Adnan Siddiqi Mitgründer von DailyGame, Comics- und Movie-Nerd, Retro-Liebhaber, Gitarrenspieler und Sammler von Mega Drive Games. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern, immer auf der Suche nach spannenden Geschichten hinter Spielen und Filmen. Schreibt über Klassiker ebenso wie über aktuelle Trends und liebt es, Hintergründe aus der Gaming- und Entertainment-Welt verständlich aufzubereiten. Begeistert sich für kultige Soundtracks, japanische Rollenspiele und alles, was einen Hauch Nostalgie versprüht.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Tomb Raider: Reborn
- Tomb Raider: History Repeating
- Zeit für eine neue Frisur
- Tomb Raider: Das letzte Grab?
Wien, Österreich – Mit dem Ende der Konsolengeneration endet auch eine weitere Trilogie der bekanntesten Grabjägerin. In dieser Dekade erlebten wir den Reboot der Tomb Raider Serie auf den Konsolen als auch im Kino. Wie erfolgreich dies war, ist eine andere Frage. Ist es Zeit für einen weiteren Reboot vom Reboot für Tomb Raider?
Tomb Raider: Reborn
Lara Croft zählt zu einer der ersten großen Charaktere aus den Neunziger Jahren. Sie startete ihre Karriere auf dem Sega Saturn, bekannt wurde sie auf der Playstation, doch es gibt kaum ein System, auf welchem sie nicht ausgewandert ist.
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Der Relaunch started mit einer Neuauflage ihrer Daddy Issues. Als junge Studentin begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Vater und landet nach einem Schiffbruch auf einer Insel. Wie aus dem Nichts ist sie auf sich selbst gestellt, alleine im Dschungel. Man findet sich in einem Survival-Adventure wieder, in dem Lara durch Erinnerungen an die Lehren ihres Vaters zu der Kämpferin wird, wie man sie heute kennt.
In Teil zwei, Rise of the Tomb Raider, befindet sie sich plötzlich im tiefst verschneiten Russland. Vom Charakter her gibt es keine Anknüpfung am Vorgänger. Sie ist etwas älter und selbständig, immer noch auf der Suche nach der Wahrheit, aber sie wirkt wie eine komplett andere Person. Auch das Gameplay ist völlig anders und losgelöst vom Vorgänger.
In Shadow of the Tomb Raider befindet man sich wieder in der Sonne, in den Dschungeln Mexikos. Man nähert sich dem Geheimnis des Vaters und kämpft noch ein letztes Mal durch die Gräber. Das Gameplay und Setting war wieder weitaus näher am Reboot-Original, schaffte es aber trotzdem nicht an die Klasse des ersten Teiles heranzukommen.
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Tomb Raider: History Repeating
Die Entwickler machten einen durchaus guten Job mit den Spielen an sich, doch waren sie zum Großteil nur eine weibliche Darstellung der Uncharted-Reihe. Das Reboot schaffte es nicht, aus dem Schatten von Nathan´s Erfolg zu springen und das obwohl sie schon weitaus mehr Jahre auf dem Buckel hatte!
Selbstverständlich wünschen wir uns, dass Lara im Kern dieselbe bleibt. Doch wenn wir uns an ihre verschiedenen Abentuer auf der Playstation oder PC erinnern, dann waren hier durchaus unterschiedliche Stories und Charakterzüge vorhanden. Vergleicht man die verschiedenen Lara´s die wir über die Jahre kennengelernt haben, dann war die Inkarnation des aktuellen Reboots die schwächste. Während wir Lara im ersten Teil vom Teenager zum Survivor wird, geht diese Entwicklung in den Folgeteilen komplett flöten. Was ich durchaus gut fand, war die Story insgesamt, rund um Trinity. Doch der dritte Teil fühlte sich trotzdem inhaltlich aufgezwungen an. Es wurde unnötig mystisch und man merkte, ihnen ging der Stoff aus, somit schmiss man noch ein paar Nebenmissionen dazu. Auch die DLC´s brachten keinen wirklichen Mehrwert.
Zeit für eine neue Frisur
Doch Lara Croft hat schon so viel überstanden. Wir wünschen uns nichts mehr, als Tomb Raider wie in Action zu sehen. Man sollte es einfach mit einem frischen Wind versuchen. Man denke da an Prince of Persia oder Assassins Creed, wie sie komplett neu erfunden wurden, um sich der Zeit anzupassen. God of War ist wohl das aktuellste Beispiel eines gelungenen Reboots, in dem man ihm einfach eine Familie inklusive kompletter Geschichte bescherte!
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Tomb Raider: Das letzte Grab?
Ich sage nicht, dass Lara ihre eigene Familie gründen muss! Aber es wäre durchaus sinnvoll, sich zu überlegen, was Lara noch machen könnte, um sich von Mitbewerbern wie Nathan Drake und Co abzuheben. Sie ist schon zu lange dabei und ein zu wichtiger Charakter, um sie nach diesem Reboot einfach so verschwinden zu lassen. Shadow of the Tomb Raider blieb hinter den Erwartungen und legt daher eine frühzeitige Pensionierung nahe. Wenn man bedenkt, wieviele Gräber sie in ihrer Karriere schon geplündert hat, wollen wir doch hoffen, dass sie mit diesem nicht ihr eigenes gegraben hat.
Die letzte Trilogie bekommt ihr teilweise für unter 20 Euro auf Amazon.de je Spiel.
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