Nächste Xbox könnte 1.600 Euro kosten: Selbst die PS6 soll günstiger zu bauen sein
Neue Schätzungen zeichnen ein extremes Preisbild für nächste Xbox, Project Helix. Microsoft soll intern mit 1.050 bis 1.600 Euro rechnen.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die nächste Xbox könnte alles andere als eine klassische 500-Euro-Konsole werden. Nachdem zuletzt bereits absurd hohe Bauteilkosten für die PlayStation 6 im Raum standen, wird das Bild für Microsoft jetzt noch extremer: Project Helix soll intern mit einem möglichen Verkaufspreis zwischen 1.200 und 1.800 US-Dollar (also 1.050 bis 1600 Euro) kalkuliert werden. Gleichzeitig behauptet Hardware-Leaker KeplerL2, dass die PS6 in der Herstellung derzeit ungefähr 200 Dollar (ca. 180 Euro) günstiger ausfallen könnte.
Die Preisspanne stammt aus einem aktuellen Fortune-Bericht über Xbox-Chefin Asha Sharma. Dort heißt es, Project Helix werde intern momentan mit 1.200 bis 1.800 US-Dollar für Endkunden kalkuliert. Der entscheidende Zusatz: Das gilt, sofern Microsoft die Hardwarekosten nicht teilweise selbst übernimmt. Es handelt sich also weder um einen angekündigten Preis noch um eine endgültige Entscheidung.
PS6 soll rund 200 Dollar günstiger zu bauen sein
Fast zeitgleich legte KeplerL2 nach. Der für AMD-Hardware bekannte Leaker behauptet, die aktuelle Bill of Materials, also die reinen Bauteilkosten, der PS6 liege ungefähr 200 Dollar unter jener der nächsten Xbox (via Insider Gaming).
Die PS6-BoM liegt ungefähr 200 Dollar unter Magnus.
Das klingt zunächst überschaubar. Der Kontext macht die Aussage allerdings deutlich interessanter. Noch vor einem Jahr hatte Kepler selbst ungefähr 600 Dollar für die PS6 und 1.200 Dollar für die nächste Xbox geschätzt. Diese alten Zahlen sind inzwischen praktisch wertlos, weil sich insbesondere RAM- und NAND-Preise massiv verändert haben. Kepler betont selbst, dass Sony und Microsoft ihre Konsolen viele Jahre im Voraus planen und einen derartigen Preissprung bei Speicher nicht vorhersehen konnten.

Die Sonderedition „Xbox Series X25“ wird derzeit für 1.200 bis 1.600 Euro auf eBay und Co gehandelt. Die „normale“ Xbox Series X liegt bereits bei über 900 Euro. Billiger wird die nächste Konsolen-Generation (wahrscheinlich ab 2028) also nicht mehr werden. – Bild: Microsoft
1.600 Euro für eine Xbox? Noch ist nix fix!
Auch aus der neuen Meldung darf man nicht ableiten, dass Microsoft 2028 tatsächlich eine Xbox für 1.800 Dollar (ca. 1.600 Euro) ins Regal stellt. Fortune spricht von einer internen Projektion. Bis zum geplanten Marktstart können sich Komponentenpreise ändern, Microsoft könnte einen Teil der Kosten übernehmen oder verschiedene Helix-Modelle zu unterschiedlichen Preisen anbieten. Laut Fortune plant Xbox die klassische nächste Konsole derzeit für die Weihnachtssaison 2028.
Dass Project Helix teurer als eine klassische Konsole werden könnte, passt allerdings zu Microsofts bisheriger Ausrichtung. Die nächste Xbox soll stärker mit dem PC verschmelzen, Xbox- und PC-Spiele unterstützen und technisch als Premium-Hardware positioniert werden. Alle bekannten Informationen dazu haben wir bereits in unserem großen Project-Helix-Überblick gesammelt.
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Fest steht derzeit also nur eines: gar nichts. Weder Sony noch Microsoft haben Preise ihrer nächsten Konsolen angekündigt. Die aktuellen Schätzungen zeigen aber ziemlich deutlich, welches Problem beide Hersteller lösen müssen. Wenn selbst die reinen Komponenten in vierstellige Regionen wandern, wird die nächste Konsolengeneration vor allem eine Frage davon, wie viel Sony und Microsoft ihren Kunden tatsächlich zumuten wollen.
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