht offiziell angekündigt, doch Microsoft scheint langsam Schwierigkeiten zu bekommen, ihn geheim zu halten. Im Backend des Xbox Design Lab sind Konfigurationsdaten und mehrere 3D-Komponenten für einen neuen Elite-Controller aufgetaucht. Darin werden erstmals Hall-Effekt- und TMR-Sticks, eine neue Haptik, ein Audio-Scrollrad, zusätzliche Paddle-Varianten und mehrere Ausführungen des Controllers genannt. Die entsprechenden Datensätze sind inzwischen wieder verschwunden.

Entdeckt wurden die Daten von einem Reddit-Nutzer namens esketitethan, der neben den Konfigurationseinträgen auch 16 verschiedene 3D-Komponenten fand. Der Controller trägt dort den Codenamen Edessa, während das dazugehörige Zubehör beziehungsweise Konfigurationspaket als Beatrice bezeichnet wird. Die ursprünglich direkt erreichbaren Backend-Einträge liefern inzwischen keine entsprechenden Datensätze mehr. Microsoft selbst hat den Elite Series 3 weiterhin nicht angekündigt, weshalb die Informationen trotz ihrer ungewöhnlich konkreten Herkunft als Leak behandelt werden müssen. Auch wenn sie ziemlich echt klingen. Schon beinahe als Ankündigung.

Microsoft könnte das größte Problem des Elite Controllers endlich angehen

Die wichtigste Neuerung betrifft die Analogsticks. In den Daten (via Reddit) werden getrennte Module für Hall-Effekt- und TMR-Technik aufgeführt. Zusätzlich tauchen Varianten mit unterschiedlicher Stick-Spannung auf, darunter Standard, Loose und Tight. Das deutet darauf hin, dass Microsoft beim neuen Elite wieder verschiedene Widerstände anbieten könnte.

Hall-Effekt- und TMR-Sensoren erfassen die Position eines Analogsticks magnetisch und kommen deshalb ohne die klassischen mechanischen Potentiometer aus, die bei vielen Controllern mit der Zeit verschleißen können. Damit lässt sich eine der häufigsten Ursachen für Stick-Drift vermeiden. Eine Garantie, dass ein Controller niemals driftet, ist das trotzdem nicht. Auch mechanisches Spiel oder andere Bauteile können Probleme verursachen. Für einen hochpreisigen Elite-Controller wäre der Wechsel auf magnetische Sensoren dennoch eine der wichtigsten technischen Verbesserungen seit Jahren.

Dass Microsoft hier nachbessert, wäre keine große Überraschung. Bereits bei früheren Gerüchten über neue Xbox-Controller spielten Hall-Effekt-Sticks eine Rolle.

Auch die Haptik soll deutlich aufwendiger werden

Ein zweiter Eintrag nennt „Impulse Triggers“ mit ERM-Motoren und „Advanced Haptics“ mit VCA-Motoren. VCA steht für Voice Coil Actuator und ermöglicht differenziertere Vibrationen als klassische Rotationsmotoren. Das könnte Microsoft erlauben, unterschiedliche Oberflächen, Treffer oder Bewegungen wesentlich genauer über den Controller fühlbar zu machen.

Der Vergleich mit Sony’s DualSense liegt nahe, allerdings sollte man die Systeme noch nicht gleichsetzen. Der Leak liefert bislang keinen Hinweis darauf, dass Microsoft beispielsweise die adaptiven Trigger des PS5-Controllers übernimmt. Bestätigt wäre selbst die neue Haptik erst nach einer offiziellen Vorstellung. Die Backend-Bezeichnungen zeigen lediglich, dass Microsoft offenbar mit einer deutlich aufwendigeren Feedback-Technik arbeitet.

Interessant sind in diesem Zusammenhang die vier gefundenen SKU-Kombinationen. Je zwei Einträge gehören offenbar zu einer vollständigen „Elite Complete“-Version und einer einfacheren Basisversion. Für beide Pakete existieren wiederum Varianten mit und ohne die neuen Haptik-Motoren. Das könnte bedeuten, dass Microsoft unterschiedliche Preisstufen plant.

Ein Audio-Scrollrad könnte eines der mysteriösen Räder erklären

Bereits im Mai waren über Unterlagen der brasilianischen Regulierungsbehörde Anatel erste Bilder des mutmaßlichen Elite Series 3 aufgetaucht. Damals waren vor allem zwei bislang unbekannte Scrollräder an der Unterseite aufgefallen.

Die neuen Design-Lab-Daten liefern nun zumindest für eine dieser Funktionen eine mögliche Erklärung. Dort findet sich ausdrücklich eine Konfigurationsoption für ein „Audio Scroll Wheel“. Damit dürfte sich beispielsweise die Lautstärke oder das Verhältnis zwischen Spielsound und Sprachchat direkt am Controller verändern lassen. Ob beide zuvor gesichteten Räder dafür verwendet werden oder eines eine andere Funktion bekommt, lässt sich aus den Daten noch nicht sicher ableiten.

Wann erscheint der Xbox Elite Series 3?

Einen Preis oder offiziellen Release-Termin verraten die neuen Daten nicht. Windows Central berichtet allerdings, dass eine Enthüllung nach eigenen Informationen unmittelbar bevorstehen könnte und der Controller möglicherweise noch vor Weihnachten 2026 erscheint. Auch das ist bislang keine offizielle Microsoft-Angabe.

Die Spur im Xbox Design Lab ist trotzdem aussagekräftiger als viele frühere Controller-Gerüchte. Im Mai gab es Bilder aus einer Regulierungsbehörde, im August einen mutmaßlichen Prototyp und jetzt detaillierte Konfigurationsdaten für das Design Lab. Vor allem Hall-Effekt beziehungsweise TMR-Sticks und die neue Haptik wären dabei keine kosmetischen Extras. Sie würden zwei Bereiche modernisieren, bei denen Microsofts inzwischen sieben Jahre alter Elite Series 2 technisch sichtbar hinter neueren Premium-Controllern zurückliegt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Microsofts offizielle Vorstellung. Die dürfte sehr bald kommen.

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