PS6 könnte absurd teuer werden: Allein RAM und SSD sollen über 680 Dollar kosten
Ein neuer Hardware-Leak verschärft Sonys PS6-Preisproblem. Die komplette Konsole wäre damit noch längst nicht bezahlt.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die PlayStation 6 könnte für Sony zu einem massiven Preisproblem werden. Hardware-Insider KeplerL2 behauptet, dass allein Arbeitsspeicher und NAND-Speicher der kommenden Konsole inzwischen mehr als 680 US-Dollar kosten sollen. CPU, GPU und zahlreiche weitere Komponenten wären in dieser Zahl noch gar nicht enthalten.
Die neue Aussage stammt direkt aus einer Diskussion auf NeoGAF. Dort wurde der Insider mit der Überlegung konfrontiert, eine „subventionierte PS6“ könnte vielleicht für rund 680 Dollar verkauft werden. Seine knappe Antwort: RAM und NAND allein würden bereits mehr als diesen Betrag kosten.
Die 680 Dollar sind nicht der angebliche PS6-Gesamtpreis
Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig. KeplerL2 hatte bereits im Juni behauptet, die „Bill of Materials“, kurz „BoM“, der PS6 liege bei ungefähr 960 Dollar. Damals soll sich die Schätzung innerhalb weniger Monate um rund 200 Dollar erhöht haben. Der neue Wert von über 680 Dollar darf allerdings nicht einfach zu diesen 960 Dollar addiert werden. Die frühere Zahl war eine damalige Schätzung für die gesamten Komponenten, während die neue Aussage ausschließlich RAM und NAND beschreibt.
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Wie hoch die aktuellen Preise aller Komponenten der PS6 tatsächlich sein werden, nennt KeplerL2 diesmal nicht. Klar wäre nach seiner Darstellung lediglich: Wenn Speicher inzwischen tatsächlich mehr als 680 Dollar ausmacht, müsste sich auch die frühere Gesamtschätzung verändert haben. Genau wie die übrigen PS6-Spezifikationen ist das bislang allerdings nicht von Sony bestätigt.
Dass steigende Speicherpreise für die nächste PlayStation tatsächlich ein Problem sind, kommt dagegen direkt von Sony. Der Konzern erklärte gegenüber Investoren, dass höhere Speicherpreise die Produktionskosten von Konsolen deutlich erhöhen können. Für zukünftige Plattformen seien deshalb bislang weder Zeitpunkt noch Preis festgelegt. Sony will die weitere Entwicklung des Marktes beobachten, bevor entsprechende Entscheidungen getroffen werden.
Sonys PS6-Dilemma wird immer deutlicher
Damit bekommt die bereits länger diskutierte Preisfrage rund um die PlayStation 6 eine neue Dimension. Eine Konsole besteht schließlich nicht nur aus RAM und Speicher. Hinzu kommen unter anderem der AMD-SoC mit CPU und GPU, Mainboard, Kühlung, Netzteil, Gehäuse sowie weitere Komponenten. Dazu kommen später Kosten für Fertigung, Transport und Vertrieb.
Ein Verkaufspreis von über 1.000 Dollar lässt sich aus Keplers neuer Aussage trotzdem nicht seriös als bestätigt ableiten. Sony könnte Hardware subventionieren, Komponentenpreise können sich bis zum Produktionsstart verändern und Großabnehmer zahlen nicht dieselben Preise wie Endkunden. Schon im Frühjahr hatte Sony selbst betont, dass für die PS6 weder Preis noch Launch-Termin entschieden seien.
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Das eigentliche Warnsignal sind deshalb nicht irgendwelche spekulativen 1.200- oder 1.500-Dollar-Preisschilder. Es sind die angeblichen 680 Dollar allein für zwei zentrale Komponenten. Sollte diese Schätzung stimmen und das Preisniveau bis zur Produktion ähnlich bleiben, wird Sony bei der PS6 zwischen Ausstattung, Marge und einem für Konsolenspieler akzeptablen Verkaufspreis einen ungewöhnlich schwierigen Kompromiss finden müssen.
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